Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur e.V.  

Eintrag 2018

Anzeige von 45 Terminen im Zeitraum vom 01.01.2018 bis 31.12.2018.
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  Programm 2018
01.01.2018 bis 31.12.2018
 
   
  Kontakt & Erreichbarkeit  
   
 

Januar Seitenanfang

7. Januar 2018 11:00 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
Kunstausstellung: DIE KUNST DER KARTOGRAPHIE

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

In der Ausstellung werden historische Karten aus verschiedenen Epochen im Original und in Kopien vorgestellt. In einer Einführung wird auf die Geschichte der Kartographie eingegangen, und es werden exemplarisch früheste graphische Erfassungen der Erdoberfläche mit einer kurzen Power-Point-Präsentation besprochen.

Zu weiteren Ausstellungen im Laufe des Jahres lädt die FLA mit Rundschreiben und über die Presse ein.

11. Januar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
AUGUSTA VINDELICORUM – AUGSBURG DER FUGGER UND WELSER – AUGSBURG ALS INDUSTRIESTADT

Referent: Dr. Werner Budesheim, Germanist und Geograph

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Augsburg ist nach Trier die zweitälteste urkundlich erfassbare Stadt Deutschlands, begründet um 15 v. Chr. nach der Eroberung des damals bis zur Donau keltisch besiedelten Raumes durch die Adoptivsöhne des Augustus – Drusus und Tiberius - am Zusammenfluss von Lech und Wertach. Die Hauptstadt der neuen römischen Provinz „raetia secunda“ überdauerte die Völkerwanderung, die Einnahme durch die germanischen Sueben, und ist heute die Hauptstadt des bayrischen Regierungsbezirkes Schwaben. Den Glanzpunkt seiner Entwicklung erlebte Augsburg um 1500, als der Großunternehmer Jacob Fugger als der reichste Mann Europas galt. Er prägte mit seinem Geld nicht nur das Stadtbild (Fuggerei, Stadtpalast) maßgeblich, sondern finanzierte Kaiser Maximilian I. und steuerte die Wahl Karls V. zum römisch-deutschen Kaiser. In seinem Stadtpalast wurde Martin Luther vom päpstlich entsandten Kardinal Cajetan 1518 zum Widerruf seiner Thesen aufgefordert. Wie bekannt, widerrief Luther nicht.
Mit dem Beginn des Industriezeitalters entwickelte sich Augsburg zu einer Stadt der Tüftler und Erfinder. Rudolf Diesel erfand den „Diesel“-Motor. Aus seiner kleinen Werkstatt wurde mit der Zeit MAN. Die Firma Messerschmidt baute Flugzeuge. Modernste Webereien sorgten nach dem 2. Weltkrieg für einen wirtschaftlichen Neubeginn. – Und wer kennt nicht die Augsburger Puppenkiste –
Die Vorstellung der Stadt mit ihren Besonderheiten ist auch eine Vorbereitung auf die mehrtägige Exkursion dorthin vom 09. bis 16. Juli

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

AUGSBURG: RÖMERSTADT – STADT DER FUGGER UND WELSER – STADT DER REFORMATION – STADT MODERNER INDUSTRIE
Es sollen in Augsburg u.a. folgende Ziele besucht werden: die Moritzkirche (nach dem Krieg in...

21. Januar 2018 10:00 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
BESUCH DER MAX-BECKMANN-AUSSTELLUNG IN DER BREMER KUNSTHALLE

Leitung: Dr. Werner Budesheim, Germanist und Geograph

Schwarzenbek Bushaltestelle Königsberger Allee B 207

Führung vor Ort: Dr. Detlef Stein, 10.00 Uhr

Abfahrten:
7.30 Uhr ab Schwarzenbek Bushaltestelle Königsberger Allee B 207
7.50 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Am Grotensahl B 207
8.00 Uhr ab Bergedorf S-Bahnhof, Bushaltestelle vor dem Parkhaus Ecke Weidenbaumsweg – B 5
Rückfahrt ab 15.00 Uhr

Teilnehmerkosten:
45, -- € für Mitglieder
55, -- € für Gäste
(Eintritte und Führungen sind enthalten)
Die Anmeldung wird bis zum 15. Jan. erbeten.

25. Januar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
UNSEREN VORFAHREN AUF DER SPUR – DIE ARCHÄOGENETIK ENTRÄTSELT LETZTE GEHEIMNISSE

Referent: Prof. Dr. Ben Krause-Kyora, Biochemiker und Archäologe, Christian-Albrechts-Universität Kiel / Max Planck Institut für Menschheitsgeschichte Jena

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

„48 Millionen Jahre altes Drüsenfett gefunden“ und „ zwei 9,7 Millionen Jahre alte Zähne einer Vormenschen-Gattung“ ließen in den letzten Monaten die Fachwelt aufhorchen. Arbeit für das relativ neue Fachgebiet Archäogenetik - für Wissenschaft-ler also, die sich mit der Untersuchung von Erbmaterial bei Menschen, Tieren und Pflanzen beschäftigen (aDNA) und so ständig neue Erkenntnisse über den Verlauf der Evolution gewinnen. Die Funde stammen meist aus archäologischen Grabungen und müssen - um Kontaminationen zu vermeiden - unter Reinstbedingungen analy-siert werden.
Der Hamburger Ben Krause-Kyora gehört zu den überwiegend jungen Forschern, die Licht in das Dunkel der uns weitgehend unbekannten Vergangenheit bringen wollen. Er selbst hat mit seinem Team u.a. entdeckt, dass der berühmte Eismann „Ötzi“ an Helicobacter Pylori litt, einer bakteriellen Entzündung des Magens, die lange für Krebs gehalten wurde. In seinem Vortrag führt der Wissenschaftler in ein komplexes, aber hoch interessantes Wissenschaftsgebiet ein und zeigt auf, welche „großen Überraschungen“ der Archäologie und anderen Wissenschaften noch bevorstehen können.


Februar Seitenanfang

1. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
AUF DER SUCHE NACH DEN ANFÄNGEN HAMBURGS

Referent: Kay-Peter Suchowa, Archäologisches Museum in Hamburg

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Nicht jedem Wissenschaftler ist es vergönnt, Hamburgs Geschichte umzuschreiben. Dem Archäologen und Grabungsleiter Kay-Peter Suchowa gelang dies vor drei Jahren! Im Herzen der Stadt - in der Straße Hahntritt zwischen Großem Burstah und Hopfenmarkt - stießen er und sein Team bei Grabungen auf die Wallanlagen der „Neuen Burg“, deren Baubeginn bislang auf das Jahr 1061 festgelegt worden war. Mit Hilfe der Dendochronologie konnten die von Suchowa gefundenen ältesten Balken des Holz-Erde-Walls dank der guten Erhaltungsbedingungen (hoher Grundwasserstand in einer alten Alsterschleife) aber auf das Jahr 1021/1022 datiert werden - also um vierzig Jahre früher. Bauholz wurde stets im Winter geschlagen und sofort grün verbaut.
In der Nähe der Nikolaikirche und des Hopfenmarkts vermutete das Archäologische Landesmuseum der Hansestadt schon 1953 eine Burganlage. Die rasche Bebauung des Areals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verhinderte weitere Forschungen. Suchowa, dem schon in der Schloss-Straße in Harburg eine Reihe neuer archäologischer Erkenntnisse gelangen, nutzte das sich nach dem Abriss einer Häuserzeile aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts öffnende Zeitfenster, um mit seinen Funden die mittelalterliche Geschichte des Hamburger Altstadtkerns in einer stark beachteten Ausgrabungskampagne umzuschreiben. Denn mit der „Neuen Burg“ verwies er auch die in den Geschichtsbüchern (immer noch) erwähnte „Alsterburg“ in das Reich der Fabel.
Welche Rolle spielte die „Neue Burg“, die schon 1139 wieder geschleift wurde, als Nachfolge der drei Burganlagen auf dem Speersort für die Entwicklung der Stadt? Wie sah die sie umgebende Siedlung aus? Womit verdienten die hier rund 5oo lebenden Menschen ihr Geld? Diese und andere Fragen beantwortet der versierte Archäologe und Grabungsleiter in seinem spannenden Vortrag.

8. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
DAS RÄTSEL DER FRANKLIN-EXPEDITION: DIE ENTDECKUNG DER EREBUS UND DER TERROR

Referent: PD Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Anfang September 2016 wurde das zweite Schiff der gescheiterten Expedition von Sir John Franklin, die HMS Terror, in der kanadischen Arktis entdeckt. Franklin hatte mit seinen Schiffen HMS Terror und HMS Erebus Mitte des 19. Jahrhunderts vergeblich versucht, die Nordwest-Passage zu durchqueren. Wie bereits die Erebus war auch die Terror nur wenige Meter unter der Wasseroberfläche in der kanadischen Arktis gesunken und in sehr gut erhaltenem Zustand gesichtet. Der Vortrag wird sich nicht nur mit den historischen Ereignissen auseinandersetzen, sondern auch beleuchten, inwiefern das Auffinden der Schiffe, welches in Kanada zum nationalen Ereignis erklärt wurde, ganz konkrete Auswirkungen hat auf Besitzansprüche im Gebiet des Nordpols.

15. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
„UND DAS SOLL KUNST SEIN?“ – WEGE ZUM VERSTÄNDNIS DER KUNST UNSERER ZEIT

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Noch nie war so viel Kunst wie heute: Stetig wächst die Zahl der jungen Menschen, die Kunst studieren, immer mehr Sammler drängeln sich auf den Kunstmessen, auf Biennale folgt Triennale, Kunstwerke erzielen astronomische Auktionspreise, allerorten eröffnen neue Kunstmuseen – von „Bilbao“ bis „Barberini“. Gleichzeitig wird es jedoch immer schwerer, sich im Kunstdschungel der Gegenwart zurechtzufinden und fragen wie „Und das soll Kunst sein?“ machen die Runde.
Das vergangene „Superkunstjahr“ mit seinen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst wie der Biennale in Venedig, der Documenta in Kassel und den Skulpturenprojekten in Münster, fordert geradezu dazu heraus, über die Kunst unserer Zeit nachzudenken und Wege zu ihrem Verständnis aufzuzeigen. Einer führt dabei knapp 100 Jahre zurück – ins Jahr 1917….

21. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
ÜBER DAS LIEBESLEBEN DER VÖGEL UND UNSINNIGE WASSERSTRAßENPROJEKTE

Referent: Dr. Ernst Paul Dörfler, Biologe und Autor, Dessau

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Auf den ersten Blick scheinen die beiden Schwerpunkte dieses Vortrages wenig miteinander zu tun zu haben. Bei näherer Betrachtung wird jedoch bald erkennbar, dass es durchaus deutliche Zusammenhänge zwischen beidem gibt, führen doch Ausbau und ständige Vertiefung von Wasserstraßen auch zu einer erheblichen Beeinträchtigung des „Liebeslebens“ der Vögel.
Der Buchautor Dr. Ernst Paul Dörfler, EuroNatur-Preisträger 2010, erzählt zum einen, locker und amüsant, was es so alles mit dem Liebesleben in der Vogelwelt auf sich hat. Er beantwortet z.B. die Frage, wie die Geschlechter zueinander finden und wie der Partner gewählt wird. Geht es nach Schönheit, Größe, Stärke oder nach Vermögen? Kennen Vögel so etwas wie Liebe, Zärtlichkeit oder Eifersucht? Wie geht es bei der Hochzeit zu, und wie gestaltet sich das Familienleben?
Als langjähriger Anwohner der Elbe stellt der Referent jedoch andererseits fest, dass die Unterhaltung dieses Flusses für die Schifffahrt verstärkt zu Austrocknung der Auen, zu einer kontinuierlich stärker werdenden Erosion des Flussbettes mit immer niedrigeren Wasserständen führt und damit zu einem immer größer werdenden Verlust an Lebensräumen für viele Vogelarten. Vor diesem Hintergrund stellt sich in unserer Region auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Ausbaus des Elbe-Lübeck-Kanals.

22. Februar 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
„JEDER MENSCH IST EIN KÜNSTLER“ – ZUM „ERWEITERTEN KUNSTBEGRIFF“ BEI JOSEPH BEUYS

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Kein anderer Künstler der Nachkriegszeit hat die öffentliche Meinung so stark polarisiert, wie Joseph Beuys. Für die einen gilt er als „Künstler-Scharlatan“, die anderen sehen in ihm eine zentrale Künstlerpersönlichkeit im 20. Jahrhundert. Der Vortrag stellt die Ideen und die Hauptwerke des Künstlers vor. Dazu gehört auch die Aktion \"7000 Eichen\", die Beuys im Rahmen der documenta in Kassel durchführte.


März Seitenanfang

1. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
WO WIR UNS FINDEN WOHL UNTER LINDEN – EINE KULTURGESCHICHTE DER GATTUNG TILIA

Referent: Dr. Angelika Halama, Geographin, Buxtehude

Krügersches Haus, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht

Linden stehen überall – als Alleebäume, Parkbäume, in Städten und Dörfern. Doch wir heutigen Menschen wissen meist nicht mehr, welche Bedeutung die Linde für unsere Vorfahren hatte. In unserer Sprache, in Ortsnamen, aber auch in bildender Kunst und Poesie scheint diese Bedeutung auf. Begibt man sich auf die Spurensuche, findet man erstaunliche Zeugnisse dafür, dass die Linden einst Mittelpunkte unserer Dörfer waren: Bürgermeisteramt, Amtsgericht, Dorfgemeinschaftshaus und Diskothek in einem.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)

8. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB V
DIE WINDMÜHLEN IN LAUENBURG

Referent: Bruno Kluß, Bergedorfer Mühle e. V.

