Abendvorträge 2020

Es werden 20 Termine im Zeitraum vom 11.08.2020 bis 10.08.2021 angezeigt.
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Gehe zu Monat: August September Oktober November Dezember Februar Juni

 

August Seitenanfang

20. August 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Impressionen zur Geschichte und Geographie vom südlichen Hessen

Referent: Dr. Werner Budesheim

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Südhessen hat aufgrund seiner geographischen Orientierung auf Main und Rhein, seiner fruchtbaren Böden in der Wetterau und seines eher heiteren Klimas im Unterschied zu Nordhessen, das mit seinen Flüssen auf die Weser und damit auf den Norden orientiert ist, schon
immer eine bedeutendere Rolle gespielt. Das Einfallstor der Römer war Mainz, die sich in langen Kriegen gegen die Chatten die Wetterau einverleibten und sie kolonisierten. Wiesbaden war schon damals Badeort _Aquae Mattiacorum_, am Frankfurter Domhügel befand sich ein römisches Castell, das später zu einem fränkischen Königshof wurde. Frankfurt stieg auf zur Freien Reichsstadt. In seinem Dom wurden die deutschen Könige und Kaiser vom Erzbischof von Mainz gekrönt.
Es sollen die drei genannten Städte in ihrer Geschichte, ihrer Gegenwart und in ihrer räumlichen Einbindung vorgestellt werden.
Der Vortrag dient auch der Vorbereitung auf die Exkursion in den genannten Raum vom 15.–21. Juni.

Wegen der Corona-Virus-Pandemie muss der Vortrag leider ausfallen. Er wird auf einen späteren Termin verlegt.

27. August 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Schiffbruch - reale und imaginäre Untergänge

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann, Kunsthistorikerin Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Die Darstellung des Schiffbruchs hat eine lange Tradition. Zunächst christlich motiviert, wird das Unglück auf See später Gegenstand ästhetischer Debatten, aber auch als Gleichnis des menschlichen Daseins begriffen. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts kommt es zu Schilderungen tatsächlicher Katastrophen auf dem Meer, bis schließlich der Untergang der „Titanic” in der Wahrnehmung der Zeitgenossen auch das Ende einer Ära markiert.
Ein Gang durch die Jahrhunderte zeigt, wie das Motiv jeweils mit unterschiedlichen Zuweisungen aufgeladen wird.


September Seitenanfang

3. September 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IV
Vaux, Versailles und die Folgen: Vom "Schlossfieber" der europäischen Fürsten

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistpriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Nach sieben Jahren Bauzeit soll im Herbst 2020 das rekonstruierte Berliner Stadtschloss als Sitz des Humboldtforums eröffnen. Während Friedrich der Große den Neubau des Schlosses zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Verschwendungstat seines Großvaters verkannte, stufte der Bauherr Friedrich I. sein Vorgehen als notwendige Herrschaftsgeste ein: „Nicht aus Lust, sondern aus Necessität“ habe er das neue Stadtschloss bei Andreas Schlüter in Auftrag gegeben. Sein Handeln entsprach dem europäischen Zeitgeist: Wer in der Welt der barocken Fürsten und ihrer Höfe etwas gelten wollte, der brauchte ein Schloss – als Bühne und Kulisse der Inszenierung seiner Macht. Und so schüttelte Europas Fürsten um 1700 ein „Schlossfieber“, dessen „Infektionsherde“ vor den Toren von Paris standen – in Vaux und Versailles.

_in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg_

_in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg__

8. September 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
Ertheneburg und/oder Artlenburg - Burg und Siedlung an der historischen Elbfurt bei Schnakenbek

