Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur e.V.  

Abendvorträge 2017

Anzeige von 24 Terminen im Zeitraum vom 24.04.2017 bis 23.04.2018.
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  Programm 2017
24.04.2017 bis 23.04.2018
 
   
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April Seitenanfang

25. April 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
GUSTAV OELSNER UND FRITZ SCHUMACHER: (VOR-)KÄMPFER FÜR EINE GRÜNE UND SOZIALE STADT

Referent: Dr. Katrin Schmersahl, Historikerin, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Kaum jemand hat das heutige Stadtbild Hamburgs so nachhaltig geprägt wie der Architekt und Städteplaner Fritz Schumacher. Jeder kennt seine Gebäude, darunter das Finanzgebäude am Gänsemarkt, die Davidwache, das Hamburg Museum und unzählige Schulen. Wenig bekannt ist dagegen sein Mitstreiter in Altona: Gustav Oelsner. Wie auch Schuhmacher, mit dem Gustav Oelsner zukunftsweisend zusammenarbeitet (bis 1937 sind Hamburg und Altona zwei eigenständige Städte), gehört Oelsner zu den herausragenden Architekten der Moderne: Er verband die zeitgenössische Bauästhetik mit dem nordischen Backsteinbau. Als Altonaer Stadtbaurat hat Oelsner wesentlich dazu beigetragen, Altona moderner und sozial gerechter zu gestalten. Oelsner beabsichtigte - wie auch Schumacher - die im Zuge der Industrialisierung entstandenen negativen Auswirkungen der städtischen Verdichtung durch eine gezielte Siedlungs- und soziale Grünpolitik zu korrigieren. Die Freundschaft zwischen Schumacher und Oelsner, ein anrührendes Dokument moderner Zeitgeschichte, bewährte sich auch in den Tagen des Exils und der Not im Krieg.


Mai Seitenanfang

4. Mai 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
SÜDTIROL – LAND ZWISCHEN DEN KULTUREN

Referent: Dr. Werner Budesheim, Germanist und Geograph

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Südtirol ist ein paradiesischer Flecken auf dieser Erde. Begünstigt von südlicher Sonne, umrahmt von hohen Bergen, erfüllt mit reicher Kultur. Dennoch, in seiner Grenzsituation zur romanischen Welt war und ist es immer von Spannungen geladen.
Der Vortrag bereitet auf die mehrtägige Exkursion „Südtirol im Spannungsfeld zwischen der germanischen und der romanischen Welt“ vom 10. – 17. Juli vor (s. Mehrtägige Exkursionen), ist aber auch offen für alle Interessierten.
Der angesprochene Raum soll in seiner kulturellen Vielfalt und in seiner landschaftlichen Schönheit vorgestellt werden.


Juni Seitenanfang

1. Juni 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE GESCHICHTE DER DOKUMENTA

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

In diesem Sommer findet in Kassel wieder die documenta statt, die als eine der wichtigsten Kunstausstellungen im internationalen Kunstgeschehen gilt. Der Vortrag stellt die Geschichte der documenta vor, die anfangs noch - im Jahr 1955 - das Begleitprogramm zur Bundesgartenschau war. Der Vortrag stellt den Begründer der documenta und die wichtigsten Werke und Ereignisse der Vergangenheit vor und gibt eine kurze Vorschau auf die diesjährige documenta.

7. Juni 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
LUTHER UND DIE DEUTSCHE LANDESHERRLICHKEIT - BÜNDNIS VON THRON UND ALTAR

Referent: Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée, Politologe, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Evangelische Landeskirchen und Landesuniversitäten stärkten den Föderalismus gegen Kaiser Karl V., der entschlossen war, die Protestanten als Ketzer mithilfe der spanischen Infanteria zu vernichten (Karl war auch König Carlos I. von Spanien). Gegen Rezentralisierung und Rekatholisierung setzte Luther das Summepiskopat (oberste Bischofsamt) der Fürsten in den neuen Landeskirchen (währte bis 1918). In der Protestation von 1529 (5 Fürsten und 14 Freie Reichsstädte) gewann die Reformation Stabilität.

