Abendvorträge 2022

Es werden 20 Termine im Zeitraum vom 04.10.2022 bis 03.10.2023 angezeigt.
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Gehe zu Monat: Oktober November Dezember Januar Februar März Mai Juni August September

 

Oktober Seitenanfang

6. Oktober 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
WILHELM RAABE UND DEUTSCHER MONDSCHEIN

Referent: Ulrike Budesheim, Germanistin, Reinbek

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Man kann nicht sagen, dass Raabe heute ein breites Publikum hat. Das hatte er auch zu Lebzeiten selten, obgleich er viel und eifrig geschrieben hat, so z.B. 68 Romane. In der F.A.Z wurde 2021 nun ein Büchlein Raabes als neu ediert besprochen, das den Titel „Deutscher Mondschein“ trägt. Die wohlwollende Besprechung weist auch darauf hin, dass Raabe heute Anhänger hat, die sich für seine Ideen und seine kunstvolle Sprache interessieren. Die großen Romane, allen voran „Stopfkuchen“, zeigen seine Könnerschaft, die ihn von damaligen Zeitgenossen wie Theodor Storm oder Gottfried Keller abheben. - Einige Werke sollen vorgestellt werden.


November Seitenanfang

8. November 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VII
KANADA: DAS UNBEKANNTE NORDAMERIKA

Referent: Prof. Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Im vergangenen Jahr war Kanada Gastland der Frankfurter Buchmesse. Dieses haben sowohl Verlage als auch Botschaften und Konsulate zum Anlass genommen, die kanadische Literatur und Kultur stärker zu bewerben. Denn fast alle Deutsche können politische und kulturelle Entwicklungen und Ereignisse in den USA benennen, haben aber beim nördlichen Nachbarn Amerikas erhebliche Schwierigkeiten. Woran nun liegt es, dass den meisten von uns die kanadische Kultur- und Literaturszene so unbekannt ist_ Der Vortrag wird sich diesem Phänomen widmen und Einblicke in die kanadische Kulturszene vermitteln.

10. November 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
CHRISTO UND JEANNE CLAUDE – VERHÜLLEN ALS KUNST

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H🗺️

Mit der Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes als „Wrapped Reichstag“ wurde das Künstlerpaar Christo und Jeanne Claude im Sommer 1995 weltberühmt. Die Idee der Verhüllung als künstlerische Praxis ist allerdings viel älter. Entwickelt hat sie Christo bereits während der 1960er Jahre.
Der Vortrag zeichnet die packende Lebensgeschichte Christos nach, der als junger Mann aus Bulgarien geflüchtet ist und sich in Paris als Auftragsporträtist etablieren konnte, wo er auch Jeanne Claude kennenlernte. Gemeinsam werden sie fortan Projekte entwickeln, die Kunstgeschichte schreiben.

14. November 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IBuchungscode -ME-Vöb
VENEDIG IM WINTER MIT TAGESAUSFLUG NACH FERRARA

Referent: Leitung: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistoriker, Kie

🗺️


Montag, 14. Nov. – Montag, 21. Nov. ME-VÖ b I. Montag, 21. Nov. – Montag, 28. Nov. ME-VÖ b II

2022 ist Biennale-Jahr – und Venedig damit einmal wieder noch ein Stück besuchenswerter als ohnehin. Die um ein Jahr verspätete 59. Ausgabe der renommiertesten und stimmungsvollsten Ausstellung zur zeitgenössischen Kunst firmiert unter dem Titel „The Milk of Dreams.“
Wir besuchen die Hauptausstellungsgelände der Biennale in den Giardini Publici und im Arsenal, der ehemaligen Staatswerft Venedigs, sowie ausgewählte über die Stadt verteilte Kunstbeiträge. Darüber hinaus stehen wie stets neue oder vertraute, aber immer wieder besuchenswerte venezianische Sehenswürdigkeiten auf dem Programm der Reise.
Der Ausflug auf das norditalienische Festland führt 2022 in die Poebene nach Ferrara, das die Familie der Este in der frühen Neuzeit zu einem der Zentren der italienischen Renaissance ausbaute und dessen Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

(Die Reisedaten können sich bis um drei Tage verschieben. Sie hängen ab von den Flugplänen, die erst Mitte des Jahres 2020 veröffentlicht werden)

Die Anmeldungen werden bis zum 04. Juni erbeten.