Referent: Dr. Frank Andraschko, Universität Hamburg

Heinrich-Osterwold-Halle, Elbstraße 145 a, Lauenburg🗺️

Der Heimatforscher Christian Krohn aus Rullstorf und die beiden lizensierten Sondengänger Martin Stein _Glinde_ und Udo Westerhold _Krüzen_ entdeckten schon 2014 erste archäologische Funde einer hochmittelalterlichen Siedlung im Artlenburger Neubaugebiet am Mühlenweg. Zwei Jahre später hatte Krohn die Erlaubnis, das Geld und einige interessierte Forscher zusammen. Was sie 2016 und 2017 fanden, überraschte selbst die Experten: Hier auf dem Gebiet der Storchenwiese stand spätestens zu Beginn des 11. Jahrhunderts eine große und später untergegangene und überbaute Siedlung. Zutage kamen Tierknochen, Messer, Pfeilspitzen, Metalle, Schmuck, in Lüneburg geprägte Münzen und jede Menge Scherben aus sächsischer und slawischer Zeit. Holzkohlefunde erlaubten eine zeitliche Eingrenzung von 1025 bis 1157.
2018 setzten der Hamburger Archäologe Frank Andraschko und die AGIL Reppenstedt auf einer etwa 350 Quadratmeter großen Fläche die Grabungen fort. Sie wurden mit weiteren Funden aus dem 11. und 12. Jahrhundert überreichlich „beschenkt“. Wie lange der Ort allerdings bestand, muss weiteren Forschungen vorbehalten bleiben. Sicher aber ist, dass diese Siedlung, in der Heinrich der Löwe 1163 für die Stadt Lübeck das „Artlenburger Privileg“ mit schwedischen Kaufleuten aus Gotland aushandelte und somit den Grundstein für die spätere Hanse legte, von größerer Bedeutung war als bisher angenommen.

Wegen der Corona-Virus-Pandemie muss der Vortrag leider ausfallen. Er wird auf einen späteren Termin verlegt.

_in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg_

10. September 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Die Sintflut - Ein Mythos der Menschheit

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin. Lauenburg

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10🗺️

Flutkatastrophen üben bis zum heutigen Tag eine unheimliche Faszination auf die Menschen aus. Der Grund ist darin zu suchen, dass Mythen von einer allumfassenden Überschwemmung zur Strafe für Sünde und Aufbegehren der Menschen gegen die göttliche Ordnung zum Grundbestand der Mythologie der altorientalischen und europäischen Völker gehören. Die uns vertraute Erzählung von der Sintflut in der Bibel begegnet uns auch an vielen anderen Stellen in der altorientalischen und klassischen antiken Literatur. Von diesen Werken ausgehend, erfuhr das Thema über Jahrhunderte – oftmals beflügelt von realen Flutkatastrophen – immer wieder eine neue Rezeption. Hierzu gehören unter anderem der Atlantis-Mythos von Platon oder die Erzählungen von Rungholt und Vineta. In diesem Vortrag werden die Sintflutmythen des Altertums vorgestellt und in ihrem zeitgenössischen Kontext erläutert. Der zweite Teil ist der Wirkungsgeschichte des Sintflut-Mythos‘ gewidmet, die bis zum heutigen Tag andauert und angesichts der Erwartungen eines ansteigenden Meeresspiegels an Aktualität gewinnt.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)

15. September 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Wie die westliche Musik nach China kam

Referent: Prof. FranK Böhme

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Mit den jesuitischen Expansionsbestrebungen an der Wende des 16. zum 17. Jahrhunderts kam auch das erste Klavichord nach China. Damit begann eine beispiellose Entwicklung der westlichen Musik in Asien.
Aber auch im Westen haben die asiatischen Musiker_Innen mittlerweile einen festen Platz. Der Vortrag zeigt, wie China schon seit dem Beginn seiner Geschichte einen sehr eigenen Weg bei der Aneignung des für es Fremden gegangen ist.

Wegen der Corona-Virus-Pandemie muss der Vortrag leider ausfallen. Er wird auf einen späteren Termin verlegt.

17. September 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Das Musiktheater in Ostasien

Referent: Prof. FranK Böhme, Hochschule für Musik und Theater, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Für die Rezeption asiatischer Formen des Musiktheaters gibt es in Europa keine vergleichbaren Vorbilder. Klang, Kostüme, Lautstärke, Dramaturgie, Instrumente, und Gesangstechniken unterscheiden sich grundlegend von denen westlicher Formen. Unvorbereitete Besucher verlassen oft irritiert das Theater. Ein unvoreingenommenes Hören jedoch eröffnet ein faszinierendes Panorama ungewöhnlicher Zusammenhänge.
Der Vortrag widmet sich der chinesischen Beijing-Oper, dem koreanischen Pansori und den japanischen Theaterformen Kabuki und NO.

22. September 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Wie Einstein den Planeten Vulkan zerstörte und dabei das Universum entschlüsselte

Referent: Carsten Busch, Dipl.-Physiker

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

23. September 1846: Johann Gottfried Galle und Heinrich d`Arrest beobachten an der Berliner Sternwarte ein kleines Scheibchen am Nachthimmel.
Ihre Entdeckung – ein neuer äußerer Planet – war kein Zufallstreffer, sondern das Ergebnis langwieriger Berechnungen. Lange hatte die Bahn des 65 Jahre zuvor entdeckten Planeten Uranus Rätsel aufgegeben – sie schien nicht ganz den Gesetzen des genialen Isaac Newton zu folgen. Die Hypothese eines noch weiter von der Sonne entfernten äußeren Planeten erlaubte es, die Beobachtungen mit Newtons Gravitationsgesetz zu versöhnen.
Dieser unbekannte Planet, später Neptun genannt, müsste nur ein wenig an Uranus ziehen und zerren, um die anomale Uranusbahn zu erklären. Aus der Bahnstörung des Uranus folgte dann die Vorhersage von Neptuns Position und damit Galles Entdeckung.
Wenige Jahre später gab die Bahn des inneren Planeten Merkur ein ähnliches Rätsel auf. Ein bislang unentdeckter, der Sonne sehr naher Planet störte anscheinend die Merkurbahn.