8. Juni 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE GOLDENEN ZWANZIGER JAHRE Waren sie golden, oder waren sie aus den Fugen?

Referent: Ulrike Budesheim, Germanistin, Reinbek

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Gottfried Benn meinte: „Überhaupt die Jahre von 1912 bis 1933 waren Deutschlands und Berlins wunderbarste, ich möchte sagen: Pariser Jahre, so voll von Talenten und so voll von Kunst. Wird nie wieder kommen.“
So urteilte er in den Briefen aus den Jahren 1951 und 1955 über die Literatur und Kultur der „Zwanziger Jahre“, deren Zusammenhang mit dem Umbruch der Jahrhundertwende er zugleich betont. Ob er seine Zeit überschätzt oder ob dieses Urteil den wahren Sachverhalt wiedergibt, soll untersucht werden. Dabei soll das Schillernde der Zeit, das Lebensfreudige, aber auch das Beunruhigende und Fragwürdige der Kultur an Beispielen aus der Literatur – Erich Kästner, Kurt Tucholsky z.B. – erläutert werden.

17. Juni 2017 09:00 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I-BUb
BÜCHEN - EIN BESONDERER ORT IM LAUENBURGISCHEN - ein Spaziergang durch die Geographie, Geschichte und Gegenwart von Büchen -

Referent: Dr. Werner Budesheim, Germanist und Geograph

Büchen gehört zur der „2. Generation“ der neu gegründeten Kirchspiele (zw. 1194 und 1230). Im Ratzeburger Zehntregister von 1230 ist es mit 18 Hufen benannt, wobei es sich aber um die kleine Hufe von 6,65 ha handelt. Zum Kirchspiel gehörten ursprünglich nur zwei weitere Dörfer (Bröthen und Fitzen). Pötrau kam später dazu.
Von dem von Lüneburg nach Lübeck führenden Handelsweg (via regia) gab es bei Pötrau über die Delvenauniederung eine Abzweigung nach Osten. Diesen Weg benutzte Heinrich der Löwe im Jahre 1147 auf seinem „Wendenkreuzzug“ (Übernachtung in Pötrau – heute Ortsteil von Büchen).
Die Büchener Kirche ist wegen ihrer reichen Ausmalung bei Kunsthistorikern weit bekannt. Wir werden uns einen Eindruck verschaffen.
Der lebendigste Ort in Büchen ist heutzutage der Bahnhof. Hier kreuzen sich die Bahnlinien Lüneburg – Lübeck und Hamburg – Berlin.
An der ehemaligen Wassermühle an der Steinau (Nebenfluss der Delvenau) sprechen wir über die dort in den letzten Jahren eigebauten „Fischtreppen“.
Am Abschluss des Vormittags besuchen wir zwei Künstlerateliers.
Treffpunkt ist um 09.00 Uhr die Kirche in Alt-Büchen,
Ende des Rundgangs ist gegen 12.00 Uhr.

Die Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung wird erbeten.

20. Juni 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
KLIMA-CHECK: Ist Ihr Haus und Grundstück auch zukünftig vor Stark¬regen geschützt und an höhere Temperaturen angepasst?

Referent: Prof. Dr. Ing. Wolfgang Dickhaut, HafenCity Universität Hamburg, Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Hamburg und auch das Umland muss sich im Zuge des Klimawandels an vermehrte Starkregen und erhöhte Temperaturen im Sommer anpassen. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Sie in die fachlichen Grundlagen zu dem Thema für Hamburg eingeführt. Es wird anhand von Fachdaten dargestellt, welche Problematik sich derzeit stellt. Die HCU hat eine Checkliste erarbeitet, auf deren Basis Sie beginnen können, abzuschätzen, ob Ihr Haus und Grundstück von den Klimafolgen betroffen ist. Kann es z.B. in Ihrem Gebäude bei Starkregen zu Überflutungen im Keller, in der Tiefgarage oder im Erdgeschoss kommen? Oder heizen sich Ihr Gebäude oder einzelne Räume während der Sommermonate stark auf? Sie haben die Möglichkeit zu diskutieren, welche Maßnahmen geeignet sind, Ihr Haus oder Grundstück vor Überflutungen oder Hitze zu schützen bzw. daran anzupassen.