16. November 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
DIE NEUESTEN ERNÄHUNGSTRENDS UND WAS VON IHNEN ZU HALTEN IST

Referent: Renate Frank, Dipl.-Oecotrophologin, Roseburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D🗺️

Immer mehr Menschen möchten sich gesund ernähren, doch was ist „gesunde Ernährung“_ Die einen schwören auf vegane oder vegetarische Kost, die anderen auf Lebensmittel ohne Gluten, Fruchtzucker und Milchzucker oder auf eine Ernährung nach dem Vorbild der Steinzeit. Wie gesund ist Intervallfasten_ Was bedeuten Clean Eating oder basische Ernährung_
Wodurch sich die verschiedenen Ernährungsweisen unterscheiden und worauf geachtet werden muss, damit es weder zu Mangelerscheinungen noch zu Überdosierungen kommt, wird von der Referentin ausführlich erklärt.

_in Zusammenarbeit mit den NABU Büchen_

22. November 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Zur Physik in Michael Endes Jim Knopf

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H🗺️

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer und Jim Knopf und die Wilde 13 sind zwei Jugendbücher, die 1960 und 1962 erschienen, durch die Augsburger Puppenkiste und neuerdings durch die Verfilmung weltberühmt wurden. Michaels Endes geniale und phantastische Ideen sprühen vor Witz und Unmöglichkeiten, .. aber ist das alles wirklich unmöglich_ Wir gehen hier z.B. magnetischen Monopolen für den Magnetberg oder der Optik für den Scheinriesen TurTur nach, um nur zwei Beispiele zu nennen.


Dezember Seitenanfang

6. Dezember 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Kulturerbe von Sternwarten

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

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Abstract folgt

6. Dezember 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
KULTURERBE VON STERNWARTEN

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H🗺️

Auf der UNESCO Weltkulturerbeliste sind die Gebäude der Wissenschaft noch unterrepräsentiert. Die Diskussion über ``Astronomy and World Heritage'' (Astronomie und Weltkulturerbe) begann im Oktober 2008, um eine Beziehung zwischen Wissenschaft und Kultur zu schaffen und um das Bewusstsein für die kulturelle Bedeutung astronomischer Anlagen zu heben. Seit 2009 gibt es eine Kooperation zwischen der International Astronomical Union (IAU) und der Unesco. Die kulturellen Implikationen von Astronomie sind bemerkenswert; als Beispiele möchte ich -- abgesehen von Sternwarten -- hinweisen auf barocke Gemälde oder Fresken in Schlössern und Kirchen, Sonnenuhren in Klöstern und Städten und ferner astronomische Uhren mit vielen Details des christlichen Kalenders -- wie hier bei der bekannten Prager astronomischen Uhr -- schließlich Meridianlinien in Kirchen. - Nach einer Einleitung über archäoastronomische Bauwerke und das Kulturerbe in Mittelalter und Renaissance sollen im wesentlichen die abendländischen Sternwarten betrachtet werden mit ihren bemerkenswerten Gebäuden und astronomischen Instrumenten, beginnend mit Tycho Brahes Observatorien, dann berühmte Barock-Observatorien wie Hevelius in Danzig, Eimmart in Nürnberg, sowie Paris und Greenwich. Ab etwa 1800, im Klassizismus, beginnen die "modernen" Sternwarten mit der Orientierung der Gebäude nach den Himmelsrichtungen (Kreuzform wie Athen oder Quito), der Erfindung der Kuppel und der festen Fundamentierung der Instrumente. Für das 19. Jahrhundert prägend war das Observatorium Pulkowa, St. Petersburg, mit seiner charakteristischen 3-Kuppel-Fassade (1839). - Einen wichtigen Umbruch, der mit einem Wechsel "Von der klassischen Astronomie zur modernen Astrophysik" einhergeht, gab es um 1900 mit der Einführung von einzelnen Kuppeln und Pavillons in einer Parkanlage und der Trennung von den heizbaren Arbeits- und Wohngebäuden. Zu den wichtigen Beispielen zählen die Sternwarten Hamburg, La Plata/Argentinien, Kazan/Russland und Lembang/Indonesien. Wichtige Kriterien für den "Outstanding Universal Value" (OUV) der UNESCO sind Authentizität und Integrität. Die repräsentativer Architektur, der Erhaltungszustand, die Sternwarten als wissenschafts- und technikgeschichtliche Kulturdenkmale von "aussergewöhnlichem universellem Wert", sind wichtige Voraussetzungen für die Bewerbung um das UNESCO-Weltkulturerbe.