Sie haben noch nie von Vulkan, dem sonnennächsten Planeten gehört?
Dann erfahren Sie im Vortrag von seiner rätselhaften Geschichte.
Sie erfahren weiter, wie Albert Einstein dieses Rätsel schließlich löste und wie die Wissenschaftsgeschichte auch bei der Beurteilung gegenwärtiger wissenschaftlicher Probleme hilfreich sein könnte.


Oktober Seitenanfang

8. Oktober 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
Waale, Wühre, Wässerwiesen - Wie kommt das Wasser dahin, wo man es braucht_

Referent: Dr. Angelika Halama, Geographin, Buxtehude

Krügersches Haus, Bergedorfer Straße 28, Geesthacht🗺️

Menschen, die im Einwirkungsbereich der Gezeiten wohnen, müssen sich Gedanken darüber machen, wie man Wasser fernhält oder ableitet. Im südlichen Bereich der Alpen aber hat man sich schon früh darum gemüht, die niedrigen Niederschlagsmengen durch Wasser von Gletschern und Firnfeldern zu ergänzen, um damit Felder und Wiesen zu bewässern. So entstanden in Südtirol die Waale, im Wallis die Suonen. Im südlichen Schwarzwald sind die Bäche tief eingeschnitten und können daher kaum nutzbar gemacht werden. Hier wurden schon vor Jahrhunderten die Wühre angelegt, um in den Dörfern die Wasserkraft für Mühlen und Sägen, aber auch zum Bewässern zu nutzen. Dass das Bewässern der Wiesen die Erträge steigert, hatte man früh erkannt. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in Suderburg in der Lüneburger Heide wie auch in Siegburg im Siegerland Wiesenbauschulen, deren Absolventen auch außerhalb Deutschlands Wässerwiesen anlegten. Der Vortrag beschränkt sich auf Beispiele in Europa.

Wegen der Corona-Virus-Pandemie muss der Vortrag leider ausfallen. Er wird auf einen späteren Termin verlegt.

_in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht_

15. Oktober 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
David Hockney - Der Künstler als Forscher

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Seit Jahrzehnten begeistert David Hockney ein großes internationales Kunstpublikum. Im Wechsel von Aquarellfarbe und Skizzenbuch zu digitaler Zeichnung auf dem Tablet, Ölmalerei auf Leinwand zu fotokopierten Bildern auf Papier wendet der Künstler alle möglichen verfügbaren Techniken an und erzielt mit ihnen verblüffende Ergebnisse. Den Zusammenhang zwischen künstlerischen Leistungen und technischen Hilfsmitteln hat Hockney in seinem Buch „Geheimes Wissen – Verlorene Techniken der Alten Meister wiederentdeckt“ auch aus kunstgeschichtlicher Perspektive dargelegt und mit seinen Thesen zum Thema bis heute andauernde Kontroversen ausgelöst.

Wegen der Corona-Virus-Pandemie muss der Vortrag leider ausfallen. Er wird auf einen späteren Termin verlegt.

20. Oktober 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
Kenia - ein Land der Gegensätze

Referent: Prof. Dr. Martin Pries

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

In Kenia ist die Digitalisierung schon weiter fortgeschritten als in Deutschland. Bezahlen mit dem Smartphone ist gelebter Alltag. Kisumu ist der größte städtische Slum in Kenia, mit unvorstellbar schlechten Lebensbedingungen. Noch immer werden in Kenia minderjährige Mädchen trotz Verbot als Bräute verkauft. Im Norden und Süden gibt es ländliche Regionen mit bitterer Armut. In der landwirtschaftlichen Intensivregion um Naivasha werden Rosen u. a. für den deutschen Markt angebaut, inzwischen auch mit dem Fairtrade-Siegel.
Der Vortrag will versuchen, mit einem kritischen Blick den Facettenreichtum des Landes aufzuzeigen. Geschildert werden die Eindrücke, die auf einer Exkursion 2020 gesammelt wurden. Themen waren Entwicklungsprojekte, Nationalparks, Rosenfarmen, Goldminen, große Städte und kleine Dörfer. Gesprochen haben wir mit vielen Kenianern, aber auch mit Ausländern, die in Kenia leben, die das Bild von Kenia als Land der Gegensätze vervollständigten.