Die Veranstaltung wird auf Basis von der aktuellen Forschungsprojekte KLIQ (Klimafolgenanpassung innerstädtischer hochverdichteter Quartiere in Hamburg; Förderung: BUE Hamburg), SIK (Stadtbäume im Klimawandel; Förderung: BMUB) sowie Gründachstrategie Hamburg (Förderung: BMUB) durchgeführt.

22. Juni 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
„WENTORF“ – BEVOR ES WENTORF GAB?

Referent: Dr. Werner Budesheim, Germanist und Geograph

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Die Geschichte eines Ortes beginnt mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung, was nicht bedeuten muss, dass es ihn vorher nicht gab. Es geht hier also um „vorgeschichtliche“ Aspekte, die im Zusammenhang des Raumes betrachtet und bewertet werden sollen.
Hierzu gehören natürlich die Gegebenheiten der geologischen Voraussetzungen, der Bodenbeschaffenheit, der Gewässerstrukturen und vor allem des archäologischen Befundes. So lassen sich vielleicht in der Zusammensicht verschiedener Aspekte Schlüsse auf die vorgeschichtliche Nutzung eines Raumes oder gar eines Ortes in der Ergänzung durch frühestes Kartenmaterialen ziehen.


Juli Seitenanfang

7. Juli 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
LUTHER UND DIE DEUTSCHE LANDESHERRLICHKEIT - BÜNDNIS VON THRON UND ALTAR

Referent: Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée, Politologe, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Evangelische Landeskirchen und Landesuniversitäten stärkten den Föderalismus gegen Kaiser Karl V., der entschlossen war, die Protestanten als Ketzer mithilfe der spanischen Infanteria zu vernichten (Karl war auch König Carlos I. von Spanien). Gegen Rezentralisierung und Rekatholisierung setzte Luther das Summepiskopat (oberste Bischofsamt) der Fürsten in den neuen Landeskirchen (währte bis 1918). In der Protestation von 1529 (5 Fürsten und 14 Freie Reichsstädte) gewann die Reformation Stabilität.


September Seitenanfang

1. September 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
WEINDEUTSCHLAND (2000 +) BIERDEUTSCHLAND (1200 +) SCHNAPSDEUTSCHLAND (750 +)

Referent: Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée, Politologe, Kiel

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Durch Römerlimes an Rhein und Donau sowie durch den Limes Saxoniae Karls des Großen ist Deutschland in drei kulturgeschichtliche Bereiche gegliedert:
Das röm. Germanien an Rhein und Mosel, an Lech und Donau mit seinen Römerstädten von Utrecht und Xanten über Koblenz und Köln bis Augsburg, Regensburg und Passau.
Das karolingische Deutschland des Sachsenkreuzzuges Karls des Großen mit seinen neun Domstädten Münster und Osnabrück, Paderborn und Minden, Verden und Bremen sowie Hamburg, Hildesheim und Halberstadt (dazu die merowingischen Domstädte wie Würzburg, Eichstätt, Fulda und Erfurt).
Das nordostelbische Kolonialdeutschland der Ostkolonisation von Lübeck ausgehend.
Die Stadt war stets Motor der Modernisierung und der individuellen Emanzipation (Stadtluft macht frei).

