Abendvorträge 2021

Es werden 25 Termine im Zeitraum vom 27.09.2021 bis 26.09.2022 angezeigt.
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Gehe zu Monat: September Oktober November Dezember Januar Februar März April Mai August September

 

September Seitenanfang

28. September 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich IV
Revolutionär der italienischen Malerei: zum 450. Geburtstag Caravaggios

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Politologe und Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Sein krasser Verismus, der nicht davor zurückschreckte, Heilige in Lumpen und mit dreckigen Füßen zu zeigen, geniale Bilderfindungen und ein dramatisch spektakulärer Umgang mit Licht und Schatten machten Michelangelo Merisi _1571-1610_ aus Caravaggio zu einem Revolutionär der Malerei.
Der Vortrag präsentiert Caravaggios berühmteste Werke und erzählt seine abenteuerliche-exzentrische Lebensgeschichte - von den Anfängen und Triumphen des Künstlers im Rom der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert bis hin zu den dramatischen letzten Jahren in Neapel, auf Malta und Sizilien.

Eine Anmeldungen unter 040/7204168 bzw, fla,wentorf@t-online.de ist erforderlich. Es gilt die 3-G-Regel

30. September 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
WAALE, WÜHRE, WÄSSERWIESEN – WIE KOMMT DAS WASSER DAHIN, WO MAN ES BRAUCHT_

Referent: Dr. Angelika Halama, Geographin, Buxtehude

Hauptstraße 18 d – Angerhof – 21465 Wentorf b. H.🗺️

Menschen, die im Einwirkungsbereich der Gezeiten wohnen, müssen sich Gedanken darüber machen, wie man Wasser fernhält oder ableitet. Im südlichen Bereich der Alpen aber hat man sich schon früh darum gemüht, die niedrigen Niederschlagsmengen durch Wasser von Gletschern und Firnfeldern zu ergänzen, um damit Felder und Wiesen zu bewässern. So entstanden in Südtirol die Waale, im Wallis die Suonen. Im südlichen Schwarzwald sind die Bäche tief eingeschnitten und können daher kaum nutzbar gemacht werden. Hier wurden schon vor Jahrhunderten die Wühre angelegt, um in den Dörfern die Wasserkraft für Mühlen und Sägen, aber auch zum Bewässern zu nutzen. Dass das Bewässern der Wiesen die Erträge steigert, hatte man früh erkannt. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in Suderburg in der Lüneburger Heide wie auch in Siegburg im Siegerland Wiesenbauschulen, deren Absolventen auch außerhalb Deutschlands Wässerwiesen anlegten. Der Vortrag beschränkt sich auf Beispiele in Europa.


Oktober Seitenanfang

5. Oktober 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
FRIEDRICH WILHELM IV., DER ROMANTIKER AUF DEM THRON UND SEINE KRITIKERIN BETTINA VON ARNIM

Referent: Dr. Kathrin Schmersahl, Historikerin, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Friedrich Wilhelm IV. (1795 - 1861) war ein ausgesprochen kunstsinniger Monarch, politisch aber rückwärtsgewandt, träumte er doch von einer Erneuerung des mittelalterlichen Heiligen Römischen Reiches und einer christlich geprägten Ständeordnung. Auf die in Zeiten der beginnenden Industrialisierung zunehmenden sozialen Verwerfungen hatte er keine Antwort. Anders Bettina von Arnim (1785 - 1859), die erst als Fünfzigjährige ihre – ausgesprochen erfolgreiche - Laufbahn als Schriftstellerin begann: Mutig wagte sie es, den Monarchen auf die sozialen Missstände hinzuweisen und votierte für eine „soziale Monarchie“.