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg

Ende des 19. Jh. gab es in Lauenburg drei Windmühlen. Davon ist nur noch die Kampff’sche Mühle an der Bergstraße erhalten. Der älteste Standort liegt jedoch an der Berliner Straße, Hier wurde bereits 1750 anstelle einer Bockwindmühle die erste Holländerwindmühle im Herzogtum Lauenburg errichtet.
Die noch vorhandene Mühle ist jedoch nur scheinbar eine Windmühle, in Wirklichkeit ist sie ein gutes Beispiel für den Umbau einer Windmühle zur Motormühle. Leider ist auch diese Mühle gefährdet, sie braucht dringend die Unterstützung der Lauenburgerinnen und Lauenburger.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

15. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
NAMIBIA – IN SEINER GESCHICHTE UND GEGENWART

Referent: Klaus-Dieter Gralow, Archäologe, Bad Kleinen

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Nahezu unbekannt ist die Tatsache, dass aus Namibia die älteste Kunst Afrikas _!_ stammt, 1969 vom Deutschen Archäologe W.E. Wendt entdeckt. Der Vortrag beginnt hier und führt über weitere archäologische Stationen _Problematik Feldbildforschung_ zur Besiedlungsgeschichte des Landes durch die heute noch vorhandenen unterschiedlichen Stämme über eine 30 Jahre dauernde deutsche Kolonialgeschichte _1884-1915_, einer über 70 Jahre andauernden Geschichte als südafrikanisches Mandatsgebiet _bis 1990_ bis in die heutige Zeite. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Landes, mit der Geschichte der Menschen, ihrer Kultur und ihrer Landschaft werden gezeigt.

ACHTUNG: WEGEN ERKRANKUNG DES REFERENTEN MUSS DER VORTRAG LEIDER AUSFALLEN. WIR BITTEN UM VERSTÄNDNIS.

_in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg_

21. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
DIE WALE VON GROß PAMPAU – PALÄONTOLOGISCHE SCHÄTZE AUS DER UR-NORDSEE

Referent: Gerhard Höpfner, Museum für Natur und Umwelt, Lübeck

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Im Jahr 1984 fanden Mitglieder des Vereins Lübecker Geschiebesammler die ersten Walknochen im schwarzen Glimmerton der Groß Pampauer Kieskuhle. Die heutige zähe Tonschicht war vor etwa elf Millionen Jahren der Schlick der Ur-Nordsee, die damals weit bis in das heutige Binnenland hineinragte. In diesen einstigen Schlick-Schichten des oberen Miozän lagern heute die Überreste der damals verendeten Meeresbewohner, die normalerweise nur in Tiefen von rund 100 Metern zu finden sind. Im Bereich von Groß Pampau wurden sie jedoch durch Salzdome nach oben gedrückt, so dass sich dort eine in Europa einmalige, oberflächennahe Fundsituation befindet. Das hat den kleinen Ort in Schleswig-Holstein mittlerweile als Fundort und einzigartige Lagerstätte europaweit bekannt gemacht. Nach einer längeren Pause beim großflächigen Tonabbau konnten von 2012 an erneut aufwändige paläonto-logische Grabungen durchgeführt werden, bei denen hervorragende Neufunde gemacht wurden. 2016 gab es zwei besonders sensationelle Funde in Form einer Robbe und eines besonders gut erhaltenen Bartenwals inklusive Beckenknochen. Im Lübecker Museum für Natur und Umwelt werden viele der Funde wissenschaftlich bearbeitet und ausgestellt.

22. März 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
DER 2. PRAGER FENSTERSTURZ

Referent: Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée, Politologe, Kiel

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Der Weltkrieg der Religionen brach aus, als sich das Zahlenverhältnis im siebenköpfigen Kurkolleg von 4 : 3 zuungunsten der Katholiken in 3 : 4 verwandelte.
In hellem Aufruhr hatten die böhmisch-mährischen Stände ihren habsburgischen Landesherrn abgesetzt und seine drei Emissäre 18 m tief aus dem Ladislaus-Saal der Prager Burg gestürzt. Sie wählten dann einen Ultracalvinisten zum König und Kurfürsten von Böhmen.
Der 1. Fenstersturz war 1419 im Neustädtischen Rathaus im Zuge der Hussitenkriege, der 3. während des kommunistischen Umsturzes 1948, als der linksliberale Außenminister der CSR Jan Masaryk, Sohn des Staatsgründers von 1918 Thomas Masaryk aus dem 12. Stock des Czernin-Palais‘ zu Tode stürzte. Aus der CSR wurde gewaltsam die CSSR.


April Seitenanfang

5. April 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
SIND WIR ALLEIN IM UNIVERSUM? SETI: DIE SUCHE NACH DEN ALIENS.

Referent: Dipl.-Phys. Carsten Busch, Geschichte der Naturwissenschaften, Universität Hamburg

Hauptstraße. 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Wurden am 15. August 1977 intelligente Signale aus dem All aufgezeichnet?
Welches Geheimnis verbirgt der Stern KIC 8462852?
Werden Außerirdische in ferner Zukunft Botschaften der Menschheit empfangen, oder sollten wir uns lieber ganz still verhalten?
Warum eignen sich 21 cm als kosmische Längeneinheit?
Die Geschichte der Suche nach extraterrestrischen Zivilisationen ist reich an spannenden Fragen. Die wichtigste Frage bleibt jedoch: Werden wir sie jemals entdecken, oder sind wir allein in diesem unvorstellbar großen Universum.

12. April 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
ERNÄHRUNG, KONKURRENZ, UND JAGDVERHALTEN VON FLEDERMÄUSEN AN GEWÄSSERN

Referent: PD Dr. habil. Robert Sommer, Zoologe, Universität Rostock

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Die Nahrung von Fledermäusen kann in verschiedenen Regionen der Erde zum Teil ganz unterschiedlich sein. Aus unserer Sicht gehören z. B. der blutleckende „gemeine Vampir“ in Südamerika oder der Riesenabendsegler in Süd- und Osteuropa, welcher unter anderem Kleinvögel im Flug erbeutet, zu den bemerkenswertesten Arten.
Um interessante und beeindruckende Einblicke in das Jagdverhalten von Fledermäusen zu bekommen, muss man aber nicht zwangsweise eine weite Reise in die Tropen unternehmen, denn auch im europäischen Flachland kann man als Forscher noch spannende und neuartige Zusammenhänge der Natur dokumentieren! So zum Beispiel beginnt auch in der ganz normalen norddeutschen Seenlandschaft an jedem Sommerabend bei einbrechender Dunkelheit ein atemberaubendes Schauspiel: Fledermäuse erobern den Luftraum und erbeuten im geschickten Jagdflug über Bäumen oder Gewässern Schmetterlinge, Käfer und Mücken - das große nächtliche „Fressen und gefressen werden“ beginnt ...

Der Vortrag wurde vom 18. Jan. auf den 12. April verlegt.

19. April 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE TOURISMUSDESTINATION ALTES LAND – EINE AGRARISCHE KULTURLANDSCHAFT MIT WELTKULTURERBEPOTENZIAL

Referent: Stephan Bergmann, Dipl.-Geograph, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Das Alte Land an der Unterelbe zwischen Hamburg, Stade und Buxtehude gelegen ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet nördlich der Alpen sowie Urlaubs- und Ausflugsdestination für jährlich Hunderttausende von Erholungssuchenden aus nah und fern. Zugleich ist die seit dem 12. Jahrhundert durch holländische Wasserbauspezialisten eingedeichte und in drei „Meilen“ besiedelte Region eine einmalige Kulturlandschaft, die sich seit einigen Jahren um die Anerkennung zum Weltkulturerbe der UNESCO bewirbt. Zahlreiche regionaltypische Elemente aus Landwirtschaft, Industrie und Seefahrt prägen das Erscheinungsbild dieses Landstrichs, der sich den Herausforderungen eines zunehmenden Expansionsdrucks aus der Freien und Hansestadt Hamburg stellt. Im Rahmen des Vortrags wird versucht, einen ersten Überblick über das Alte Land als Lebens-, Wirtschafts- und Tourismusraum zu geben.