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek )

12. September 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
DAS „AUGE“ NAPOLEONS: DOMINIQUE VIVANT DENON

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Kunsthistoriker, Kiel

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Heute kaum mehr bekannt, gehörte der Franzose Dominique Vivant Denon zu den schillerndsten europäischen Persönlichkeiten Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Er war Diplomat, Kunstexperte und Sammler und wurde 1802 von Napoleon zum ersten Direktor des Museums im Pariser Louvre, dem einstigen Stadtschloss der Bourbonen, bestellt. Als „Auge Napoleons“ stand er jenen Kunstkommissaren vor, die auf Napoleons Eroberungszügen durch Europa Kunstwerke konfiszierten und dann dem Bestand des Louvre zuführten. Manche Zeitgenossen, wie der Berliner Bildhauer Johann Gottfried Schadow bewunderten seinen unbestechlichen Blick, andere verachteten ihn als den größten Kunsträuber aller Zeiten. Der Vortrag porträtiert das bewegte Leben Denons vor dem Hintergrund einer ebenso bewegten Zeit.

19. September 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
LEBENSRAUM STADT: STADTKULTUREN VON DEN SUMERERN BIS ZUM RÖMISCHEN REICH

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin, Lauenburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Über Jahrtausende führten die Menschen ein nicht sesshaftes Dasein als Jäger und Sammler. Erst in der Jungsteinzeit ließen Gruppen von Menschen sich dauerhaft an einem festen Platz nieder. In diese Zeit fällt die Entstehung einer Lebensform der Stadt. Von der beschaulichen Kleinstadt bis zur unüberschaubaren Mega-City mit vielen Millionen Einwohnern reicht heute das Erscheinungsbild der Stadt. Dieser Vortrag widmet sich der Entstehung der frühen Städte. Thematisiert werden unter anderem die Voraussetzungen für die Bildung von Stadtkulturen, die Definition des Stadtbegriffes, das soziale und rechtliche Gefüge der Stadtgesellschaft sowie städtebauliche Aspekte. Dabei wird ein Bogen über die Entstehung der Stadt im Altertum bis zum Römischen Reich gespannt.

23. September 2017 08:00 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I-KE/BL
STADE UND GROß THUN – DIE GESCHICHTE EINER STADT UND EINER SÄCHSISCHEN WALLANLAGE AUS DEM 7. JAHRHUNDERT

Referent: Manfred Blödorn und Dr. Andreas Schäfer

Bergedorf S-Bahnhof

Die Hansestadt Stade an der Mündung der Schwinge in die Elbe zählt zu den ältesten Städten in Nordeuropa. Die in den letzten Jahrzehnten liebevoll restaurierten rund um den Spiegelberg ist vor mehr als 1.000 Jahren gegründet und 994 sogar von den Wikingern überfallen worden. Sie zieht mit ihrem Hafen und dem Museum im Schwedenspeicher Touristen aus aller Welt an. Vor den Toren der Stadt - bei Groß Thun – befindet sich die „Schwedenschanze“, die aber nicht aus der wechselvollen schwedischen Besatzungszeit nach dem Dreißigjährigen Krieg stammt, sondern 1.000 Jahre älter ist. Frühe Sachsen legten die Wallanlage an der Schwinge einst um 670 an. Um 920 wurde sie dann endgültig aufgelassen. – und zur gleichen Zeit entstand vier Kilometer flussabwärts Stade (Stede gleich Anlegestelle oder Lagerplatz).
Der Stadtarchäologe Dr. Andreas Schäfer führt zu den historischen Städten und erzählt von seinen spannenden Ausgrabungen im Stader Hafen, in der Altstadt und in der Schwedenschanze. Dabei erläutert er kenntnisreich die historischen Hintergründe.

8.00 Uhr ab Schwarzenbek
Bushaltestelle Königsberger Allee B 207
8.20 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Am Grotensahl
B 207
8.30 Uhr ab Bergedorf S-Bahnhof, Bushaltestelle vor
dem Parkhaus Ecke Weidenbaumsweg – B 5

Rückfahrt ab Stade gegen 16.30 Uhr, an Bergedorf gegen 18.00 Uhr

Teilnehmerbeitrag: 45,00 € für Mitglieder
55,00 € für Gäste
(alle Eintritte und Führungen sind enthalten, Mittagessen auf eigenen Kosten in Stade)

28. September 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
2017: 500 JAHRE REFORMATION – DIE REFORMATION IM SPIEGEL DER KÜNSTE

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann, Kunsthistorikerin, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Mit Luthers Thesenanschlag 1517 verändert sich auch die Kunst – Lutherbilder werden in Umlauf gebracht und tragen zur Verbreitung der neuen Ideen mit bei. Gleichzeitig endet die kultische Verehrung der Bilder, protestantische Identitäten entwickeln ein verändertes Bildverständnis.


