Abendvorträge 2019

Es werden 32 Termine im Zeitraum vom 22.11.2019 bis 21.11.2020 angezeigt.
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Gehe zu Monat: Dezember Januar Februar März April Mai Juni August September Oktober November

 

Dezember Seitenanfang

12. Dezember 2019 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
IST ASTRONOMIE ROMANTISCH?

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität Hamburg - Studiengang Geodäsie und Geoinformatik

Hauptstraße 18d, 21465 Wentorf bei Hamburg, Angerhof🗺️

Astronomie in der Zeit der Romantik am Beispiel der Geschwister Herschel. Wie entwickelt sich der dazugehörige Wissenschaftsbegriff im deutschen Idealismus zwischen Kant und Hegel? Wie stehen wir heute dazu? Mit durchaus persönlichen Einsichten von der Faszination des Sternenhimmels und der aktuellen High-Tech-Astrophysik.


Januar Seitenanfang

9. Januar 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Alexander von Humboldt - Entdecker der Welt - 2. Teil: Sibirien

Referent: Dr. Werner Budesheim

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Nach 5 Jahren S-Amerika und 5 Wochen USA kehrt Alexander v. Humboldt nach Europa zurück. Napoleon wirbelt mit seinen Kriegen die gesamte europäische Welt auf. Im Okt. 1806 geht bei Jena und Auerstedt die preußische Armee unter. Berlin wird französisch besetzt. Preußen werden hohe Kriegslasten aufgebürdet. König Friedrich III. sendet seinen Sohn Wilhelm in Begleitung von A. v. H. zu Verhandlungen nach Paris, ohne Erfolg. Mit Genehmigung des Königs, bleibt A. v. H in Paris, und zwar für die nächsten 20 Jahre. - Russland ist nach den napoleonischen Kriegen dabei, sich Sibirien einzuverleiben. Humboldt wird vom Zaren für eine Erkundungsexpedition berufen. Er ist im 60. Lebensjahr. Er hat hier jedoch nicht die Freiheit der Selbstbestimmung wie am Orinoco. Die Reiseroute ist ihm vorgeschrieben. Als Begleiter und Aufpasser sind immer russische Offiziere dabei. An seinen Bruder Wilhelm schreibt er, dass der Irtysch so sei wie der Orinoco, „nur mit Epauletten“. Nach einem knappen Jahr ist er Ende 1829 in Berlin zurück. Es beginnt die große Phase seiner Berichte, wobei das Hauptwerk der „Kosmos“ sein wird. Am 6. Mai 1859 stirbt A. v. H in seiner Wohnung in der Oranienburger Straße 67 in Berlin. Die Trauerfeier mit allen Würdenträgern der Stadt und des Staates findet im Dom statt.

16. Januar 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IV
Umschwärmtes Genie: Raffael zm 500. Geburtstag

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Rom am Karfreitag 1520: Raffael Santi ist mit gerade einmal 37 Jahren verstorben, und die Stadt trauert um den Maler der Stanzen, Bauleiter des Petersdoms und Liebling der Päpste wie um einen Fürsten. Aus Anlass seines 500. Todestages erzählt der Vortragende vom Leben und Werk des Künstlers aus Urbino, der mit Leonardo und Michelangelo das „Dreigestirn“ der italienischen Hochrenaissance bildete, der vielen bis ins 19. Jahrhundert als größter Maler aller Zeiten galt und dessen Sixtinische Madonna zu den berühmtesten Gemälden zählt, die man in Deutschlands Museen bestaunen kann.

22. Januar 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Ein T-Shirt = 10 Badewannen Wasser

Referent: Nicole Rönnspieß, Brot für die Welt, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Ein Mensch in Deutschland verbraucht durchschnittlich pro Tag 121 Liter Wasser zum Trinken, Kochen, Duschen und Putzen. Eine noch wesentlich größere Menge wird „unsichtbar“ für die Herstellung von Produkten verwendet. Der Vortrag stellt anschaulich dar, warum Wasser oft so ein knappes Gut ist und auf welche Weise mit den begrenzten Ressourcen angemessen umgegangen werden kann.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

23. Januar 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
Adam von Bremen und Helmold von Bosau - Chronisten des Mittelalters oder die Frage nach der Realität der Geschichtsschreibung

Referent: Günther Bock, Großhansdorf

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Eins ist sicher: Ohne die Werke der Mönche und Priester Adam von Bremen und Helmold von Bosau gäbe es wohl nur eine bruchstückhafte Geschichte über die Ereignisse in Norddeutschland im Hochmittelalter.
Historiker „der älteren Schule“ gehen davon aus, dass die wiederholten kriegerischen Konflikte zwischen Sachsen und Slawen nördlich der Elbe vorrangig als Auseinandersetzungen zwischen den Repräsentanten des christlichen Glaubens und der sogenannten „heidnischen Kultur“ verstanden wurden. Die Werke Adams von Bremen und Helmolds von Bosau, die im strengen Sinne keine unabhängigen Geschichtswerke, sondern christlich gefärbte Auftragsarbeiten der damals regierenden Bischöfe sind, dienen ihnen als Beleg. Neuere und an überprüfbaren Fakten orientierte Forschungen zeigen nun eine andere und weitaus detailliertere Sichtweise. Diese Erkenntnisse gründen vor allem auf die „sträflich“ vernachlässigte Zusammenschau von historischen Überlieferungen, archäologischen Ergebnissen, den Untersuchungen von Orts- und Personennamen, genealogischen Forschungen und der Siedlungs- und Kunstgeschichte.
Der Referent möchte die Zusammenhänge kritisch hinterfragen.
Der Referent hat all dies zusammengetragen und kann so aufzeigen, dass insbesondere in den heutigen Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg zwischen 800 und 1300 weiträumige Kontakträume und Übergangszonen zwischen den Volksgruppen festzustellen sind, die ihrerseits neue historische Bewertungen erfordern.