14. Oktober 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich V
KENIA – EIN LAND DER GEGENSÄTZE

Referent: Prof: Dr. Martin Pries, Leuphana Universität Lüneburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

In Kenia ist die Digitalisierung schon weiter fortgeschritten als in Deutschland. Bezahlen mit dem Smartphone ist gelebter Alltag. Kisumu ist der größte städtische Slum in Kenia, mit unvorstellbar schlechten Lebensbedingungen. Noch immer werden in Kenia minderjährige Mädchen trotz Verbot als Bräute verkauft. Im Norden und Süden gibt es ländliche Regionen mit bitterer Armut. In der landwirtschaftlichen Intensivregion um Naivasha werden Rosen u. a. für den deutschen Markt angebaut, inzwischen auch mit dem Fairtrade-Siegel.
Der Vortrag will versuchen, mit einem kritischen Blick den Facettenreichtum des Landes aufzuzeigen. Geschildert werden die Eindrücke, die auf einer Exkursion 2020 gesammelt wurden. Themen waren Entwicklungsprojekte, Nationalparks, Rosenfarmen, Goldminen, große Städte und kleine Dörfer. Gesprochen haben wir mit vielen Kenianern, aber auch mit Ausländern, die in Kenia leben, die das Bild von Kenia als Land der Gegensätze vervollständigten.

20. Oktober 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
„CASTELLUM DELBENDE“ BEI NOSTORF_

Referent: Prof: Dr. Frank Nikulka, Archäologisches Institut der Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Prof. Nikulka berichtet über archäologische Forschungen an mittelalterlichen Siedlungsplätzen und Befestigungsanlagen in Südmecklenburg zwischen Boizenburg und Plauer See. Archäologische Methodik, Funde und Befunde werden vorgestellt. Es wird versucht, der Frage nachzugehen, ob es überhaupt möglich ist, schriftlich überlieferte Orte und Ereignisse mit archäologischen Plätzen zu identifizieren. Bei einem dieser Fundplätze könnte es sich um das in den Fränkischen Reichsannalen für 822 genannte "Castellum Delbende" handeln. Funde weisen in das sächsische, heute schleswig-holsteinische Gebiet. Die Forschungen an diesem Fundplatz sind in einem größeren Zusammenhang mit Befestigungen im sächsischen und slawischen Gebiet zu betrachten.

28. Oktober 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
ARCHÄOLOGIE UND HANDWERK AN DER BURG LINAU IM KREIS HERZOGTUM LAUENBURG

Referent: Eicke Siegloff, Dipl.-Prähist., Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein Schleswig

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Im Süden und Osten Schleswig-Holsteins ist sie als „Raubritterburg von Linau“ bekannt. Im 14. Jahrhundert überfielen von hier aus die Ritter von Scharpenberg die mit wertvollen Waren beladenen Wagen, die auf der Landstraße von Hamburg nach Lübeck - oder umgekehrt - unterwegs waren, und forderten „Wegezoll“. Auch Händler und andere Reisende waren an der Passage durch das feuchte Niederungsgebiet der Bille-Quelle vor Nachstellungen nicht sicher. In den Annalen steht, dass sich die Scharpenbergs am 23. September 1349 dann doch dem gemeinsamen 2.500 Mann starken Söldnerheer aus Hamburg, Lübeck und Holstein ergeben mussten. Der Wehrturm und die bis zu zwei Meter dicken Außenmauern der Burganlage wurden abgebrochen. Die Turmhügelburg zerfiel, wurde 1980 aber unter Denkmalschutz gestellt.
Der Verein zur Erhaltung der Ruine „Linowe“, das Bundesamt für Kultur und Medien, die Gemeinde Linau und die Aktivregion Nord zapften die Spendentöpfe an. Als die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 2013 fehlende Mittel in Höhe von 100.00 Euro zur Sicherung der Fundamente und für die Errichtung eines Schutzmauerwerks zur Verfügung stellte, kam Bewegung in die Sache. Das Archäologische Landesamt in Schleswig suchte nach Möglichkeiten, die Burganlage aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Der Diplom-Prähistoriker Eicke Siegloff, Abteilungsleiter des Archäologischen Landesamtes für Denkmalschutz, übernahm die Koordination der Ausgrabung.
Die Überraschung war groß, als man in der auf drei Hügelkuppen erbauten Burganlage einen Ziegelbrennofen entdeckte, der noch vor 150 bis 200 Jahren in Betrieb gewesen sein muss.


November Seitenanfang

4. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
EDOUARD MANET UND ZACHARIE ASTRUC

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Während Edouard Manet zu den bedeutenden Malern der Kunstgeschichte gerechnet wird, ist sein Künstlerfreund Zacharie Astruc nahezu in Vergessenheit geraten. Astruc war Kunstkritiker, schuf Aquarelle sowie Skulpturen und setzte sich - wie Manet – mit dem Japonismus, der damaligen Spanienmode und den alten Meistern auseinander.
Der Vortrag stellt die Künstlerfreunde im zeit- und kunstgeschichtlichen Kontext vor. Geplant ist eine Exkursion zur Ausstellung „Manet und Astruc. Künstlerfreunde“, die vom 23.10.2021 bis zum 27.2.2022 in der Bremer Kunsthalle gezeigt wird.