Oktober Seitenanfang

10. Oktober 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
MIT DER DEUTSCHEN BAHN ZU DEN RENTIER-JÄGERN DER SPÄTEN EISZEIT- Neue archäologische Untersuchungen im Trassenbereich der DB-S4 im Ahrensburger Tunneltal, Kr. Stormarn -

Referent: Ingo Clausen, M. A., Archäologisches Landesamt SH., Außenstelle Neumünster

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Die Bahnstrecke von Hamburg nach Lübeck soll erweitert und verbreitert werden. Im Süden Ahrensburgs führt sie direkt an einem hoch sensiblen archäologischen Schutzgebiet von Weltrang vorbei – dem Meiendorfer und Ahrensburger Tunneltal. Hier, wo noch vor 12.000 Jahren eine Seenkette lag und im Frühjahr die nach Norden und im Herbst wieder zurückwandernden Rentier-Herden eine Rast einlegten, entdeckte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts der Autodidakt Alfred Rust die Überreste der berühmten „Ahrensburger Kultur“. Eiszeitliche Jäger, die vermutlich aus dem Süden über die Elbe kamen und den Tieren nachstellten, hinterließen hier bei der Jagd Tausende und Abertausende von handwerklichen Artefakten und Knochen. Der feuchte Untergrund des Stellmoors konservierte sie auf dem Grund der verlandeten Seen bis auf die heutige Zeit – bis zu zehn Knochenfunde pro Quadratmeter. Das Tal – so heißt es – sei „archäologisch kontaminiert“. Ingo Clausen, Leiter der Außenstelle Neumünster des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein, ist ein ausgewiesener Kenner der späten Eiszeit und der Altsteinzeit Nordeuropas und auf seinen Gebiet einer der führenden Experten. 2015 und 2016 untersuchte er mit seinen Teams die von Bahnausbau betroffenen Flächen im Tunneltal, machte zum Teil sensationelle Entdeckungen und zog daraus hoch interessante wissenschaftliche Erkenntnisse. Ahrensburger Bürger denken bereits an ein eigenes Museum – oder zumindest an einen neuen Wander- und Lehrpfad.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek )

26. Oktober 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
COPERNICUS UND DAS WELTBILD IM WANDEL

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Universität Hamburg, Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Copernicus markiert den entscheidenden Wendepunkt in unserer Vorstellung vom Universum. In seinem Werk \"De revolutionibus orbium coelestium\" beschrieb er 1543 erstmals das heliozentrische Weltbild des Sonnensystems, nach dem sich die Erde um die eigene Achse dreht und sich zudem um die Sonne bewegt. Die Antike und das Mittelalter dagegen hatten die Erde im Zentrum des Universums gesehen. Tycho Brahe überwand die aristotelischen Vorstellungen; einen interessanten Kompromiss stellte sein Tychonisches Weltbild dar, das von der Kirche favorisiert wurde. Galileo Galilei engagierte sich für das Copernicanische Weltbild, doch den wirklichen Bruch mit den Vorstellungen der Antike vollzog erst Johannes Kepler mit seiner \"Neuen Astronomie\" im Jahr 1609. Eine physikalische Grundlage für die Bewegung der Planeten um die Sonne - als Gravitationszentrum - schuf erst Isaac Newton 1687. Damit konnte sich die heliozentrische Idee im 18. Jahrhundert durchsetzen und die Copernicanische Revolution war abgeschlossen.