Februar Seitenanfang

18. Februar 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Das Gottesteilchen-Puzzle

Referent: Dipl.- Phys. Caesten Busch

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Seit Beginn der 1970er Jahre gibt es eine Theorie, die sehr erfolgreich die Welt der Elementarteilchen beschreibt: das „Standardmodell“. _Fast_ Alle Beobachtungen, die die Physiker in zahllosen aufwendigen Experimenten gemacht haben, stimmen mit dieser Theorie überein. Doch damit das Standardmodell überhaupt funktionieren kann, muss es ein Feld geben, das für uns unsichtbar überall im Universum existiert – auch an dem Ort, an dem Sie gerade jetzt sind. Dieses Feld wurde nach einem seiner geistigen Schöpfer „Higgs-Feld“ benannt.
Lernen Sie in dem allgemeinverständlichen Vortrag das Standardmodell und das „Gottesteilchen“ Higgs kennen, und erfahren Sie, warum das Higgs darin eine zentrale Rolle spielt. Nach dieser Theorie gäbe es ohne das „schöpferische“ Higgs-Teilchen weder Sterne noch Erde. Und auch nicht den Menschen, der dies hier gerade liest.

19. Februar 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Müllkippe Ozean: Ursachen und Auswirkungen der verschmutzung unserer Meere

Referent: Dr. Mark Lenz, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D🗺️

Jedes Jahr gelangen weltweit schätzungsweise acht Millionen Tonnen Plastikabfall unkontrolliert in die Meere. Dort kann das Plastik nicht abgebaut werden und reichert sich langsam in den marinen Ökosystemen an. Es wird zudem mit den Meeresströmungen über weite Strecken transportiert und erreicht so auch entlegenste Regionen. Während dieses Müllproblem kontinuierlich wächst, steckt die Erforschung der Folgen für die Umwelt noch in den Anfängen. Vor allem die Auswirkungen von Mikroplastik, das aus dem Zerfall großer Plastikfragmente entsteht, sind bisher nur wenig untersucht worden. Der Vortrag gibt einen Überblick zum Stand der Forschung, zeigt auf, welche Gefahren vom Plastikmüll ausgehen und welche Maßnahmen zur Eindämmung dieses marinen Problems getroffen werden können.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

25. Februar 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Die Jagd nach dem Gottesteilchen

Referent: Dipl.- Phys. Carsten Busch

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

In den 1960er Jahren lieferte der sogenannte Higgs-Mechanismus die Lösung eines kniffligen und sehr abstrakten Puzzles, das viele Physiker zur Verzweiflung brachte.
Die darauf folgende Suche nach dem Higgs-„Gottesteilchen“ führte erst nach Jahrzehnten enormer Anstrengungen und tragischer Rückschläge zur historischen Jahrhundert-Entdeckung des Higgs-Teilchens. Milliardenteure Bauruinen, schwere Explosionen und ähnliche Pannen führten zu der (verrückten) „Nielsen-Ninomiya-Theorie“, nach der die Natur die Entdeckung des Higgs aus der Zukunft vereitele …
Am 4.7.2012 vermeldete das Forschungszentrum CERN bei Genf die Entdeckung des Higgs-Teilchens, widerlegte damit die bizarre „Intervention-aus-der-Zukunft“-Theorie und – was viel wichtiger ist – bestätigte das (nicht minder bizarre) Standardmodell der Elementarteilchenphysik. Ungewöhnlich kurz darauf, nämlich bereits ein Jahr später, erhielten dann Peter Higgs und Francois Englert den Nobelpreis für ihre Arbeiten zum Higgs-Mechanismus.
In diesem Vortrag steht die experimentelle Suche nach dem Higgs-Teilchen im Vordergrund, während sich der vorhergehende Vortrag „Das Gottesteilchen-Puzzle“ allgemeinverständlich mit der Higgs-Theorie auseinandersetzt. Es wird nicht der Besuch des ersten Vortrags vorausgesetzt.