7. November 2021 11:00 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
HANS CHRISTIAN ANDERSEN – POET MIT FEDER UND SCHERE

Referent: Dr. Detlef Stein und Clara Berger

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Der Votrag wurde in Übereinstimmung mit Herrn Dr. Stein und Frau Berger auf den 7. Nov. verelegt, und zwar in Verbindung mit der Mitgliederversammlung, weil wir dann einen größeren Teilnehmerkreis erwarten können.

Ein Portrait in Wort, Bild und Musik
Detlef Stein - Wort - und Clara Berger - Cello -

Der Vortrag entführt das Publikum in die märchenhafte und bizarre Welt Hans Christian Andersens. Er erzählt die Geschichte eines Jungen aus ärmsten Verhältnissen, der mit viel Zuversicht und Erlebnisdrang in die Welt hinauszieht - und die Welt erobert! Seine Märchen wie Die chinesische Nachtigall oder Das Mädchen mit den Schwefelhölzern haben bis heute Millionen Menschen über Generationen hinweg berührt.
Ganz unbekannt hingegen blieb der „andere“ Andersen, denn mit seinen überraschenden Scherenschnitten und collagierten Büchern hat er nur seine engsten Freunde und deren Kinder beglückt. Ob exotische Reiseeindrücke oder Märchenfiguren, Galgenmännchen oder phantastische Wesen, eine ganze Welt tut sich in seinen Papierarbeiten auf.
Der Vortrag stellt die verblüffende Lebensgeschichte Andersens, insbesondere aber die unbekannte Seite des Dichters heraus und entwirft im Wechsel von Wort, Bild und Musik ein atmosphärisches Portrait.

9. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VII
Karl May und das Indianerbild der Deutschen

Referent: Prof. Dr. Maria Moss, Leuphana-Universität Lüneburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Kein Autor hat das Bild der indigenen Bevölkerung Nordamerkas im deutschsprachigen Raum nachhaltiger geprägt als der Sachse Karl May. So verkörpert seine berühmteste Schöpfung, Winnetou, zwischen Zugspitze und Kap Arkona bis heute das Idealbild des Indianers. In den 1960er Jahren leitete "Der Schatz im Silbersee" die erfolgreichste Filmwelle des deutschen Nachkriegskinos ein. Unter Wissenschaftlern gilt als unbestritten, dass es nicht zuletzt dem Werk Karl Mays geschuldet ist, dass das Interesse an der Literatur, Kultur sowie den tatsächlichen Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung Nordamerikas in unserem Land so groß ist. Zahlreiche Publikationen beschäftigen sich inzwischen ausschließlich mit dem Phänomen der "Germans und Indians".

16. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
HEINRICH HEINE – EIN EUROPÄISCHER DICHTER_

Referent: Ulrike Budesheim, Germanistin, Reinbek

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Obgleich heute zu den Großen der deutschen Literatur gehörend, haben seine Werke eine Sonderstellung. So ist er der einzige Dichter, der in Deutschland wie in Frankreich gleichermaßen als ein kanonischer Autor der jeweils eigenen nationalen Literatur angesehen wird. Bereits aus diesem Grunde kann er als einer der ersten europäischen Denker und Intellektuellen gelten. Im Gegensatz zu dieser internationalen Hochschätzung hat es beispielsweise in seiner Geburtsstadt Düsseldorf vor wenigen Jahren eine lang anhaltende erbittert geführte Kontroverse gegeben über die Frage, ob die dortige Universität seinen Namen tragen sollte. Seine Person, sein Werk aber auch seine Nachwirkung machen sichtbar, dass selbst 165 Jahren nach seinem Tod Heine immer noch irritiert. Das Kunstschöne wird ironisiert und so bis in die Gegenwart ein Stimmungswechsel erzeugt, der den Leser provoziert.

17. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VI
UMWELTFREUNDLICH SAUBERMACHEN UND WÄSCHEWASCHEN

Referent: Renate Frank, Dipl.-Oecotrophologin, Roseburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D🗺️

Die Referentin weist auf die zahlreichen chemischen Substanzen hin, die sich in Reinigungs- und Waschmitteln befinden und die sowohl unsere Gesundheit als auch unsere Umwelt beeinträchtigen. Es wird gezeigt, was jeder Einzelne tun kann, um den eigenen Haushalt zu „entgiften“ und damit dazu beizutragen, die Umwelt zu entlasten und auf diese Weise auch die gesundheitlichen Belastungen durch Chemie im Haushalt zu reduzieren.

in Zusammenarbeit mit den NABU Büchen

18. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
ETHIK UND KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität Hamburg - Studiengang Geodäsie und Geoinformatik

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️


Künstliche Intelligenz wird als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts stilisiert. Der Wettbewerb der Nationen soll davon abhängen. Milliarden werden aus öffentlicher Hand investiert. Sie soll auf der Basis großer Datenmengen menschliche Entscheidungsfähigkeit nachahmen oder gar übertreffen. In begrenzten Bereichen sind damit große Fortschritte erzielt worden.
Aber wie funktioniert KI eigentlich_ Kann man KI-Entscheidungen immer nachvollziehen_ Muss man das überhaupt_ Wer trägt die Verantwortung für Fehlentscheidungen_ Diese und viele weitere Fragen tun sich nicht nur beim autonomen Fahren auf, sondern sind allgegenwärtig.
Z.B.: Dunkle Gesichter werden auf KI-gestützten Gesichtserkennungssystemen schlechter erkannt als helle, was zu rassistischen Fehlleistungen bei der Interpretation führen kann. Kann man autonome Killer-Drohnen verantworten? Deutet sich eine neue postindustrielle Revolution an, und wie gehen wir mit den freigesetzten Arbeitskräften um? Machen wir uns eventuell zum Sklaven dieser Technologie?
Dieser Vortrag beschäftigt sich kurz mit einer Einführung in diese neuen Technologien und versucht, in der Diskussion über die damit verbundenen großen Fragen mit vielen Beispielen einzusteigen.

23. November 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
SIEBEN JAHRE AM BLOCK UND (K)EIN ENDE IN SICHT ... DIE ERFORSCHUNG EINES AUßERGEWÖHNLICHEN PRUNKGRABES DER HALLSTATTZEIT

Referent: Dr. Robert Schumann, Institut für Vor- und Frühgeschichte, Universität Hambug

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️





2010 in Otzing, Landkreis Deggendorf in Niederbayern: Bei Sondierungsarbeiten auf einem künftigen Baugebiet stoßen die Mitarbeiter der zuständigen Kreisarchäologie auf die Überreste eines hallstattzeitlichen Grabhügelfeldes (ca. 1000 bis 800 vor Christi Geburt). Ein Jahr später, im Juli 2011, entdecken die Ausgräber der Archäologischen Staatsammlung auf der zukünftigen Sportfläche des SV Otzing in einem Grabhügel von 18 Meter Durchmesser eine hölzerne Grabkammer in einem außergewöhnlichen Erhaltungszustand. Sie vermuten die Beisetzung eines keltischen Fürsten und alarmieren die Universität München.


Dezember Seitenanfang

9. Dezember 2021 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
DER WELTWISSENSCHAFTLER ALEXANDER VON HUMBOLDT UND SEIN KOSMOS

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Der Vortrag ist wegen einer Terminkollision vom 2. auf den 9 Dez. verlegt.

Die fünf Bände von Humboldts __Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung__ erschienen 1845 bis 1862, ein eindrucksvolles interdisziplinäres Werk. Geplant war eine Darstellung der Natur von einem uranologischen Teil _der Lehre von den Sternen_, ausgehend von den Sternen und Nebeln, zu einem tellurischen Teil _der Lehre von Gestalt und Leben der Erde_; es beginnt mit __den Sternen, die in den entferntesten Theilen des Weltraumes zwischen Nebelflecken aufglimmen und steigt durch unser Planetensystem bis zur irdischen Pflanzendecke und zu den kleinsten, oft von der Luft getragenen, dem unbewaffneten Auge verborgenen Organismen herab.__
Im Vortrag wird ein Überblick von Humboldts astronomischen Wissen im Kontext der Zeit gegeben. Es sollen aber auch seine umfassenden Erkenntnisse in den Bereichen der Biologie, Chemie, Physik und besonders Geowissenschaften _Geologie, Bergbau, Mineralogie, Vulkanologie, Geographie, Meteorologie, Ozeanographie, Navigation_ einschließlich seiner Messinstrumente für die Expeditionen nach Lateinamerika, USA und Zentralasien thematisiert werden. Schließlich sind Humboldts Bestrebungen bemerkenswert, seine Forschungen einem breiten Publikum populärwissenschaftlich verständlich zu machen, vgl. seine sehr gut besuchten Vorträge in der Singakademie - 1827/28-.