Januar Seitenanfang

10. Januar 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
DIE REPUBLIKANISCHE SPRACHVERWIRRUNG

Referent: Dr. Werner Budesheim, Germanist

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d (Angerhof)🗺️

Fast täglich kann man über Zeitungen, Internet und Fernsehen „Regeln“ aus anonymen Quellen vernehmen, was man alles nicht mehr sagen oder schreiben darf. „Negeküsse“ gibt es schon lange nicht mehr. Auch der Sarotti-Mohr ist verschwunden. Knorr und Maggi verbannten die „Zigeunersoße“. Und jetzt ist auch noch die „Pizza Hawaii“ „verboten“. Indianer darf es nicht mehr geben. Sie gehören nun zu der amorphen Gruppe der „Indigenen“. Einem Irokesen oder Apachen dürfte es wohl egal sein, ob er bei Karl May als Indianer bezeichnet wird. Es ist dann nur noch eine Frage, wann man Mays Bücher verbrennt.
Der richtige Gebrauch des Genetivs wird von vielen Journalisten nicht mehr beherrscht. Das Wort „Mannschaft“ ist verpönt, weil man es inhaltlich nicht mehr versteht. Statt seiner liest man dann „Team“ oder „Crew“. In den Rathäusern möchte man „korrekt“ sein und verhaspelt sich ständig beim Gendern. Dann das Überfüllen der deutschen Sprache mit Anglismen und Denglisch, was vor allem aus der Reklamewelt kommt ...
Es soll in dem Vortrag kurz auf die historische Entwicklung der deutschen Sprache eingegangen werden und die Ereignisse, die viele Veränderungen und sprachliche Mode-Erscheinungen auslösten. Anhand von Beispielen werden Probleme aufgezeigt.


Februar Seitenanfang

23. Februar 2023 - 23. März 2023 📅 📤
Fachbereich VIII
Copernicus und das heliozentrische Weltbild - zum 550.Geburtstag von Nicolaus Copernicus _19l Feb. 1473 - 24. Mai 1543_

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschiche der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️

Nikolaus Copernicus _19. Februar 1473 - 24. Mai 1543_, geb. in Thorn, Studium in Krakau und Italien, war äußerst vielseitig: Mediziner, Jurist, Theologe, Ökonom, aber heute ist er am bekanntesten als Astronom. Sein Werk __De Revolutionibus Orbium Coelestium__ _1543_ markiert den entscheidenden Wendepunkt in unserer Vorstellung vom Kosmos. Hier beschrieb er erstmals das heliozentrische Weltbild mit der Sonne im Zentrum, wobei sich die Erde täglich um ihre eigene Achse dreht und zudem jährlich die Sonne umkreist. Antike und Mittelalter dagegen hatten die Erde im Zentrum des Universums gesehen. Der Wandel des Weltbildes, der Übergang von der geozentrischen Vorstellung bis zur Rezeption der neuen heliozentrischen Weltsicht, dauerte sehr lange. Als Ausblick sollen Tycho Brahe _Tychonisches Weltbild_, Galileo Galilei _Teleskop_, Johannes Kepler ___Neue Astronomie__, 1609_ und schließlich Isaac Newton _Entdeckung der Schwerkraft, 1687_ erwähnt werden. Damit war die Copernicanische Revolution im 18. Jahrhundert abgeschlossen; bewiesen werden konnte sie erst im 19. Jahrhundert.