März Seitenanfang

3. März 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VII
Nordamerikanische Landschaftsmalerei: Die Hudsen River School in den USA und die Group of Seven in Kanada

Referent: Prof. Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Die amerikanische Landschaftsmalerei ist bei uns so gut wie unbekannt. Wenn überhaupt, kennt man die „Hudson River School“, jene Gruppe amerikanischer Landschaftsmaler, die Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Hauptwerke fertigten und dabei der deutschen romantischen Malerei nahestanden. Ursprünglich war das Tal des Hudson River Thema ihrer Bilder, später kamen auch die Niagara-Fälle sowie der Yosemite Park im fernen Kalifornien hinzu.
Die Künstlergruppierung „Group of Seven“, die als Höhepunkt der kanadischen Landschaftsmalerei gilt, bildete sich um 1910 und bekam ihren Namen 1920 auf der ersten gemeinsamen Ausstellung in Toronto. Obwohl die Gruppe sich bereits 1933 wieder auflöste, hat sie doch einen ganz eigenen Stil geprägt. Die Künstler, unzufrieden mit der konservativen Malerei Kanadas, strebten nach einer progressiven und unabhängigen nationalen Kunst, die durch eine Thematisierung der heimischen, bis dahin nicht als bildwürdig erachteten Landschaft etabliert werden sollte.

5. März 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
Paul Gauguin - Südseebilder

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Heute ist Paul Gauguin insbesondere für seine Werke bekannt, die er am Ende seines Lebens in der Südsee schuf. Sie verleihen seiner Hoffnung Ausdruck, weit ab von der Heimat im zivilisierten Europa ein Leben nach anderen Regeln führen zu können. Der Vortrag stellt die Kluft zwischen Ideal und Wirklichkeit seines Vorhabens heraus und präsentiert die wichtigsten Werke jener Ära, die sich bei genauem Hinsehen oftmals als sehr europäisch erweisen.

12. März 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Das Nibelungenlied - im Original

Referent: Ulrike Budesheim, Germanistin, Reinbek

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Das Schauspielhaus Hamburg bietet im aktuellen Programm „Das Nibelungenlied mit anderem Text und auch anderer Melodie“ an und bringt ein gewitztes Pop-Drama auf die Bühne. Hier im Vortrag soll es um das mittelalterliche Epos gehen, das in verschiedenen Handschriften des frühen 13. Jahrhunderts aufgeschrieben ist. Der erzählte Stoff und seine Helden sind aber viel älter. Jahrhunderte wurde die „maere“ wenig beachtet. Der Preußenkönig Friedrich II. _1712 – 1788_ befand, dass die mittelalterliche deutsche Dichtung „keinen Schuss Pulver werth“ sei. Die öffentliche Meinung war aber offener, denn die frühen Romantiker sahen gerade im Mittelalter urwüchsige Kräfte. Sie liebten das Sammeln und Übersetzen der Handschriften. In den napoleonischen Kriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Epos politisch aufgeladen. Das Nibelungenlied wurde zum Nationalepos proklamiert, denn es offenbare die herrlichsten und männlichsten Tugenden der Deutschen. So schreibt 1807 Friedrich Heinrich von der Hagen, Professor in Berlin, in dem Vorwort zu seiner Nibelungen-Edition. In der NS-Zeit galten die Heroen des Nibelungenliedes als Vorbild für einen bedingungslosen Kampfeinsatz.
Frei von solchem Ballast soll es im Vortrag um das große Epos gehen, das seit 2009 zum Weltdokumentenerbe gehört. Es wird in seiner Bedeutung verglichen mit der römischen Aeneis und den griechischen Troja-Sagen.

18. März 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Mehr als die Blumesn des Jahres: Die Naturschutzarbeit der Loki Schmidt Stiftung

Referent: Axel Jahn, Loki Schmidt Stiftung

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D🗺️

Die Hamburger Loki Schmidt Stiftung, hervorgegangen aus der Stiftung zum Schutz gefährdeter Pflanzen und der Stiftung Naturschutz Hamburg, wirkt schwerpunktmäßig in Hamburg, ist aber auch in zehn weiteren Bundesländern aktiv, indem sie Lebensräume sichert, Artenschutzprojekte durchführt und Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit betreibt.
Seit 1980 macht die Stiftung mit der mittlerweile bekannten Aktion „Blume des Jahres“ auf gefährdete Pflanzen und ihre Lebensräume aufmerksam. Sie informiert in diesen jährlichen Kampagnen über Wildblumen und den ökologischen Wert ihrer Standorte und möchte auf diese Weise zu einem besseren Artenschutz beitragen.
Der Vortrag von Axel Jahn, der Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung sowie leidenschaftlicher Naturbeobachter und Fotograf ist, wird sich schwerpunktmäßig mit den Blumen des Jahres und den Aktionen rund um diese Pflanzen befassen, sie in Wort und Bild vorstellen, aber auch Informationen über weitere Aktivitäten der Hamburger Stiftung gegeben.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

26. März 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
Ertheneburg und/oder Artlenburg? Burg und Siedlung an der historischen Elbfurt bei Schnakenbek