22. Oktober 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Ist die Welt noch zu retten?

Referent: Prof. Dr. Carsten Niemitz, URANIA Berlin

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Endlich sind die drängenden Umweltprobleme der Welt im öffentlichen Bewusstsein und allmählich auch in der Politik angekommen: Klimawandel, Artensterben, Vermüllung der Meere. Leicht verständlich klärt der Vortrag über die aktuell wichtigen ökologischen Fragen und deren Vernetzung auf, wobei auch Bevölkerungswachstum, bedeutsame Themen der Ernährung und Plastik in der Umwelt behandelt werden. Hier sind alle Menschen angesprochen, denen die Umwelt und die Zukunft unserer Kinder nicht egal sind.

_in Zusammenarbeit mit den NABU Büchen_

29. Oktober 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IV
"In aller Munde": Eine kleine kulturgeschichte der italienischen Küche

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Im vergangenen Jahrhundert hat für Italiens Küche ein Siegeszug um die Welt begonnen: Pizza, Pasta, Gelato und Co. sind heute buchstäblich in aller Munde. Wie sie dort hingelangten, welche Geschichte sie eigentlich haben und welche Geschichten sie erzählen, davon berichtet dieser Vortrag – ganz im Sinne der in Italien gern gebrauchten Formulierung: „Il cibo parla – das Essen steckt voller Aussagen.“


November Seitenanfang

10. November 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VII
Die Verweigerung der Moderne: Die Amisch

Referent: Prof. Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg🗺️

Die Amischen oder Amisch sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, deren Bezeichnung sich vom Namen ihres Begründers Jakob Ammann (1644–1730) ableitet und die ihre Wurzeln in der reformatorischen Täuferbewegung Mitteleuropas, vor allem der Schweiz und Süddeutschlands hat. Vom Hauptstrom der Täufer, den Mennoniten, trennten sich die Amisch Ende des 17. Jahrhunderts. Der Vortrag wird neben der Geschichte der Amisch auch ihren jetzigen Status in den USA bzw. in Kanada beleuchten und hinterfragen, inwiefern ein Leben, welches versucht, sich konsequent den Herausforderungen der Moderne zu entziehen, auf Dauer möglich ist.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

18. November 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Umweltfreundlich Saubermachen und Wäschewaschen

Referent: Dipl.-Oecotrophologin Renate Frank, Roseburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D🗺️

Die Referentin weist auf die zahlreichen chemischen Substanzen hin, die sich in Reinigungs- und Waschmitteln befinden und die sowohl unsere Gesundheit als auch unsere Umwelt beeinträchtigen. Es wird gezeigt, was jeder Einzelne tun kann, um den eigenen Haushalt zu „entgiften“ und damit dazu beizutragen, die Umwelt zu entlasten und auf diese Weise auch die gesundheitlichen Belastungen durch Chemie im Haushalt zu reduzieren.

19. November 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Der Weltwissenschaftler Alexander von Humboldt und sein Kosmos

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschichte der Naturwissenschaften, Univeristät Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Die fünf Bände von Humboldts „Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung" erschienen 1845 bis 1862, ein eindrucksvolles interdisziplinäres Werk. Geplant war eine Darstellung der Natur von einem uranologischen Teil (der Lehre von den Sternen), ausgehend von den Sternen und Nebeln, zu einem tellurischen Teil "der Lehre von Gestalt und Leben der Erde"; es beginnt mit „den Sternen, die in den entferntesten Theilen des Weltraumes zwischen Nebelflecken aufglimmen und steigt durch unser Planetensystem bis zur irdischen Pflanzendecke und zu den kleinsten, oft von der Luft getragenen, dem unbewaffneten Auge verborgenen Organismen herab."_
Im Vortrag wird ein Überblick von Humboldts astronomischem Wissen im Kontext der Zeit gegeben. Es sollen aber auch seine umfassenden Erkenntnisse in den Bereichen der Biologie, Chemie, Physik und besonders Geowissenschaften (Geologie, Bergbau, Mineralogie, Vulkanologie, Geographie, Meteorologie, Ozeanographie, Navigation) einschließlich seiner Messinstrumente für die Expeditionen nach Lateinamerika, USA und Zentralasien thematisiert werden. Schließlich sind Humboldts Bestrebungen bemerkenswert, seine Forschungen einem breiten Publikum populärwissenschaftlich verständlich zu machen, vgl. seine sehr gut besuchten Vorträge in der Singakademie (1827/28).