Januar Seitenanfang

25. Januar 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
VOM COPERNICANISCHEN WELTBILD ZU KEPLERS "NEUER ASTRONOMIE - ZUM 450. GEBURTSTAG JOHANN KEPLERS (1571 - 1630)"

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

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Abstract folgt


Februar Seitenanfang

8. Februar 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Nemesis, der geheimnisvolle Zwilling der Sonne

Referent: Dipl.-Phys. Carsten Busch, Univeristät Hamburg

21465 Wentirf, Hauptstraße 18 d (Angerhof)🗺️

Alle 26 Millionen Jahre geschieht es: Ein rotglühender Stern nähert sich der Oortschen Wolke, einer gigantischen Ansammlung von mehreren hundert Milliarden eisiger Gesteinsbrocken. An diesem Außenposten des Sonnensystems ist die Sonne aufgrund ihrer Entfernung nur noch ein relativ heller Stern am Himmel, der kaum noch Wärme spendet.
Durch seine Gravitation verändert der verhängnisvolle Todesstern Nemesis die Bahnen vieler der eisigen Objekte, von denen sich dann einige auf den langen Weg in das innere Sonnensystem machen. Einer oder mehrere der Kometen dieses von Nemesis ausgelösten Kometenschauers treffen auf die Erde, mit verhängnisvollen Folgen für das Leben.
Auf diese Weise – so stellte es sich in den 1980er Jahren der Astrophysiker Richard Muller vor – kam es früher und wird es weiterhin regelmäßig zu Massenaussterben kommen.
Ein bekanntes Beispiel ist der sogenannte „K-P“-Einschlag am Ende der Kreidezeit, bei dem ein etwa zehn Kilometer großer Komet das Aussterben der meisten damals bekannten Arten, unter anderem der Dinosaurier, ausgelöst haben soll.

Der Vortrag beleuchtet die faszinierende Geschichte und die Hintergründe der „Nemesis“-Theorie. Außerdem wird der entscheidenden Frage nachgegangen:
Ist unser Sonnensystem tatsächlich ein Doppelsternsystem?
Gibt es also eine zweite Sonne, die bisher noch nicht entdeckt wurde?


März Seitenanfang

10. März 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
PABLO PICASSO UND SEIN BREMER GALERIST

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Ab den 1950er Jahren hat der Bremer Kunsthändler Michael Hertz nicht nur der Kunsthalle Bremen, sondern auch anderen Häusern und Einrichtungen – etwa der documenta 3 in Kassel – Werke der modernen Kunst, insbesondere Pablo Picassos, vermittelt. Damals verfügte Hertz über die exklusiven Verkaufsrechte für Picasso-Grafik in Deutschland. Die Bremer Kunsthalle hat durch seine Vermittlung ihren herausragenden Picasso-Bestand aufbauen können, aber auch andere Museen und private Sammler.
Der Vortrag stellt den Galeristen Michael Hertz und den Picasso-Grafikbestand der Bremer Kunsthalle vor.