24. April 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
ALFRED LICHTWARK UND DIE MODERNE KUNST IN HAMBURG

Referent: Dr. Katrin Schmersahl, Historikerin, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

1886 wurde Alfred Lichtwark zum ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle berufen. Er lud bekannte Künstler der Moderne - unter ihnen auch Max Liebermann - nach Hamburg ein, um hier zu arbeiten. Die jungen Hamburger Künstler wiederum ermunterte er zu „mehr Farbigkeit\" und forderte sie ebenfalls auf, die „hamburgische Landschaft” zu malen. Im Frühjahr 1897 schlossen sich die Maler der jungen Generation – unter ihnen Julius von Ehren, Ernst Eitner, Arthur Illies und Arthur Siebelist -zum Hamburgischen Künstlerclub zusammen. So entstand in Hamburg, noch vor der Gründung der Berliner Sezession 1898, eine der ersten modernen Künstlervereinigungen Deutschlands. Mit ihrer neuartigen Freilichtmalerei provozierten die „Jungen Hamburger“ allerdings erst einmal einen handfesten Skandal ...


Mai Seitenanfang

5. Mai 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
TE-BUa
VERSTECKTE WALLANLAGEN UND BURGEN IN FLUR UND WALD

Leitung: Dr. Werner Budesheim

Mit dem Beginn der sog. Deutschen Ostkolonisation ab der Mitte des 12. Jahrhunderts erscheint ein völlig anderer Typ von Burgen, nämlich Ritterburgen, die heute in der Wissenschaft als „Motten“ bezeichnet werden (nach dem franz. „chateau à motte“), sog. Turmhügelburgen. Dazu kommen noch Burgen, deren siedlungsmäßige und funktionale Bedeutung ungeklärt ist. Wir werden u.a. besuchen und besprechen: die sog. Ertheneburg bei Schnakenbek, eine eingeebnete Wallanlage bei Franzhagen, eine Motte im Koberger Forst, den Sirksfelder Ringwall, die Burg von Linau, und die Reste des Duvenseer Walls und, wenn noch Zeit bleibt die mittelalterlichen Burganlagen von Borstorf. Zeit für eine Mittagspause unterwegs wird gegeben.

7.30 Uhr ab Schwarzenbek Bushaltestelle Königsberger Allee B 207
7.50 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Am Grotensahl B 207
8.00 Uhr ab Bergedorf S-Bahnhof, Bushaltestelle vor dem Parkhaus Ecke Weidenbaumsweg–B5
8.20 Uhr ab Geesthacht Bushaltestelle Düneberger Str.

Rückfahrt an Bergedorfgegen 18.00 Uhr
Teilnehmerbeitrag: 40,00 € für Mitglieder
45,00 € für Gäste

25. Mai 2018 - 3. Juni 2018 In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
Wentorfer Kulturwoche

Wentorf bei Hamburg

Ansprechpartner der Wentorfer Kulturwoche:


Alexa Binnewies
Am Petersilienberg 8
21465 Wentorf
040/7216454
Sybille Marks
Gorch-Fock-Straße 5
21465 Wentorf
040/7204448
a.binnewies@dasAtelier.de sybmar@gmx.de

Die nächste „Wentorfer Kulturwoche“ findet in der Zeit vom 25.05. – 3.06.2018 statt. Wir haben uns für diesen frühen Termin im Jahr entschieden um mit der Fußballweltmeisterschaft, den beweglichen Ferientagen, anderen Feiertagen nicht ins Gedränge zu kommen. Es sollen wie in den vorangegangenen Jahren Tage voller Musik, Kunst, Tanz, Theater, Literatur, Geschichten, Lesungen, Vorträge, Workshops, kulinarischer Genüsse, und Gottesdienste an den unterschiedlichsten Veranstaltungsorten in unserer Gemeinde werden.
Das Besondere an dieser Woche ist, dass die Organisation, Durchführung und Teilnahme ehrenamtlich erfolgt, das umfangreiche Programm ausschließlich durch Spenden finanziert wird und dass alle Beteiligten mit sehr großem Engagement, Einsatz und viel Freude mitmachen. Gemeindliche und kirchliche Räumlichkeiten werden kostenfrei zur Verfügung gestellt, Künstlerinnen und Künstler öffnen ihre Ateliers und Gärten und Pastoren halten den Gottesdienst unter freien Himmel ab. Bis auf wenige Ausnahmen werden keine Eintrittsgelder erhoben, sondern wir bitten um Spenden.
Kultur in Wentorf ist bunt, verbindend und inspirierend. Die Wentorfer Kulturwoche ist Anlass und Gelegenheit zusammen zu kommen, Menschen kennen zu lernen, gemeinsam zu erleben, zu hören, zu sehen, zu fühlen zu staunen und auch selbst mitzumachen. Es soll Raum für Dialog, Austausch und Gemeinschaft geschaffen werden und das kulturelle Netzwerk soll weiter wachsen und über Wentorf hinausreichen.
Viele kennen unsere „etwas andere Tombola“ – die interessanten vielseitigen „Zeitgeschenke“ (z.B. Teilnahme an Workshops, Führungen, Schnuppern in Ateliers oder bei Theaterproben etc.) haben schon viele begeisterte Gewinner gefunden. Der Losverkauf startet am Sonnabend, dem 19. Mai 2018 auf dem Casinopark, wenn der Infostand dort besucht werden kann.
Im Internet finden Interessierte alle wichtigen Informationen, Anmeldeformulare und Teilnahmebedingungen unter www.wentorfer-kulturwoche.de.
Freuen Sie sich auf diese Kulturrausch-Zeit in 2018 und erleben Sie Wentorf durch Ihren Besuch von einer vielseitigen kulturellen Seite. In Wentorf zu leben heißt auch am Gemeinschaftsleben teilzunehmen, bringen Sie sich ein, machen Sie mit – und genießen Sie alles, was Ihnen angeboten wird.
Sybille Marks

26. Mai 2018 09:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
TE-BUb
GUDOW - EIN BESONDERER ORT IM LAUENBURGISCHEN – ein Spaziergang durch die Geographie, Geschichte und Gegenwart von Gudow –

Leitung: Dr. Werner Budesheim, Geograph, Reinbek

Gudow zählt Zu den ältesten Kirchdörfern im Lande Ratzeburg. Es wird schon 1194 als solches urkundlich erwähnt. Sein slawischer Name bedeutet „Ort des God“, was meint „Ort des Guten oder des Tüchtigen“. Um 1150 übernehmen aus den Westen kommende deutsche Kolonisten Dorf und Gemarkung, die zu 24 Hufen an Ackerland aufgeteilt wird. Die Hufe je Bauernstelle hat hier eine Größe von 12,3 Hektar. Die aus Feldsteinen in Verschalungstechnik mit Gipsmörtel gebaute Kirche ist baugeschichtlich und kunsthistorische von besonderer Bedeutung. Das Patronat war/ istritterlich (Patronatsloge). Neben dem Besuch der Kirche machen wir auch einen Gang durch den ursprünglichen Kern des Dorfes. Soweit noch Zeit bleibt kann ein Abstecher zum „Wendfeld“ bei Sophiental und zur ehemaligen Richtstätte jenseits des Segrahner Berges gemacht werden.