November Seitenanfang

2. November 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
MAX BECKMANN – BLICKE AUF DEN MENSCHEN

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Max Beckmann (1884-1950) hat immer wieder in seinem eigenständigen, expressiven Malstil die Konflikte seiner Zeit, aber auch eine zeitgenössische Deutung mythologischer Themen vorgenommen. Der Mensch mit all den Facetten seiner Existenz steht dabei im Mittelpunkt.
Der Vortrag zeichnet den Lebensweg des Künstlers nach, wobei insbesondere die Zeit des 1. Weltkriegs, die Zeit nach 1933 und die Praktiken der Nationalsozialisten gegenüber Künstlern dargestellt werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

9. November 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
NAMIBIA – EIN LAND MIT GROßARTIGER NATUR UND GEWISSEN UNGEWISSHEITEN

Referent: Prof. Dr. Martin Pries, Leuphana-Universität Lüneburg

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg

Namibias ist einmalig - und leer. Im Vortrag werden einige landschaftliche Besonderheiten erläutert, wobei die Dünen von Sossusvlei, Twyfelfontein oder die Etosha-Pfanne natürlich nicht fehlen dürfen.
Als Deutsch-Südwestafrika hat Namibia zwischen 1884 und 1915 auch eine koloniale Vergangenheit. Ganz aktuell wird die Rolle der deutschen Schutztruppen in ihrem Kampf gegen die Herero und Nama diskutiert. Auch dieses Thema soll angesprochen und Bilder des Kriegsschauplatzes am Waterberg gezeigt werden.
Namibia ist aber auch ein Land, das nicht dem Klischee des unterentwickelten, nicht regierbaren afrikanischen Staates entspricht, sondern präsentiert sich vielschichtig, bunt und auf einem guten Weg.
Der Vortrag ist eine Zusammenfassung der Erfahrungen und Eindrücke von drei Reisen nach Namibia.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

16. November 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
HEUREKA, HORROR, HINTERGRUNDSTRAHLUNG

Referent: Dipl.-Phys. Carsten Busch, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Wussten Sie, dass der Autor Edgar Allan Poe wichtige Ideen der Kosmologie des 20. Jahrhunderts intuitiv vorwegnahm? Und dass ein englischer Horrorfilm aus dem Jahr 1945 die Urheber der sogenannten »Steady-State- Theorie« des Weltalls inspirierte? Wo sich das wahrscheinlich chaotischste Büro des Universums befindet? In den letzten 100 Jahren hat sich das wissenschaftliche Bild des Universums und damit unser Selbstbild mindestens so grundlegend verändert wie infolge der kopernikanischen Revolution. Der Vortragende gibt eine allgemeinverständliche wissenschaftsgeschichtliche Einführung in die spannende Historie der modernen Kosmologie von Einstein bis Gott (*). Neben atemberaubenden Beobachtungen und genialen Theorien werden auch einige damit verbundene bizarre, amüsante sowie interessante Begebenheiten geschildert. Und natürlich wird verraten, wessen Büro 2005 die wenig begehrte Auszeichnung »messiest office« erhielt.

(*): John Richard Gott

22. November 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
GESUNDHEIT AUS DEM WALD

Referent: Dipl.-Oecotrophologin Renate Frank, Roseburg.

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Wälder sind die ältesten Apotheken der Welt. Die Luft in Wäldern ist so staubarm wie sonst nur in großen Höhen oder am Meer. Durch die ätherischen Öle, welche die Pflanzen des Waldes abgeben, ist die Waldluft heilsam für die Atemwege. Außerdem leben zwischen 7000 und 14000 Tier- und zwischen 4000 und 6000 verschiedene Pflanzenarten in deutschen Wäldern. Blüten, Blätter, Wurzeln, Früchte, Rinden und Pilze waren die ersten Arzneimittel des Menschen. Schon Sebastian Kneipp setzte das Lungenkraut bei Lungenkrankheiten ein. Heutzutage hat die Arzneimittelforschung viele neue Anwendungsbereiche für Waldpflanzen gefunden. In dem Vortrag wird gezeigt, wie durch Aufenthalte im Wald und durch Anwendung von Waldprodukten das Wohlbefinden verbessert werden kann. Dabei wird erklärt, worauf beim Waldspaziergang geachtet werden sollte, wo und wie Waldprodukte gefunden, erworben, verarbeitet und richtig eingesetzt werden können.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