März Seitenanfang

30. März 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
„ EINMAL HIN; EINMAL HER“: TRANSATLANTISCHE AUS- UND EINWANDERUNG VON UND NACH MECKLENBRG UND VORPOMMERN - FALLBEISPIELE

Referent: Dr. rer. nat. Angelika Halama, Historischer Geograph, Buxtehude

Krügersches Haus, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht🗺️

Johannes Gillhoff setzte mit seinem Briefroman „Jürnjakob Swehn der Amerikafahrer“ dem mecklenburgischen Landarbeiter, der in den USA ein besseres Leben als selbständiger Bauer sucht, ein Denkmal. Doch nicht nur Kossäten und Handwerker wollten durch die Auswanderung nach Nord-, Mittel- und Südamerika für sich und ihre Familien die Lebensverhältnisse verbessern, auch aus der Schicht der Adligen, der Gutsbesitzer und –pächter machten sich Söhne und Familien auf den Weg über den Atlantik in die Länder der unbegrenzten Möglichkeiten. Umgekehrt war die Einwanderung nach Mecklenburg und Vorpommern weiblich und fand nur in der Oberschicht und durch Eheschließung statt. Hier ist auch interessant, wie die Ehepartner einander kennen lernten.


Mai Seitenanfang

4. Mai 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
Henri Matisse an der Côte d‘Azur

Referent: Dr.. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️

Henri Matisse (1869-1954) hat die längste Zeit seines Lebens an der französischen Mittelmeerküste verbracht. In den dort entstandenen Werken hat der Künstler die Orte, die Vegetation und die Menschen der näheren Umgebung zum Gegenstand seiner Kunst gemacht. Malerei, Zeichnung, Plastik, aber auch die Scherenschnitte jener Jahrzehnte gehören zu den herausragenden Leistungen seines Schaffens. Die am Ende seines Lebens entworfene und ausgestaltete Rosenkranzkapelle in Vence gilt sogar als das bedeutendste Werk des Künstlers.

Der Vortrag folgt den Spuren des Künstlers an der Côte d‘Azur und stellt die dort entstandenen Hauptwerke vor.

9. Mai 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
WIE STEPHEN HAWKING ENTDECKTE; DASS SCHWARZE LÖCHER NICHT SCHWARZ SIND

Referent: Dipl.-Phys. Carsten Busch, Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik DER Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Zu Beginn der 1970er Jahre stellt der Physiker John Wheeler eine für den Laien unschuldig klingende Frage: Was passiert, wenn man eine heiße Tasse Tee in ein Schwarzes Loch wirft_ Physikalisch birgt dieses auf den ersten Blick harmlose Gedankenexperiment allerdings Sprengstoff, scheint hier doch ein fundamentales Naturgesetz verletzt zu sein. Der israelische Doktorand Jacob Bekenstein dachte intensiv über Wheelers Frage nach und fand dabei eine überraschende Lösung, die den Physiker Stephen Hawking zunächst verärgerte, später jedoch zu einem der größten Triumphe seiner Karriere verhalf. Anfang der 1980er Jahre sponsert dann der umstrittene Persönlichkeitsentwicklungs-Guru Werner Erhard eine Konferenz für eine kleine Physikerelite, bei der ein unerbittlicher „Krieg um das Schwarze Loch“ eröffnet wurde.

23. Mai 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
.Professionelle Krieger in der Bronzezeit vor 3300 Jahren? Zur Interpretation des bronzezeitlichen "Schlachtfeldes" im Tollensetal, Mecklenburg-Vorpommern.

Referent: Dr. Detlef Jantzen, Landesarchäologe Mecklenburg-Vorpommern

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Vor 25 Jahren wurden im Tal des Flüsschens Tollense die Überreste eines Gewaltkonfliktes entdeckt, der um 1300 v. Chr. stattfand und wahrscheinlich mehrere hundert Opfer forderte. Die Deutung der Ereignisse ist allerdings nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Insbesondere die Rolle der getöteten Personen wirft Fragen auf. Der Vortrag vermittelt einen Überblick zum aktuellen Kenntnisstand.