Treffpunkt ist um 09.30 Uhr die Kirche in Gudow Ende des Rundgangs ist gegen 12.00 Uhr.
Die Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung wird erbeten.

28. Mai 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
PYRENÄEN – ARAGÓN – CASTILLA – LA MANCHA Ein natur- und kulturgeographisches Profil - von den Hochpyrenäen durch Ebro-Becken und Iberisches Randgebirge in die Südliche Zentralmeseta-

Leitung: Prof. Dr. Frank N. Nagel, Hamburg

Toulouse (Flug von Hamburg) – Französische Pyrenäen: – Mirepoix – Montségur – St. Gaudens – Lourdes – Luz-Saint-Sauveur – Parc National des Pyrénées – Cirque de Gavarnie – La Mongie - Pic du Midi de Bigorre (rd.3000 m) – Spanische Pyrenäen: Túnel de Bielsa – Parque de Ordesa y Monte Perdido – Ainsa – Ebro-Becken: Zaragoza – Iber. Randgebirge: Calatayud – Serrania de Cuenca: Albarracín – Cuenca – Südliche Zentralmeseta: Toledo – Consuegra – Chinchon – Rückflug von Madrid

Die Exkursion beginnt in Mirepoix, einer sehr gut erhaltenen mittelalterlichen Bastide-Anlage im Pyrenäen-vorland, und im benachbarten Montségur, einem impo-santen und erschütternden Rückzugsort der Katharer (Aufstieg zur Burgruine). Über die Pilgerstadt Lourdes geht es in den Französischen Nationalpark der Pyrenäen, dort Wanderung zum Cirque de Gavarnie. (Diesen hoch aufragenden, einst vergletscherten Talkessel an der Nordseite des Monte Perdido beschrieb Victor Hugo zu Recht als einen der “erhabensten Orte Frankeich” oder auch als “Colosseum de la Nature”). Am 1. Juni, Beginn der Sommersaison im modernen Ski- und Wandergebiet von La Mongie, Auffahrt per Seilbahn auf den Gipfel des Pic du Midi de Bigorre (Fernsicht bis zum Zentralmassiv möglich, Pyrenäen-Museum u.a.).

Auf der spanischen Seite der Pyrenäen sind Wanderungen und Übernachtungen in einem Spa-Hotel geplant. Die lebhafte Hauptstadt Aragóns am Ebro, Zaragoza, war im Jahre 2008 Standort der Expo, erhalten sind einige postmoderne Bauten, u.a. von Zaha Hadid. Weiter geht es nach Calatayud mit seinem Weinbau und der historischen Altstadt, einem Schwerpunkt der Mudejar-Architektur in Aragón, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Erkundung der zentralen Spanischen Meseta gilt anschließend dem relativ unberührten und unbekannten Gebiet der Serrania de Cuenca mit ihren Karstphänomenen, der Quelle des Tajo und historischen Kulturschätzen (Felsmalereien, Salinen, mittelalterliche Stadt-und Burgkulissen). – Die hängenden Häuser (Casas Colgadas) in der Spornlage von Cuenca gehören ebenso zum Weltkulturerbe wie die Altstadt von Toledo und ihrem einzigartigen Ambiente der “drei Kulturen”. Toledo, die Hauptstadt von Castilla-La Mancha, war berühmt für seine noch allgegenwärtige Schwertschmiedekunst und besaß zeitweilig ein legendäres Wasserhebewerk vom Tal des Tajo auf die Anhöhen der Stadt. Consuegra schließlich, auf der Route der “Windmühlen von La Mancha” kultiviert die Verbindung zu Cervantes und “Don Quijote”. Die Exkursion wird im stilvollen Parador de Chinchon beendet, einem alten Augustinerkloster aus dem 15. Jahrhundert.

Von den insgesamt 14 Übernachtungen finden 4 in Frankreich, 10 in Spanien statt.

Kosten: Für Hin-und Rückflug nach Toulouse / ab Madrid, Busfahrt, Besichtigungen, Übernachtung im DZ mit Frühstück und mehrgängigem Abendessen pro Person 2.200.-, bei EZ 400.- mehr.

Anmeldung über Frau Christel Wichers, Geographische Gesellschaft Hamburg,Tel: 040 / 42838-4946
wichers@uni-hamburg.de

Die Wanderungen verlangen festes Schuhzeug, sind jedoch eher als moderat, bzw. leicht zu bezeichnen, ein Wander-Teleskopstock ist empfehlenswert.
Mit der Anmeldebestätigung, die Ihnen anschließend zugesandt wird, erhalten Sie weitere Informationen.

(Anmeldeschluss 3. Januar 2018)

Die Exkursion wird zusammen mit der Geographischen Gesellschaft in Hamburg durchgeführt.

29. Mai 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
ANNETTE VON DROSTE-HÜLSHOFF – „O SCHAURIG ISTS ÜBERS MOOR ZU GEHN …“

Referent: Ulrike Budesheim, Germanistin, Reinbek

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

O schaurig ists übers Moor zu gehn …“, so beginnt eines der bekanntesten deutschen Gedichte, das von Generationen von Schülern auswendig gelernt wurde. Das Gedicht verbreitet ein gruseliges Schaudern, denn das Moor, über das der Knabe geht, ist bevölkert von frevelnden Menschen, die als Tote, versunken im Schlamm, das durch das Moor eilende Kind verschlingen wollen.
Nicht heiterer geht es in A.v.D.-H.‘s Meisternovelle „Die Judenbuche“ zu. In hartem, unsentimentalen Ton werden in der Kriminalnovelle Recht, Freiheit, Fluch und Schuld der menschlichen Existenz gezeigt.
Die Werke der Droste weisen auf die Moderne, denn sie ahnt das Unsichere der menschlichen Existenz. Die Härte ihrer Werke steht in großem Kontrast zu ihrem wirklichen Leben. Sie hat als adeliges Landfräulein die Anforderungen ihrer Familie und ihres Standes stets erfüllt, und die Dichtung war eher ein Produkt zusammengegeizter Nebenstunden. Die zierliche, kleine Annette wurde als Heimatdichterin missverstanden.
Es soll im Vortrag die wahre Größe der Dichterin deutlich gemacht werden, indem einige ihrer Werke vorgestellt werden.