26. November 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
Sieben Jahre am Block und (k)ein Ende in Sicht ... Die erforschung eines außergewöhnlichen Prunkgrabes der Hallstattzeit

Referent: Dr. Robert Schumann, Inst. f. Vor- und Frühgeschichte, Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

2010 in Otzing, Landkreis Deggendorf in Niederbayern: Bei Sondierungsarbeiten auf einem künftigen Baugebiet stoßen die Mitarbeiter der zuständigen Kreisarchäologie auf die Überreste eines hallstattzeitlichen Grabhügelfeldes _ca. 1000 bis 800 vor Christi Geburt_. Ein Jahr später, im Juli 2011, entdecken die Ausgräber der Archäologischen Staatsammlung auf der zukünftigen Sportfläche des SV Otzing in einem Grabhügel von 18 Meter Durchmesser eine hölzerne Grabkammer in einem außergewöhnlichen Erhaltungszustand. Sie vermuten die Beisetzung eines keltischen Fürsten und alarmieren die Universität München.
In seinem Vortrag schildert der Referent die Entdeckung des Grabes, deutet den Inhalt der Grabkammer, ordnet ihre kulturgeschichtliche Bedeutung ein und begründet die unschätzbaren Vorteile einer Blockbergung. Es scheint sich bei dem Keltengrab von Otzing um einen außergewöhnlichen Glücksfall für die Archäologie zu handeln.


Dezember Seitenanfang

3. Dezember 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
Christo und Jeanne Claude - Verhüllen als Kunstwerk

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Mit der Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes als „Wrapped Reichstag“ wurde das Künstlerpaar Christo und Jeanne Claude im Sommer 1995 weltberühmt. Die Idee der Verhüllung als künstlerische Praxis ist allerdings viel älter. Entwickelt hat sie Christo bereits während der 1960er Jahre.
Der Vortrag zeichnet die packende Lebensgeschichte Christos nach, der als junger Mann aus Bulgarien geflüchtet ist und sich in Paris als Auftragsporträtist etablieren konnte, wo er auch Jeanne Claude kennenlernte. Gemeinsam werden sie fortan Projekte entwickeln, die Kunstgeschichte schreiben.


Februar Seitenanfang

9. Februar 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Venedig – ein Spaziergang abseits der Touristenströme

Referent: Dr. Günter Hartmann

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

In entlegenen Stadtteilen wollen wir entlang romantisch verwinkelter Kanäle selten besuchte Kirchen, Paläste und Museen besuchen. In Dorsoduro etwa führt uns der Weg entlang des Rio di S. Margherita von der Carminikirche bis zu S. Sebastiano, der „Sixtinischen Kapelle“ des Malers Veronese. Weiter geht es in die ärmere Gegend um S. Raffaele und S. Nicolo dei Mendicoli. Im Palazzo Mocenigo lassen wir uns bezaubern von kunstvollen Stoffen des 18. Jhs. und einer Ausstellung zur Parfümherstellung, die in Venedig ihren Anfang nahm. Auf der Giudecca erholen wir uns in verborgenen Gärten.

Eintrag veröffentlich


Juni Seitenanfang

3. Juni 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Mehr als die Blumesn des Jahres: Die Naturschutzarbeit der Loki Schmidt Stiftung

Referent: Axel Jahn, Loki Schmict Stiftung

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D🗺️

Die Hamburger Loki Schmidt Stiftung, hervorgegangen aus der Stiftung zum Schutz gefährdeter Pflanzen und der Stiftung Naturschutz Hamburg, wirkt schwerpunktmäßig in Hamburg, ist aber auch in zehn weiteren Bundesländern aktiv, indem sie Lebensräume sichert, Artenschutzprojekte durchführt und Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit betreibt.
Seit 1980 macht die Stiftung mit der mittlerweile bekannten Aktion „Blume des Jahres“ auf gefährdete Pflanzen und ihre Lebensräume aufmerksam. Sie informiert in diesen jährlichen Kampagnen über Wildblumen und den ökologischen Wert ihrer Standorte und möchte auf diese Weise zu einem besseren Artenschutz beitragen.
Der Vortrag von Axel Jahn, der Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung sowie leidenschaftlicher Naturbeobachter und Fotograf ist, wird sich schwerpunktmäßig mit den Blumen des Jahres und den Aktionen rund um diese Pflanzen befassen, sie in Wort und Bild vorstellen, aber auch Informationen über weitere Aktivitäten der Hamburger Stiftung gegeben.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

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