23. November 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
HINTERM HORIZONT GEHT’S WEITER Über Schwarze Löcher in Science und Fiction

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität Hamburg - Studiengang Geomatik

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Schwarze Löcher haben seit ihrer theoretischen Vorhersage und aktuell ihrer „Beobachtung“ die Phantasie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch der Autorinnen und Autoren der phantastischen Literatur und nicht zuletzt der Filmschaffenden inspiriert.
Einst ein Kuriosum, trägt heute die Untersuchung der Eigenschaften Schwarzen Löcher zum fundamentalen Verständnis der Natur bei. An ihrem Horizont hört das gesicherte Wissen auf und lässt Raum für physikalische, philosophische aber auch phantastische Spekulationen.
Wir folgen der Entdeckungsgeschichte bis zum aktuellen Stand der Forschung und diskutieren die naive bis physikalisch fundierte Umsetzung im Science Fiction von Disneys „Das Schwarze Loch“ bis Nolans „Interstellar“.

28. November 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
BIOLANDBAU - CHANCEN FÜR DIE VÖGEL?

Referent: Bernd Koop, Dipl.-Biologe, Plön

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Vögel der Agrarlandschaft zeigen europaweit die stärksten Bestandsrückgänge. Großflächig sind konventionell landwirtschaftlich genutzte Landschaften vogelarm oder schon vogelleer, gerade auch in Schleswig-Holstein.
Biolandbau gilt als naturschutzverträgliche Alternative. Auf Hof Ritzerau bei Mölln, Eigentum von Dr. Günter Fielmann, werden in einer langjährigen begleitenden Studie durch die Universität Kiel die Veränderungen durch die Umstellungen auf Biolandbau dokumentiert. Im Vortrag werden die Auswirkungen der Umstellung auf die Brutvögel vorgestellt und die Frage diskutiert, welchen Beitrag Biolandbau zum Schutz der Vogelarten in der Kulturlandschaft leisten kann.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

30. November 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
LEINWANDKULT UM WINNETOU: KARL-MAY-FILME VON DEN 1960er JAHREN BIS HEUTE

Referent: PD Dr. Thomas Kramer, Humboldt-Universität zu Berlin

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Zwischen 1962 und 1968 entstanden 17 Filme nach den Romanen Karl Mays. Es sind vor allem die 11 Streifen nach seinen Wild-West-Stoffen, die diese Filmreihe zur bis dahin erfolgreichsten deutschen Leinwandproduktion werden ließen. Um Weihnachten 2016 nimmt RTL diese Erfolgsgeschichte zum Anlass, um unter Regie von Philipp Stölzl (Goethe! Der Medicus etc.) drei neue Winnetou-Filme zu präsentieren.
Vor diesem Hintergrund lässt die Powerpoint-Präsentation des Germanisten Thomas Kramer die Karl-May-Filme der 1960er Jahre Revue passieren und erläutert an vielen Beispielen die Gründe für den Kultcharakter, den sie bis heute genießen.


Dezember Seitenanfang

5. Dezember 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE HOPI UND DIE ZEIT: ÜBERLEGUNGEN ZU EINEM „VOLK OHNE ZEIT“

Referent: PD Dr. Maria Moss, Leuphana-Universität Lüneburg

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg

Wenn der Amateurlinguist Benjamin Lee Whorf (1897-1941) behauptet, die Sprache der Hopi-Indianer sei eine „Sprache ohne Zeit“, so irrt er nicht nur in entscheidenden Punkten, er weist mit dieser Aussage auch auf eine Besonderheit der Hopi hin, die besonders Albert Einstein faszinierte: die zyklische Zeiteinheit. Der Vortrag wird das Weltbild der Hopi-Indianer, eine der traditionellsten Indianerstämme im Südwesten der Vereinigten Staaten, beleuchten und ihre besondere Beziehung zu dem Phänomen „Zeit“ näher unter die Lupe nehmen.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)


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