Referent: Dr. Frank Andraschko, Universität Hamburg

Heinrich-Osterwold-Halle, Elbstraße 145 a, Lauenburg🗺️

Der Heimatforscher Christian Krohn aus Rullstorf und die beiden lizensierten Sondengänger Martin Stein _Glinde_ und Udo Westerhold _Krüzen_ entdeckten schon 2014 erste archäologische Funde einer hochmittelalterlichen Siedlung im Artlenburger Neubaugebiet am Mühlenweg. Zwei Jahre später hatte Krohn die Erlaubnis, das Geld und einige interessierte Forscher zusammen. Was sie 2016 und 2017 fanden, überraschte selbst die Experten: Hier auf dem Gebiet der Storchenwiese stand spätestens zu Beginn des 11. Jahrhunderts eine große und später untergegangene und überbaute Siedlung. Zutage kamen Tierknochen, Messer, Pfeilspitzen, Metalle, Schmuck, in Lüneburg geprägte Münzen und jede Menge Scherben aus sächsischer und slawischer Zeit. Holzkohlefunde erlaubten eine zeitliche Eingrenzung von 1025 bis 1157.
2018 setzten der Hamburger Archäologe Frank Andraschko und die AGIL Reppenstedt auf einer etwa 350 Quadratmeter großen Fläche die Grabungen fort. Sie wurden mit weiteren Funden aus dem 11. und 12. Jahrhundert überreichlich „beschenkt“. Wie lange der Ort allerdings bestand, muss weiteren Forschungen vorbehalten bleiben. Sicher aber ist, dass diese Siedlung, in der Heinrich der Löwe 1163 für die Stadt Lübeck das „Artlenburger Privileg“ mit schwedischen Kaufleuten aus Gotland aushandelte und somit den Grundstein für die spätere Hanse legte, von größerer Bedeutung war als bisher angenommen.

_in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg_


April Seitenanfang

16. April 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
David Hockney - Der künstler als Forscher

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Seit Jahrzehnten begeistert David Hockney ein großes internationales Kunstpublikum. Im Wechsel von Aquarellfarbe und Skizzenbuch zu digitaler Zeichnung auf dem Tablet, Ölmalerei auf Leinwand zu fotokopierten Bildern auf Papier wendet der Künstler alle möglichen verfügbaren Techniken an und erzielt mit ihnen verblüffende Ergebnisse. Den Zusammenhang zwischen künstlerischen Leistungen und technischen Hilfsmitteln hat Hockney in seinem Buch „Geheimes Wissen – Verlorene Techniken der Alten Meister wiederentdeckt“ auch aus kunstgeschichtlicher Perspektive dargelegt und mit seinen Thesen zum Thema bis heute andauernde Kontroversen ausgelöst.

21. April 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Frriedrich Wilhelm IV., Der Romantiker auf den Thron und seine Kritikerin Bettina von Arnim

Referent: Dr. Kathrin Schersahl, Historikerin, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) war ein ausgesprochen kunstsinniger Monarch, politisch aber rückwärtsgewandt, träumte er doch von einer Erneuerung des mittelalterlichen Heiligen Römischen Reiches und einer christlich geprägten Ständeordnung. Auf die in Zeiten der beginnenden Industrialisierung zunehmenden sozialen Verwerfungen hatte er keine Antwort. Anders Bettine von Arnim (1785-1859), die erst als Fünfzigjährige ihre – ausgesprochen erfolgreiche - Laufbahn als Schriftstellerin begann: Mutig wagte sie es, den Monarchen auf die sozialen Missstände hinzuweisen und votierte für eine „soziale Monarchie“.

23. April 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Impressionen zur Geschichte und Geographie vom südlichen Hessen

Referent: Dr. Werner Budesheim

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Südhessen hat aufgrund seiner geographischen Orientierung auf Main und Rhein, seiner fruchtbaren Böden in der Wetterau und seines eher heiteren Klimas im Unterschied zu Nordhessen, das mit seinen Flüssen auf die Weser und damit auf den Norden orientiert ist, schon
immer eine bedeutendere Rolle gespielt. Das Einfallstor der Römer war Mainz, die sich in langen Kriegen gegen die Chatten die Wetterau einverleibten und sie kolonisierten. Wiesbaden war schon damals Badeort (Aquae Mattiacorum), am Frankfurter Domhügel befand sich ein römisches Castell, das später zu einem fränkischen Königshof wurde. Frankfurt stieg auf zur Freien Reichsstadt. In seinem Dom wurden die deutschen Könige und Kaiser vom Erzbischof von Mainz gekrönt.
Es sollen die drei genannten Städte in ihrer Geschichte, ihrer Gegenwart und in ihrer räumlichen Einbindung vorgestellt werden.
Der Vortrag dient auch der Vorbereitung auf die Exkursion in den genannten Raum vom 15.–21. Juni.

28. April 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
Waale, Wühre, Wässerwiesen - Wie kommt das Wasser dahin, wo man es braucht?