Juni Seitenanfang

2. Juni 2018 09:00 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
TE-BR/WI
OTTENSEN – VOM DICHTEN INDUSTRIESTANDORT ZUM BELIEBTEN KREATIVVIERTEL

Leitung: Dr. Stefan Brauckmann, Dr. Eike Winkler

Auf Wunsch der Teilnehmenden der Tagesexkursion „Die Hamburger HafenCity – Vom innerstädtischen Hafenbezirk zu einem der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas“ widmen wir uns in diesem Jahr dem Stadtteil Ottensen im Bezirk Altona. Damit wird die seit 2011 erfolgreich laufende Serie der Hamburger Stadtteilexkursionen fortgeführt.
Mit einer Fläche von 2,9 km² ist Ottensen flächenmäßig einer der kleineren Stadtteile von Hamburg. Heute leben in dem Stadtteil etwa 35.000 Menschen, so dass die Bevölkerungsdichte relativ hoch ist. Ottensen entwickelte sich bereits im 19. Jahrhundert zu einem gemischt-genutzten Industrie- und Wohnquartier. Nach einem tiefgreifenden Strukturwandel hat sich Ottensen zu einem beliebten Viertel für die Kreativbranche sowie als Wohngegend für überdurchschnittliche Einkommensbeziehende entwickelt.
Der kulturlandschaftliche und gesellschaftliche Wandel des Stadtteils wird im Vordergrund stehen. Dabei werden wir die gemischte Einzelhandelsstruktur in der Ottensener Hauptstraße ebenso wie die ehemaligen Industrieareale von bekannten Firmen wie Kolbenschmidt besichtigen. Aktuelle kontroverse Diskussionen über die weitere Verdichtung sowie Konfliktlinien zwischen gewerblicher Nutzung und Wohnnutzung sollen exemplarisch an den Themen „Spritzenplatz“ und „Zeise2“ aufgegriffen werden.

Teilnehmerbeitrag:
15,00 € für Mitglieder
20,00 € für Gäste

Beginn 09:00 Uhr, Treffpunkt: Bahnhof Altona, am Fernbahngleis 12
Ende gegen 16:00 Uhr am Bahnhof Altona
Es wird die Möglichkeit geben, ein gemeinsames Mittagessen einzunehmen.

12. Juni 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE HASELNUSSRÖSTER VOM DUVENSEER MOOR

Referent: Dr. Daniel Groß, Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie in Schleswig

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Die Gegend westlich von Ratzeburg und Mölln bei Klinkrade um das Jahr 7.500 vor Chr.: Dort, wo heute das Duvenseer Moor liegt, gab es einst einen großen flachen See mit zahlreichen Inseln. Jedes Jahr im Herbst kamen regelmäßig und über lange Zeiträume Menschen der Mittleren Steinzeit auf ihren Wanderungen hierher, um sich für den nahenden Winter mit Proviant zu versorgen. Sie pflückten Haselnüsse und rösteten sie des besseren Geschmacks wegen und aus Zwecken der Konservierung an Ort und Stelle. Die Schalen ließen sie achtlos liegen. 1923 wurden diese und der dazu gehörende Siedlungsplatz zufällig von dem Geologen Karl Gripp entdeckt. Das Moor wurde schnell zu einem wichtigen Platz der Mesolithikumforschung in ganz Nordeuropa! Aber die Forscher fanden noch mehr: Das „Duvenseer Paddel“ zum Beispiel, das lange als das älteste Rudergerät der Welt galt und im Hamburger Helmsmuseum gezeigt wird.
Besonders gut kann auf den Fundplätzen im Duvenseer Moor die zeitliche Abfolge in der Entwicklung von Geräten aus Feuerstein _Pfeilspitzen, Schaber usw._ nachvollzogen werden. Die hier siedelnden Menschen ernteten nicht nur Haselnüsse, sie gingen auch auf Jagd und reparierten ihre Waffen. Das Wasser überquerten sie in Einbäumen, die Nüsse legten sie zum Schutz vor Bodenfeuchte auf Rindenmatten.
Dr. Daniel Groß berichtet über den bisherigen neuen Forschungsstand und über eine Zeit, in der sich das Klima nach dem Ende der Eiszeit im Jahresdurchschnitt um mehrere Grad erwärmte und die Umwelt total veränderte - bis hin zum Abschmelzen der Polkappen und dem Entstehen von Nord- und Ostsee.
Der Vortrag wurde vom 07. Juni auf den 12. Juni verlegt.

_in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg_

14. Juni 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
WER HAT’S ERFUNDEN? ZUR ENTWICKLUNG DER TRIGONOMETRIE.

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, HafenCity Universität Hamburg - Studiengang Geodäsie und Geoinformatik

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Die Neuinterpretation der 3.700 Jahre alten babylonischen Keilschrifttafeln „Plimpton 322“ wirft ein ganz neues Licht auf die Urheberschaft der Trigonometrie, die sonst den Griechen der Antike oder den Indern um 500 n. u. Z. zugeschrieben wurde. Die an praktischen Anwendungen orientierte Mathematik der Babylonier drückt die Verhältnisse im rechtwinkligen Dreieck durch Proportionen aus, die Aufgrund des verwendeten Zahlensystems zur Basis 60 einen sehr einfachen und genauen Zugang zur Berechnung von Dreiecken liefert. Diese Berechnungen sind von enormer Bedeutung, z.B. für die Vermessung von Feldern bis hin zur Konstruktion von Bauwerken wie Tempeln oder Pyramiden. Vielleicht stellt sich in Zukunft sogar die verwendete Rechentechnik als nützliches Hilfsmittel für unsere Computer heraus.
Die verwendete Methode wird erläutert und mit den griechischen und indischen Zugängen verglichen.

28. Juni 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
PAULA MODERSOHN-BECKER IN PARIS

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Ausstellungen ihrer Werke in Paris, Kopenhagen oder Hamburg haben das starke Interesse des Publikums an Modersohn-Becker eindrücklich dokumentiert. Während ihrer vier Aufenthalte in der französischen Hauptstadt hat sich die Malerin mit den damals aktuellen Strömungen der Moderne vertraut gemacht und ihr eigenes Werk damit bereichert.
Der Vortrag folgt den Spuren der Malerin durch Paris.


Juli Seitenanfang

9. Juli 2018 - 16. Juli 2018 In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
ME-BU
AUGSBURG: RÖMERSTADT – STADT DER FUGGER UND WELSER – STADT DER REFORMATION – STADT MODERNER INDUSTRIE

Leitung: Dr. Werner Budesheim, Germanist und Geograph

Augsburg

Es sollen in Augsburg u.a. folgende Ziele besucht werden: die Moritzkirche (nach dem Krieg in bemerkenswerter Weise im inneren Bereich wieder aufgebaut), St. Anna (ehemaliges Karmeliterkloster, in dem M. Luther 1518 übernachtete, Fuggergrablege), Rathaus mit Goldenem Saal, Fuggerei, Fuggerpalast, Maximilian-Museum, ev. Ulrichskirche, kath. Kirche St. Ulrich, Textil- und Industriemuseum, Glaspalast (moderne Kunst), Dom und Gebiet der ehemaligen Römerstadt, Schaezlerpalais mit Bild Jacob Fuggers von A. Dürer, Synagoge. Dazu kommen Tagesfahrten nach München (Pinakotheken, Lembach-Museum, Stuck-Villa) und zum Nördlinger Ries mit Besuch des Ries-Museums.