April Seitenanfang

26. April 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich III
GESCHICHTEN VOM SUCHEN UND FINDEN. - ZUR ENTDECKUNG UND BEWERTUNG FRÜHMITTELALTERLICHER HACKSILBERSCHÄTZE IN VORPOMMERN ZWISCHEN 2010 UND 2019

Referent: Dr. C. Michael Schirren, Landesarchäologie MV

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H🗺️

Der Vortrag wird die unterschiedlichen Entdeckungsgeschichten mehrerer Hacksilberhorte beleuchten. Immer waren an der Entdeckung ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger beteiligt, die in Mecklenburg-Vorpommern schon seit vielen Jahrzehnten eine tragende Rolle in der Sicherung des kulturellen Erbes haben. Die archäologische Bergung und die begonnene Auswertung der in den letzten Jahren entdeckten Schatzfunde zeigen den historischen Aussagewert solcher Funde in unterschiedlicher Weise. Die Schätze spiegeln nicht nur allgemein die auf dem Gewicht des Silbers basierende Ökonomie des Ostseeraums zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert wieder. Zugleich sind sie Zeugnisse der sich stetig ändernden Handelsbeziehungen und Veränderungen politischer Machtverhältnisse.


Mai Seitenanfang

24. Mai 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
MUSIK ALS MASCHINE – IDEENGESCHICHTLICHE ANMERKUNG ZUM AUTOMATISCHEN (Teil I)

Referent: Prof. Frank Böhme, Hochschule für Musik und Theater, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Musik ist faszinierend! In allgemeinen wird damit Persönlichkeit des Interpreten an einem Instrument in Verbindung gebracht. Es ist seine Kunstfertigkeit die das Instrument zum Klingen bringt. Ein Instrument kann aber auch als Maschine beschrieben werden. Von diesem Standpunkt aus gedacht, entwickeln sich interessante Blickwinkel und Fragestellungen. Kann eine Maschine selbstständig Musik machen. Wie wird Musik wahrgenommen, wenn der Interpret nicht anwesend ist. Letztere Frage hat sich im Zeitalter der Digitalisierung fast erübrigt aber vor gute einem Jahrhundert als es noch keine Aufzeichnungsmethoden gab, war die Wahrnehmung untrennbar mit dem Interpreten verbunden. Gleichzeitig war man aber auch von einem automatischen Orchestrion auf dem Jahrmarkt begeistert oder lauschte dem Glockenspiel auf dem Kirchturm. Hier überlagert sich die mechanische Kunstfertigkeit in der Hervorbringung der Töne, mit der Frage nach der Speicherung der Klänge. Eine Faszination die sich bis in die Antike zurückführen lässt. In den beiden Vorträgen werden diese ingenieurstechnische, die künstlerische und nicht zuletzt auch die ästhetischen Zusammenhänge dieser Entwicklung skizziert. Vom singenden Automaten in der Antike, über den selbstspielenden Trompeter bis hin zu den Mechanischen Klavieren und deren Möglichkeit der Klangaufzeichnung wird die Rede sein. Es wird anhand eines Metronoms dargestellt, wie maschinelles Denken die Interpretation bis heute beeinflusst. In einem letzten Schritt wird der Einfluss der Elektrizität auf die Musikalische Maschine beleuchtet.

31. Mai 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
MUSIK ALS MASCHINE – IDEENGESCHICHTLICHE ANMERKUNG ZUM AUTOMATISCHEN _Teil II_

Referent: Prof. Frank Böhme, Hochschule für Musik und Theater, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️


_Text: s. 24.05.22_





August Seitenanfang

18. August 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich II
Der Einfluss Japans auf die Kunst der Belle Époque

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann, Kunsthistorikerin, Hamburg

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In der Mitte des 19. Jahrhunderts öffnete Japan nach langer Abschottung seine Grenzen. Es war der Auftakt für einen kulturellen Austausch, der für Europa höchst bedeutsam war. Japan kam in Mode: Kimonos, Fächer und Sonnenschirme eroberten die Boulevards der Metropolen. Die europäischen Künstler begeisterten sich vor allem für die andersartige malerische Haltung, die sich in den japanischen Kunstwerken zeigte. Die künstlerische Verbindung von europäischer Tradition und japanischen Farbholzschnitten führte zu einer neuen Bildauffassung, die sich in den Werken von Vincent van Gogh, Claude Monet, Henri de Toulouse-Lautrec, Edgar Degas und anderen beispielhaft zur Anschauung bringt.

Wir betrachten die kulturellen Wechselwirkungen zwischen Prozessen der Aneignung und dem Versuch, das Fremde als Vorbild zu verstehen.