Referent: Dr. Angelika Halama, Geographin, Buxtehude

Krügersches Haus, Bergedorfer Straße 28, Geesthacht🗺️

Menschen, die im Einwirkungsbereich der Gezeiten wohnen, müssen sich Gedanken darüber machen, wie man Wasser fernhält oder ableitet. Im südlichen Bereich der Alpen aber hat man sich schon früh darum gemüht, die niedrigen Niederschlagsmengen durch Wasser von Gletschern und Firnfeldern zu ergänzen, um damit Felder und Wiesen zu bewässern. So entstanden in Südtirol die Waale, im Wallis die Suonen. Im südlichen Schwarzwald sind die Bäche tief eingeschnitten und können daher kaum nutzbar gemacht werden. Hier wurden schon vor Jahrhunderten die Wühre angelegt, um in den Dörfern die Wasserkraft für Mühlen und Sägen, aber auch zum Bewässern zu nutzen. Dass das Bewässern der Wiesen die Erträge steigert, hatte man früh erkannt. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in Suderburg in der Lüneburger Heide wie auch in Siegburg im Siegerland Wiesenbauschulen, deren Absolventen auch außerhalb Deutschlands Wässerwiesen anlegten. Der Vortrag beschränkt sich auf Beispiele in Europa.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)


Mai Seitenanfang

5. Mai 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Wie die westliche Musik nach China kam

Referent: Prof. FranK Böhme

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Mit den jesuitischen Expansionsbestrebungen an der Wende des 16. zum 17. Jahrhunderts kam auch das erste Klavichord nach China. Damit begann eine beispiellose Entwicklung der westlichen Musik in Asien.
Aber auch im Westen haben die asiatischen Musiker*Innen mittlerweile einen festen Platz. Der Vortrag zeigt, wie China schon seit dem Beginn seiner Geschichte einen sehr eigenen Weg bei der Aneignung des für es Fremden gegangen ist.

12. Mai 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Superbomben, seltsame Doktoren und Sacharows. Der Beginn des Thermonuklearen Zeitalters _1945 - 1952_

Referent: Dipl.- Phys. Carsten Busch

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Auf den Abwurf zweier „Atombomben“ folgte die Entwicklung der „Wasserstoffbombe“, einer Waffe mit einer etwa tausendmal größeren Zerstörungskraft. Sie erfahren vom Bau der sowjetischen Bombe, bei der Spionage eine große Rolle spielte. Dabei begegnen uns vielschichtige Protagonisten wie der spätere Dissident und Friedensnobelpreisträger Sacharow, aber auch die amerikanischen Vorbilder für „Dr. Seltsam“. Einer dieser seltsamen Doktoren war Edward Teller, „der Vater“ der amerikanischen H-Bombe. Er verkündete die Geburt seines geistigen Kindes und die Auslöschung einer pazifischen Insel mit den Worten „It`s a boy“. - Diese erste thermonukleare Bombe war eher eine gigantische Experimentieran-ordnung als eine militärisch einsetzbare Waffe. Jedoch demonstrierte „Mike“, dass die Rechenoperationen in den Röhren der ersten Computer die physikalische Wirklichkeit gut widerspiegelten: Das Feuer der Sterne ließ sich auch auf der Erde entzünden. Die zum Verständnis benötigte Physik wird allgemeinverständlich erklärt.

19. Mai 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Johann Georg Repsold (1770-1830) - Gründer der Hamburger Sternwarte, Zeitbestimmung und astronomische Instrumente

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Johann Georg Repsold erhielt seine Ausbildung in Deichbau, Feinmechanik und Vermessungstechnik beim Wasserbauingenieur Reinhard Woltmann _1757-1837_ in Cuxhaven-Ritzebüttel. 1796 wurde er zum Wassertechniker bei der Elbdeputation ernannt und 1798 zum Spritzenmeister und später zum Oberspritzenmeister des gesamten Hamburger Löschwesens. 1799 gründete er eine Werkstatt für astronomische Instrumente am Herrengraben, deren Präzisionsinstrumente zu den besten der damaligen Zeit zählten. - 1802 errichtete er seine erste Sternwarte auf der Bastion Albertus, heute Stintfang _Jugendherberge_. In diesem Zusammenhang entwickelte er das erste Meridianinstrument in Deutschland. Er stellte ferner - im Rahmen der Kooperation mit Schumachers Vermessung von Dänemark, Hamburg und des Königreichs Hannover _Carl Friedrich Gauß_ - Messapparate her. Nachdem 1812 seine Sternwarte in der Napoleonischen Zeit abgerissen werden musste, dauerte es bis 1825, als seine neue Sternwarte mit Navigationsschule auf der Bastion Henricus beim Millerntor erbaut werden konnte.
Diese Sternwarte wurde nach Repsolds Tod ein Staatsinstitut, geleitet von Christian Ludwig Rümker, der vorher Astronom in Paramatta bei Sydney war. Es entstanden nicht nur bedeutende Sternkataloge, sondern er unterrichtete auch an der Navigationsschule. Seine Gemahlin Mary Hannah Rümker, geb. Crockford, entdeckte 1847 sogar einen Kometen. Sein Sohn George Rümker folgte ihm als Direktor bis 1900. Zur Verbesserung der instrumentellen Ausstattung wurde 1867 das 26cm Äquatorial angeschafft. Er engagierte sich besonders für Navigation. Johann Georg Repsold hatte die Grundlage für die Hamburger Sternwarte gelegt, die 1906/12 in Bergedorf neu errichtet wurde.
Die Firma wurde unter dem Namen Adolf & Georg Repsold und später als A. Repsold & Söhne bis 1919 weitergeführt und lieferte astronomische Instrumente an Sternwarten in aller Welt - ein Global Player.