Kosten mit Übernachtung im DZ und Frühstück sowie allen Gruppeneintritten (außer Theater/Oper/Konzerte) 755,00 € für Mitglieder, 825,00 € für Gäste, EZ-Zuschlag 120,00 €

Die Anmeldung wird bis zum 15. März erbeten, sie wird bis zum 30. März bestätigt, sie wird mit der Überweisung des Teilnehmerbeitrages bis spätestens zum 15. Mai verbindlich.

Das detaillierte Programm mit den Abfahrtsorten und jeweiligen Abfahrtszeiten wird den Angemeldeten rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

AUGUSTA VINDELICORUM – AUGSBURG DER FUGGER UND WELSER – AUGSBURG ALS INDUSTRIESTADT
Augsburg ist nach Trier die zweitälteste urkundlich erfassbare Stadt Deutschlands,...

29. Juli 2018 09:00 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
TE-WE
TAGESFAHRT IN DAS OLDENBURGER WALLMUSEUM

Leitung: Karl-Heinz Weber

Sporthalle Schule Büchen, Schulweg 1

Die Exkursion führt nach Oldenburg/Holstein. Das dortige Wallmuseum thematisiert über 500 Jahre slawischer Siedlungsgeschichte in Ostholstein zwischen dem 7. und 12. Jahrhundert. Starigard („Alte Burg“), der ursprünglich dort befindliche Ort war Schleswig-Holsteins erste befestigte Siedlung. Die auch heute noch in Teilen erhaltene Ringwallanlage schützte den Fürstenhof. Als westlichstes Herrschaftszentrum der Slawen war es ein bedeutender Handels- und Hafenplatz und gleichermaßen Bischofssitz und heidnischer Kultplatz.
Ausgehend von den archäologischen Funden und Ausgrabungsergebnissen auf dem Oldenburger Ringwall werden der Alltag und die Lebens(um)welt der Menschen vor 1000 Jahren im ehemals westslawischen Siedlungsgebiet präsentiert. In 20 rekonstruierten slawischen Häusern werden beinahe in Vergessenheit geratene frühere Handwerkstechniken ebenso in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zurückgebracht wie das Wissen um alte Pflanzen oder Haustierrassen.

Treffpunkt ab 9.00 Uhr ab Parkplatz Sporthalle Schule Büchen, Schulweg 1

Anreise in Fahrgemeinschaften, daher bitte vorherige Anmeldung unter 04158/651.


August Seitenanfang

31. August 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
DER UNTERGANG DER K.u.K.-MONARCHIE VOR 100 JAHREN

Referent: Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée, Politologe, Kiel

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Das zerbrechliche Gebilde der ehrwürdigen K.u.K.-Monarchie mit den beiden tragenden Nationen der Deutschösterreicher und der Ungarn war schon lange dem Sturm des Nationalismus der anderen Völker ausgesetzt. Es musste einstürzen, als der 1.Weltkrieg verloren war. Als die Völker ihren Landhunger gestillt hatten, blieb vom Kaiserreich Österreich noch etwa 30 %, vom Königreich Ungarn ebenfalls nur noch 30 % übrig, wobei das ungarische Burgenland an die Republik Österreich kam.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)


September Seitenanfang

10. September 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
DER ANDERE ANDERSEN – HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Lübeck, Schüsselbuden 6 - 8 Vorwerker Diakonie im Gablerhaus, Café Ulrich‘s

Weltberühmt ist Hans Christian Andersen mit seinen Märchen geworden, die in mehr als 150 Sprachen übersetzt wurden. Kaum bekannt sind jedoch die Scherenschnitte, Zeichnungen oder collagierten Bücher des dänischen Dichters. Anders als die Verleger zu Andersens Lebzeiten, die zur Illustration der Märchen erfahrene Illustratoren wie Otto Speckter oder Vilhelm Pedersen beauftragten, schuf Andersen selbst ein geradezu modernes Werk, das jedoch nur einem kleinen privaten Kreis bekannt war und zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurde. Der Vortrag stellt den „anderen“ Andersen vor und dokumentiert, wie dessen Kunst z.B. in Andy Warhol einen Bewunderer fand.

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

BESUCH DER BREMER KUNSTHALLE: ZUR AUSSTELLUNG „DER ANDERE ANDERSEN –HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER“
7.30 Uhr ab Schwarzenbek Bushaltestelle Königsberger Allee B 207 7.50 Uhr ab Wentorf ...

18. September 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DER MYTHOS TROJA

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin, Lauenburg

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Im 8. Jahrhundert v. Chr. beschrieb Homer in der Ilias den Krieg um Troja und schuf damit einen Mythos, der bis heute nichts an Strahlkraft verloren hat. Schon in der Antike wurde die Ilias zur Standardlektüre, und Themen aus dem Trojanischen Krieg fanden Eingang in die bildende Kunst. Weder im Altertum noch im Mittelalter wurde an der Historizität Trojas gezweifelt, und inspiriert von der Dichtung Homers begab sich Heinrich Schliemann im späten 19. Jahrhundert auf die Suche nach dem legendären Ort. Mit seinen Funden begründete er die wissenschaftliche und historische Troja-Forschung, die bis heute andauert.
Themen dieses Vortrages sind die Begründung des Troja-Mythos‘ durch Homer und seine Rezeption in Antike, Mittelalter und früher Neuzeit sowie die Gegenüberstellung der literarischen Schilderungen mit dem historischen Troja, wie es aus Ausgrabungen und hethitischen Quellen erschlossen werden kann.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)

20. September 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
WIEN UM 1900

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann, Kunsthistorikerin, Hamburg

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Um 1900 kaiserliche Hauptstadt, ist Wien eine Stadt nicht ohne Widersprüche. Die Repräsentationsformen der Habsburger Donaumonarchie stehen den Sezessionskünstlern Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka höchst spannungsreich gegenüber. Die Künstler der Moderne zeigten insbesondere die seelische Verfasstheit ihrer Zeitgenossen.


Oktober Seitenanfang

1. Oktober 2018 09:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
DAS BIOSPHÄRENRESERVAT SCHORFHEIDE-CHORIN – KRANICHLAND MIT WEITEM HORIZONT

Leitung: Karl-Heinz Weber, Siebeneichen NABU Schleswig-Holstein, Gruppe Büchen

Region Chorin - Angermünde - Joachimsthal

Das 1990 gegründete Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, nordöstlich von Berlin gelegen, umfasst eine eindrucksvolle junge Eiszeitlandschaft mit rund 240 Seen, Tausenden von Mooren und ausgedehnten Wiesen und Äckern. Es ist eines der größten Schutzgebiete Deutschlands und eine von weltweit 669 UNESCO-Modellregionen, in denen gemäß den Vorgaben der UNESCO das Leben und Wirken des Menschen in und mit der Natur dazu beitragen soll, die gewachsene Kulturlandschaft zu schützen und nachhaltig weiter zu entwickeln.
Das stille, dünn besiedelte Land ist Lebensraum vieler vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten, die ungestörte Räume brauchen. In den naturnahen Wäldern brüten See-, Fisch- und Schreiadler, Kranich und Schwarzstorch. Auch Biber und Fischotter sind über das ganze Schutzgebiet verbreitet. Herzstück des Biosphärenreservates ist der Buchenwald Grumsin als einer der größten zusammenhängenden Tiefland-Buchenwälder weltweit. Er wurde im Jahr 2011von der UNESCO in das Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenurwälder Deutschlands“ aufgenommen.
Generationen von Menschen prägten und prägen die unterschiedlichen Landschaftsbilder bis heute. Wesentliches Ziel des Biosphärenreservates ist es deshalb, die entstandenen naturnahen Ökosysteme in der eiszeitlich geformten Landschaft mit ihrer gebietstypischen Arten- und Formenvielfalt zu erhalten und zu entwickeln.