23. August 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
Was kommt nach dem Menschen? Die posthumane Welt der Cyborgs, Klone und Androiden

Referent: Dr. Lars Scmeink, HafenCity Universität Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Posthuman – Was bedeutet das? Was meinen wir damit? Der Begriff begegnet uns immer dann, wenn wir über technologischen Fortschritt sprechen, wenn wir Klone erschaffen oder Gene verändern, Künstliche Intelligenz erforschen oder Roboter bauen. Aber auch, wenn wir Prothesen verwenden, Körperteile ersetzen. Oder wenn wir den Körper modifizieren sei es durch Medizin und Technologie oder aus ästhetischen Gründen. Der Begriff des Posthumanen kann vielseitig benutzt werden, in der Philosophie, der Kunst, der Wissenschaft, der Politik, in den Medien. Aber eigentlich geht es uns dabei um Fragen nach der Natur des Menschen und seinen Grenzen. Der Vortrag leuchtet mit Hilfe der Science Fiction das Konzept aus und beschreibt die mögliche schöne neue Welt des Posthumanen.


September Seitenanfang

6. September 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
DIE WELTUNTERGANGSMASCHINE

Referent: Dipl.-Phys. Carsten Busch, Univeristät Hamburg

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Noch Jahre bevor die „Atombombe“ einsatzfähig wurde, dachten einige Physiker schon über eine weitaus schrecklichere Waffe nach. Sie sollte die Energie der Sterne- die sogenannte Kernfusion - auf die Erde holen, um eine etwa tausend Mal größere Zerstörungskraft als die Hiroshima-Bombe zu entfesseln. Im Prinzip ist die Sprengkraft einer „Wasserstoffbombe“ im Gegensatz zur „Atombombe“ unbegrenzt.
Schon 1951 wurde die Kernfusion eingesetzt, um die Vernichtungskraft von Atombomben mit „boosted cores“ zu erhöhen. Die „offiziell“ erste thermonukleare Bombe „Mike“, die 1952 eine pazifische Insel verdampfte, war eher eine gigantische physikalische Experimentieranordnung als eine militärisch einsetzbare Waffe. In weiteren furchterregenden Tests wurde das Höllenfeuer der Sterne auf der Erde entfacht. Im Vortrag erfahren Sie unter anderem, wie ein japanisches Fischerboot durch den größten amerikanischen Nukleartest „Castle Bravo“ radioaktiv verseucht wurde und wie dieser Vorfall den ersten „Godzilla“-Film inspirierte.
Wie eine Wasserstoffbombe funktioniert und welche Ideen dazu entwickelt werden mussten, wird ebenfalls allgemeinverständlich erklärt.

8. September 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich I
POMPEJI – EINBLICKE IN EINE RÖMISCHE STADT

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin, Lauenburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H🗺️

Als am 24. Oktober 79 n. Chr. nach Jahrtausenden Ruhe der Vesuv ausbrach, wurden an seinem Fuß die Städte Herculaneum und Pompeji sowie viele kleinere Siedlungen von meterhohen Lava- und Ascheschichten vollkommen bedeckt und komplett ausgelöscht. Was für die Bewohner eine unvorstellbare Katastrophe war, die vielen einen qualvollen Tod brachte, sollte sich für die Altertumswissenschaften als Glücksfall erweisen. Während andere römische Städte dem allmählichen Verfall preisgegeben oder von nachfolgenden Genrationen überbaut wurden, wurde in Pompeji das Leben der frühen Kaiserzeit wie in einer Zeitkapsel bewahrt. Die gesamte Stadt ist mit allen Gebäuden und Straßenzügen erhalten geblieben, die Villen mit ihrer geschmackvollen Ausstattung und die vielen kleinen Geschäfte und Tavernen lassen das Alltagleben lebendig werden, und die Tempel und die Graffitti an den Hauswänden bieten einen anschaulichen Einblick in Religion, Politik und gesellschaftliches Leben.

13. September 2022 19:30 Uhr 📅 📤
Fachbereich VIII
VERMESSEN IN BABYLON - NEUES ÜBER PLIMPTON 322 UND SI. 427

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.🗺️

Eine Analyse der Tontafel Plimpton 322 führte Mansfiled und Wildberger zur Interpretation, dass die hier gelisteten pythagoreischen Tripel als trigonometrische Tafel zu verstehen sind. Die ebenfalls neu interpretierte 3700 Jahre alte Tafel Si. 427 zeigt dann die Anwendung für Vermessungsaufgaben im alten Babylon.

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