23. Mai 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IIIBuchungscode -TE-BL a
Zu Steinzeitgräbern und ins Steinzeitdorf Dithmarschen nach Albersdorf

Referent: Manfred Blödorn, Fernsehredakteur i. R., Reinbek

Albersdorf🗺️

Zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Albersdorf liegt ein Museum der ganz besonderen Art: Das Steinzeitdorf Dithmarschen. Auf einer Fläche von 40 Hektar ist seit 1997 in Zusammenarbeit mit Experten der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel und des Archäologischen Landesamtes in Schleswig versucht worden, jene Landschaft nachzubilden, wie sie dort in der Jungsteinzeit (ca. 5.000 bis ca.1.800 vor Christi Geburt) ausgesehen haben mag. In 14 Stationen wird das Leben der einst aus Anatolien eingewanderten ersten Ackerbauern und Viehzüchter gezeigt. In original nachgebauten Häusern und auf den Feldern wird den Betrachtern vorgeführt, wie die Menschen damals lebten und wie sie sich ernährten. Höhepunkt ist ein nachgebautes und begehbares Steinzeit- oder Großsteingrab. - Zwei Mitarbeiter des Steinzeitdorfes führen uns ab etwa 10.00 Uhr in etwa zwei Stunden in getrennten Gruppen auf einem Rundwanderweg über das Gelände und geben sachkundige Auskunft, auch über die Tier- und Pflanzenwelt.
Gegen 12.30 Uhr ist eine Mittagspause in Albersdorf vorgesehen. Wer nicht zu Mittag essen möchte, kann auf eigene Kosten im Ortszentrum direkt am Bahnhof das kleine Museum über die Geschichte Dithmarschens von der Eiszeit bis zu den mittelalterlichen Burganlangen besuchen. - Ab 14.30 Uhr besuchen wir noch zwei gut erhaltene Großsteingräber in der Umgebung von Albersdorf „in situ“. Über dem Ganggrab von Bunsoh, das über Jahrhunderte hinweg mehrfach belegt wurde, liegt ein Deckstein, der wohl auch noch in der Bronzezeit als mythischer Schalenstein diente. Die Bedeutungen der 300 eingetieften Schälchen, die eines Radkreuzes, von stilisierten menschlichen Händen und eines Fußabdrucks sind nach wie vor nicht eindeutig geklärt. Das zweite Grab ist ein Einzelgrab (Dolmen) und steht von Linden umsäumt in der Stadt selbst. Erst vor wenigen Jahren wurde es akribisch nachuntersucht. Dabei ergab sich, dass es im Laufe der Jahrhunderte zweimal belegt wurde. Der Deckstein des „Brutkamp“ wiegt etwa 23 Tonnen. Dieser Stein ziert das Wappen von Albersdorf.
Kosten: 45,-- Euro für Mitglieder; 55,-- Euro für Gäste (einschließlich Eintritt in das Steinzeitdorf)
Abfahrten:
8.00 Uhr ab Schwarzenbek Bushaltestelle Königsberger Allee an der B 207
8.20 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle
Am Grotensahl an der B 207
8.30 Uhr ab Bergedorf S-Bahnhof, Bushaltestelle vor
dem Parkhaus an der B 5 / Weidenbaumsweg
Rückkehr: an Bergedorf gegen 18.45 Uhr, an Reinbek gegen. 19.00 Uhr, an Schwarzenbek gegen 19.30 Uhr

28. Mai 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
Archäologie und Handwerk an der Burg Linau im Kreis Herzogtum Lauenburg

Referent: Dipl.-Pähist. Ecke Siegloff, Arch. Landesamt S-H

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Im Süden und Osten Schleswig-Holsteins ist sie als „Raubritterburg von Linau“ bekannt. Im 14. Jahrhundert überfielen von hier aus die Ritter von Scharpenberg die mit wertvollen Waren beladenen Wagen, die auf der Landstraße von Hamburg nach Lübeck - oder umgekehrt - unterwegs waren und forderten „Wegezoll“. Auch Händler und andere Reisende waren an der Passage durch das feuchte Niederungsgebiet der Bille-Quelle vor Nachstellungen nicht sicher. In den Annalen steht, dass sich die Scharpenbergs am 23. September 1349 dann doch dem gemeinsamen 2.500 Mann starken Söldnerheer aus Hamburg, Lübeck und Holstein ergeben mussten. Der Wehrturm und die bis zu zwei Meter dicken Außenmauern der Burganlage wurden abgebrochen. Die Turmhügelburg zerfiel, wurde 1980 aber unter Denkmalschutz gestellt.
Der Verein zur Erhaltung der Ruine „Linowe“, das Bundesamt für Kultur und Medien, die Gemeinde Linau und die Aktivregion Nord zapften die Spendentöpfe an. Als die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2013 fehlende Mittel in Höhe von 100.00 Euro zur Sicherung der Fundamente und für die Errichtung eines Schutzmauerwerks zur Verfügung stellte, kam Bewegung in die Sache. Das Archäologische Landesamt in Schleswig suchte nach Möglichkeiten, die Burganlage aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Der Diplom-Prähistoriker Eicke Siegloff, Abteilungsleiter des Archäologischen Landesamtes für Denkmalschutz, übernahm die Koordination der Ausgrabung.
Die Überraschung war groß, als man in der auf drei Hügelkuppen erbauten Burganlage einen Ziegelbrennofen entdeckte, der noch vor 150 bis 200 Jahren in Betrieb gewesen sein muss.