Juni Seitenanfang

8. Juni 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
Max Ernst und der Surrealismus in Paris

Referent: Dr.. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d (Angerhof)🗺️

Die erschütternde Erfahrung des 1. Weltkriegs hat im Werk von Max Ernst (1891-1976) tiefe Spuren hinterlassen. Schönheit oder Harmonie erschienen dem Künstler angesichts der blutigen Schlachtfelder nicht länger als geeignete Eigenschaften von Kunst. Ausgehend von seinem Gemälde „Rendezvous der Freunde“ aus dem Jahr 1922 führt der Vortrag in das Paris der surrealistischen Bewegung, der sich Ernst über längere Zeit zugehörig fühlte; er schildert die Versuche des Künstlers, kreative Prozesse jenseits der kontrollierenden Vernunft zu entwickeln und ungekannte bildnerische Ergebnisse zu erzeugen.

13. Juni 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
„STERNENNACHT! – VINCENT VAN GOGH IN SÜDFRANKREICH

Referent: Ein musikalisch gerahmter Vortrag mit Detlef Stein (Wort) und Clara Berger (Cello)

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d (Angerhof)🗺️

In der Provence hat Vincent van Gogh (1853-1890) einige seiner Hauptwerke geschaffen. Sein Quartier, das „Gelbe Haus“ vor den alten Stadtmauern von Arles gelegen, die ländliche Umgebung mit ihren Zugbrücken und Heuwagen, aber auch die Klinik bei Saint-Rémy, in der sich van Gogh auf eigenen Wunsch ein Jahr aufhielt, wurden dem Maler zum Bildgegenstand.
Das gleißende Licht der provencalischen Sonne war für Vincent van Gogh Motiv und Herausforderung zugleich; aber auch der klare Schein von Mond und Sternen. In den Gestirnen sah der Maler nicht allein Lichtquellen, sondern er verstand síe auch als einen Ausdruck von Hoffnung und Sehnsucht, - auch von Todessehnsucht!
Der Vortrag führt in Wort, Bild und Klang in den späten Lebensabschnitt des Malers ein. Die Motivwelt der südfranzösischen Landschaften wird ebenso beleuchtet, wie die Menschen, auf die der Maler dort traf. Briefpassagen, kunstgeschichtliche Erläuterungen und der heutige Blick auf die Schauplätze von damals zeichnen ein atmosphärisches Porträt des Künstlers.
Begleitet wird der Kunsthistoriker Detlef Stein von der Cellistin Clara Berger. Sie studierte in Lübeck, London und Hannover und spielte als Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. Seitdem war sie im Staatsorchester Braunschweig und Kassel sowie im Beethoven Orchester Bonn tätig. Außerdem spielt sie Kammermusik und hilft regelmäßig im Staatsorchester Hannover und der Kam- merakademie Neus saus.

Dies ist eine Beitrag für die Wentorfer Kulturwoche

20. Juni 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
INKARNATIONEN DES METAVERSE: EIN ÜBERBLICK ÜBER VIRTUAL REALITY IN DER SCIENCE FICTION

Referent: Dr. Lars Schmeink, Europa-Universität Flensburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Mit dem Metaverse in aller Munde, sei es bei den Evangelisten von Facebook und Google, oder den digitalen Beratern der Industrieunternehmen, möchte dieser Vortrag einen Blick auf die Ursprünge des Konzepts und des Begriffs werfen. Bevor Metaverse als Begriff für virtuelle Realitäten galt, gab es das Andere Reich von Vernor Vinge, oder den Cyberspace bei William Gibson, es gab die senkrechten Grids von TRON oder auch die herabregnenden Glyphen der Matrix. Auf welche Art wir uns solche virtuellen Welten vorstellen, welche Aspekte wir ausarbeiten und welchen Einfluss wir ihnen zugestehen in dem sie in Kultur darstellen, erlaubt uns wichtige Positionen durchzuspielen. Welche Inkarnationen das Metaverse durchlaufen hat, kann uns helfen zu bestimmen, wie wir unsere technologische Weiterentwicklung gestalten wollen.