Juni Seitenanfang

9. Juni 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Das Musiktheater in Ostasien

Referent: Prof. FranK Böhme, Hochschule für Musik und Theater, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Für die Rezeption asiatischer Formen des Musiktheaters gibt es in Europa keine vergleichbaren Vorbilder. Klang, Kostüme, Lautstärke, Dramaturgie, Instrumente, und Gesangstechniken unterscheiden sich grundlegend von denen westlicher Formen. Unvorbereitete Besucher verlassen oft irritiert das Theater. Ein unvoreingenommenes Hören jedoch eröffnet ein faszinierendes Panorama ungewöhnlicher Zusammenhänge.
Der Vortrag widmet sich der chinesischen Beijing-Oper, dem koreanischen Pansori und den japanischen Theaterformen Kabuki und NO.

16. Juni 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Die Cueva de Los Azuales und de Coimbre - zwei steinzeitliche Hölen in Asturien

Referent: Dipl-Ing. Carlos Acevedo und Prof. Dr. Thomas Schramm

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Mit Studierenden der HafenCity Universität Hamburg und der Universidad Politécnica de Madrid wurde die Cueva de Los Azules mit ihren mindestens 12.000 Jahre alten Knochenfunden und der Cueva de Coimbre mit ihren Felsmalereien, Gravuren und Siedlungsresten mit modernen Vermessungsmethoden dokumentiert.
Wir stellen die wissenschaftlichen, archäologischen Fakten und Vermutungen vor und zeigen wie wir mit Drohnen und Laserscannern den Geheimissen der Höhle auf die Spur kommen.


August Seitenanfang

27. August 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Schiffbruch - reale und imaginäre Untergänge

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann, Kunsthistorikerin Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Die Darstellung des Schiffbruchs hat eine lange Tradition. Zunächst christlich motiviert, wird das Unglück auf See später Gegenstand ästhetischer Debatten, aber auch als Gleichnis des menschlichen Daseins begriffen. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts kommt es zu Schilderungen tatsächlicher Katastrophen auf dem Meer, bis schließlich der Untergang der „Titanic” in der Wahrnehmung der Zeitgenossen auch das Ende einer Ära markiert.
Ein Gang durch die Jahrhunderte zeigt, wie das Motiv jeweils mit unterschiedlichen Zuweisungen aufgeladen wird.


September Seitenanfang

3. September 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IV
Vaux, Versailles und die Folgen: Vom __Schlossfieber__ der europäischen Fürsten

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistpriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Nach sieben Jahren Bauzeit soll im Herbst 2020 das rekonstruierte Berliner Stadtschloss als Sitz des Humboldtforums eröffnen. Während Friedrich der Große den Neubau des Schlosses zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Verschwendungstat seines Großvaters verkannte, stufte der Bauherr Friedrich I. sein Vorgehen als notwendige Herrschaftsgeste ein: „Nicht aus Lust, sondern aus Necessität“ habe er das neue Stadtschloss bei Andreas Schlüter in Auftrag gegeben. Sein Handeln entsprach dem europäischen Zeitgeist: Wer in der Welt der barocken Fürsten und ihrer Höfe etwas gelten wollte, der brauchte ein Schloss – als Bühne und Kulisse der Inszenierung seiner Macht. Und so schüttelte Europas Fürsten um 1700 ein „Schlossfieber“, dessen „Infektionsherde“ vor den Toren von Paris standen – in Vaux und Versailles.

_in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg_

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg))

10. September 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
Die Sintflut - Ein Mythos der Menschheit

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin. Lauenburg

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10🗺️

Flutkatastrophen üben bis zum heutigen Tag eine unheimliche Faszination auf die Menschen aus. Der Grund ist darin zu suchen, dass Mythen von einer allumfassenden Überschwemmung zur Strafe für Sünde und Aufbegehren der Menschen gegen die göttliche Ordnung zum Grundbestand der Mythologie der altorientalischen und europäischen Völker gehören. Die uns vertraute Erzählung von der Sintflut in der Bibel begegnet uns auch an vielen anderen Stellen in der altorientalischen und klassischen antiken Literatur. Von diesen Werken ausgehend, erfuhr das Thema über Jahrhunderte – oftmals beflügelt von realen Flutkatastrophen – immer wieder eine neue Rezeption. Hierzu gehören unter anderem der Atlantis-Mythos von Platon oder die Erzählungen von Rungholt und Vineta. In diesem Vortrag werden die Sintflutmythen des Altertums vorgestellt und in ihrem zeitgenössischen Kontext erläutert. Der zweite Teil ist der Wirkungsgeschichte des Sintflut-Mythos‘ gewidmet, die bis zum heutigen Tag andauert und angesichts der Erwartungen eines ansteigenden Meeresspiegels an Aktualität gewinnt.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)


Oktober Seitenanfang

20. Oktober 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
Kenia - ein Land der Gegensätze

Referent: Prof. Dr. Martin Pries

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

In Kenia ist die Digitalisierung schon weiter fortgeschritten als in Deutschland. Bezahlen mit dem Smartphone ist gelebter Alltag. Kisumu ist der größte städtische Slum in Kenia, mit unvorstellbar schlechten Lebensbedingungen. Noch immer werden in Kenia minderjährige Mädchen trotz Verbot als Bräute verkauft. Im Norden und Süden gibt es ländliche Regionen mit bitterer Armut. In der landwirtschaftlichen Intensivregion um Naivasha werden Rosen u. a. für den deutschen Markt angebaut, inzwischen auch mit dem Fairtrade-Siegel.
Der Vortrag will versuchen, mit einem kritischen Blick den Facettenreichtum des Landes aufzuzeigen. Geschildert werden die Eindrücke, die auf einer Exkursion 2020 gesammelt wurden. Themen waren Entwicklungsprojekte, Nationalparks, Rosenfarmen, Goldminen, große Städte und kleine Dörfer. Gesprochen haben wir mit vielen Kenianern, aber auch mit Ausländern, die in Kenia leben, die das Bild von Kenia als Land der Gegensätze vervollständigten.

22. Oktober 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Ist die Welt noch zu retten?

Referent: Prof. Dr. Carsten Niemitz, URANIA Berlin

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Endlich sind die drängenden Umweltprobleme der Welt im öffentlichen Bewusstsein und allmählich auch in der Politik angekommen: Klimawandel, Artensterben, Vermüllung der Meere. Leicht verständlich klärt der Vortrag über die aktuell wichtigen ökologischen Fragen und deren Vernetzung auf, wobei auch Bevölkerungswachstum, bedeutsame Themen der Ernährung und Plastik in der Umwelt behandelt werden. Hier sind alle Menschen angesprochen, denen die Umwelt und die Zukunft unserer Kinder nicht egal sind.

_in Zusammenarbeit mit den NABU Büchen_


November Seitenanfang

10. November 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VII
Die Verweigerung der Moderne: Die Amisch

Referent: Prof. Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg🗺️

Die Amischen oder Amisch sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, deren Bezeichnung sich vom Namen ihres Begründers Jakob Ammann (1644–1730) ableitet und die ihre Wurzeln in der reformatorischen Täuferbewegung Mitteleuropas, vor allem der Schweiz und Süddeutschlands hat. Vom Hauptstrom der Täufer, den Mennoniten, trennten sich die Amisch Ende des 17. Jahrhunderts. Der Vortrag wird neben der Geschichte der Amisch auch ihren jetzigen Status in den USA bzw. in Kanada beleuchten und hinterfragen, inwiefern ein Leben, welches versucht, sich konsequent den Herausforderungen der Moderne zu entziehen, auf Dauer möglich ist.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

18. November 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
Umweltfreundlich Saubermachen und Wäschewaschen

Referent: Dipl.-Oecotrophologin Renate Frank, Roseburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D🗺️

Die Referentin weist auf die zahlreichen chemischen Substanzen hin, die sich in Reinigungs- und Waschmitteln befinden und die sowohl unsere Gesundheit als auch unsere Umwelt beeinträchtigen. Es wird gezeigt, was jeder Einzelne tun kann, um den eigenen Haushalt zu „entgiften“ und damit dazu beizutragen, die Umwelt zu entlasten und auf diese Weise auch die gesundheitlichen Belastungen durch Chemie im Haushalt zu reduzieren.

19. November 2020 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Der Weltwissenschaftler Alexander von Humboldt und sein Kosmos

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschichte der Naturwissenschaften, Univeristät Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Die fünf Bände von Humboldts „Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung" erschienen 1845 bis 1862, ein eindrucksvolles interdisziplinäres Werk. Geplant war eine Darstellung der Natur von einem uranologischen Teil (der Lehre von den Sternen), ausgehend von den Sternen und Nebeln, zu einem tellurischen Teil "der Lehre von Gestalt und Leben der Erde"; es beginnt mit „den Sternen, die in den entferntesten Theilen des Weltraumes zwischen Nebelflecken aufglimmen und steigt durch unser Planetensystem bis zur irdischen Pflanzendecke und zu den kleinsten, oft von der Luft getragenen, dem unbewaffneten Auge verborgenen Organismen herab."_
Im Vortrag wird ein Überblick von Humboldts astronomischem Wissen im Kontext der Zeit gegeben. Es sollen aber auch seine umfassenden Erkenntnisse in den Bereichen der Biologie, Chemie, Physik und besonders Geowissenschaften (Geologie, Bergbau, Mineralogie, Vulkanologie, Geographie, Meteorologie, Ozeanographie, Navigation) einschließlich seiner Messinstrumente für die Expeditionen nach Lateinamerika, USA und Zentralasien thematisiert werden. Schließlich sind Humboldts Bestrebungen bemerkenswert, seine Forschungen einem breiten Publikum populärwissenschaftlich verständlich zu machen, vgl. seine sehr gut besuchten Vorträge in der Singakademie (1827/28).

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