August Seitenanfang

31. August 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
Der "Hamburgische Künstlerclub" von 1897

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann

Wentorf b.H., Hauptstaße 18 d _Angerhof_🗺️



Im Jahr 1897 gründeten Ernst Eitner, Julius von Ehren, Paul Kayser und andere den „Hamburgischen Künstlerclub.“ Sie folgten Alfred Lichtwarks Aufruf „Meine Herren, malen Sie hamburgische Landschaften“ – ihre farbintensive impressionistische Freilichtmalerei forderte allerdings zunächst die Kritik konservativer Kreise heraus. Später wurden die Maler des Hamburger Umlandes und der Stadt jedoch zu einer festen Größe im Kunstbetrieb.


September Seitenanfang

21. September 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
SEMIRAMIS - AUF DEN SPUREN EINER SAGENUMWOBENEN KÖNIGIN

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin, Lauenburg

Amtsrichterhaus, Körnerstraße 10, Schwarzenbek🗺️

Die Gärten der Semiramis in Babylon wurden im Altertum zu den sieben Weltwundern gezählt. Antike Autoren haben in verschiedenen Versionen die Geschichte der Königin Semiramis überliefert und damit der Weltliteratur eine der faszinierendsten Frauengestalten geschaffen: eine schöne orientalische Königin, die die Männer an Tapferkeit im Krieg übertraf, die die Stadt Babylon gegründet haben soll und die zugleich klug, tapfer, grausam und sinnlich-ausschweifend war. Über Jahrhunderte wurde diese Gestalt der Legende zugerechnet, doch die Ausgrabungen in Mesopotamien seit dem 19. Jahrhundert haben Belege zu Tage gefördert, die die historische Existenz von Semiramis belegen. Hinter dem gräzisierten Namen verbirgt sich eine assyrische Frau namens Sammuramat, die im 9. Jahrhundert v. Chr. nach dem plötzlichen Tod Ihres Ehemanns Schamschi-Adad V. von Assyrien die Regentschaft für Ihren Sohn Adad-Narari bis zu dessen Volljährigkeit die Regentschaft ausübte. Damit machte Sammuramat eine für die Antike ungewöhnliche Karriere: Die in Folge assyrischer Kriegszüge aus Phönizien nach Assyrien gekommene Frau wurde die bislang erste bekannte Frau, die im alten Orient aktiv eine Regentschaft ausübte, ein Umstand der so außergewöhnlich war, dass er die Nachwelt zu schillernden Legenden inspirierte.

26. September 2023 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
„Sternennacht“ - Vincent van Gogh in Südfrankreich

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen (Vortrag) und Clara Berger (Cello) Hannover

🗺️

Ein musikalisch gerahmter Vortrag mit
Detlef Stein (Wort) und Clara Berger (Cello)

In der Provence hat Vincent van Gogh (1853-1890) einige seiner Hauptwerke geschaffen. Sein Quartier, das „Gelbe Haus“ vor den alten Stadtmauern von Arles gelegen, die ländliche Umgebung mit ihren Zugbrücken und Heuwagen, aber auch die Klinik bei Saint-Rémy, in der sich van Gogh auf eigenen Wunsch ein Jahr aufhielt, wurden dem Maler zum Bildgegenstand.

Das gleißende Licht der provencalischen Sonne war für Vincent van Gogh Motiv und Herausforderung zugleich; aber auch der klare Schein von Mond und Sternen. In den Gestirnen sah der Maler nicht allein Lichtquellen, sondern er verstand síe auch als einen Ausdruck von Hoffnung und Sehnsucht, - auch von Todessehnsucht!

Der Vortrag führt in Wort, Bild und Klang in den späten Lebensabschnitt des Malers ein. Die Motivwelt der südfranzösischen Landschaften wird ebenso beleuchtet, wie die Menschen, auf die der Maler dort traf. Briefpassagen, kunstgeschichtliche Erläuterungen und der heutige Blick auf die Schauplätze von damals zeichnen ein atmosphärisches Porträt des Künstlers.

Begleitet wird der Kunsthistoriker Detlef Stein von der Cellistin Clara Berger. Sie studierte in Lübeck, London und Hannover und spielte als Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. Seitdem war sie im Staatsorchester Braunschweig und Kassel sowie im Beethoven Orchester Bonn tätig. Außerdem spielt sie Kammermusik und hilft regelmäßig im Staatsorchester Hannover und der Kammerakademie Neuss aus.

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