Teilnahmekreis: Fachleute aus Naturschutzverbänden, Umweltbildung, Natur-und Umweltschutz, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Interessierte.
Referenten: Referenten und Referentinnen aus verschiedenen Institutionen der Region

Teilnahmebeitrag: 350,- € inklusive Übernachtung/Frühstück, zzgl. Verpflegungskosten

Veranstalter/Anmeldung: NABU Schleswig-Holstein, Gruppe Büchen, c/o Karl-Heinz Weber, Kanalstraße 6
21514 Siebeneichen, Telefon 04158/651 oder
Fax 04158/890023, E-mail: khpew@web.de

Die Anerkennung als Bildungsfreistellungsveranstaltung wurde beantragt.
Lehrkräfte aus Schleswig-Holstein können für die Teilnahme an dieser Veranstaltung Dienstbefreiung beantragen.
Für Mitglieder des Naturschutzdienstes ist dies eine anerkannte Fortbildungsveranstaltung.

Anmeldeschluss: 31. Juli 2018

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen und dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein)

23. Oktober 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
AUF DEN SPUREN BRONZEZEITLICHER GEMEINSCHAFTEN IN NORD- UND MITTELEUROPA

Referent: Dr. Jutta Kneisel, Archäologin, Christian-Albrechts-Universität Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Rund 20 Jahre lang haben Archäologen der CAU Kiel zusammen mit polnischen Kolleginnen und Kollegen eine Siedlung der bronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur in Bruszczewo - rund 60 km südlich von Posnan (Posen) - ausgegraben. Der Ort, über 300 Jahre an einer Bernstein-Straße gelegen, wird um 1.600 v.Chr. plötzlich aufge-geben. Die Einwohner fliehen in Richtung Westen. Was sind die Ursachen: Klima- oder Naturkatastrophen, Seuchen, kriegerische Auseinandersetzungen, das Ende der Handelsströme?
Im Rahmen des europaweiten Forschungsprojekts „Kultureller Wandel am Übergang von der Früh- zur Mittelbronzezeit“ untersuchte die Archäologin Jutta Kneisel auch Bestattungsplätze in Bredenbek bei Achterwehr und in der Gemarkung „Mang de Bargen“ östlich von Bornhöved und stellte fest, dass ihre Belegung fast nahtlos an das Ende von Bruszczewo anschließt. Da feststeht, dass die Kunst der Bronzeher-stellung bei uns aus Osteuropa eingeführt wurde, stellt sich die Frage: Waren es vielleicht die Siedler aus der Umgebung von Posen? Auf diese und andere Probleme sucht der Vortrag nach Antworten.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)

25. Oktober 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
LEIDENSCHAFT UND BILDGEWALT: TINTORETTO ZUM 500. GEBURTSTAG

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Kunsthistoriker, Kiel

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

1518 erblickte Jacopo Tintoretto als Sohn eines Färbers (Tintore) in Venedig das Licht der Welt. Eine Zeitlang wohl Lehrling in der Werkstatt des berühmten Tizian, gelang ihm im Alter von knapp 30 Jahren der Aufstieg in die erste Reihe der venezianischen Maler seiner Zeit.
Mit unbändigem Ehrgeiz und angetrieben von einer tiefen Religiosität schuf er in den kommenden Jahrzehnten bis zum seinem Tode für den Venezianischen Staat, die großen Brüderschaften und für die Kirchen Venedigs ein umfangreiches Werk voller Leidenschaft und Dramatik, dessen Höhepunkt die Ausmalung der Scuola Grande di San Rocco ausmachte.
Der Vortrag stellt Leben und Werk des letzten großen venezianischen Malers des Cinquecento vor und diskutiert seinen Stellenwert in der Geschichte der Kunst.


November Seitenanfang

1. November 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
HAMBURG – DAS BRAUHAUS DER HANSE

Referent: Prof. Dr. Gudrun Wolfschmidt, Universität Hamburg, Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Nach einem einleitenden Blick auf das Brauen bei den alten Hochkulturen wird die Brautradition im Mittelalter mit den Hausbrauereien und Klosterbrauereien vorgestellt und die Rolle des Biers als Exportartikel der Hanse diskutiert. - Wie wurde das Bier hergestellt, mit welchen Rohstoffen (man denke an das Reinheitsgebot von 1516) und wie hat sich der Brauprozess im Laufe der Jahrhunderte gewandelt. In diesem Zusammenhang wird der Übergang vom handwerklichen zum industriellen Brauen im 19. Jahrhundert thematisiert, insbesondere die Innovation beim Bierbrauen bzgl. Hefe und Gärung (Pasteur) und die Revolution durch die Kältetechnik (Linde), die zum Durchbruch des untergärigen Bieres führte. Abschließende Bemerkungen sind der Entwicklung der Hamburger Brauereien und der Renaissance der Braukunst gewidmet.

4. November 2018 00:00 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
Mitgliederversammlung

Dr. Werner Budesheim, Germanist und Geograph

Mitgliederversammlung

8. November 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
DER ANDERE ANDERSEN – HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER

Referent: Dr. Detlef Stein, Kunsthalle Bremen

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H.

Weltberühmt ist Hans Christian Andersen mit seinen Märchen geworden, die in mehr als 150 Sprachen übersetzt wurden. Kaum bekannt sind jedoch die Scherenschnitte, Zeichnungen oder collagierten Bücher des dänischen Dichters. Anders als die Verleger zu Andersens Lebzeiten, die zur Illustration der Märchen erfahrene Illustratoren wie Otto Speckter oder Vilhelm Pedersen beauftragten, schuf Andersen selbst ein geradezu modernes Werk, das jedoch nur einem kleinen privaten Kreis bekannt war und zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurde. Der Vortrag stellt den „anderen“ Andersen vor und dokumentiert, wie dessen Kunst z.B. in Andy Warhol einen Bewunderer fand.

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

BESUCH DER BREMER KUNSTHALLE: ZUR AUSSTELLUNG „DER ANDERE ANDERSEN –HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER“
7.30 Uhr ab Schwarzenbek Bushaltestelle Königsberger Allee B 207 7.50 Uhr ab Wentorf ...

10. November 2018 - 20. November 2018 In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
BESUCH DER BREMER KUNSTHALLE: ZUR AUSSTELLUNG „DER ANDERE ANDERSEN –HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER“

Leitung: Dr. Maria Moss

Schwarzenbek, Bushaltestelle Königsberger Allee B 207

7.30 Uhr ab Schwarzenbek Bushaltestelle Königsberger Allee B 207
7.50 Uhr ab Wentorf Bushaltestelle Am Grotensahl B 207
8.00 Uhr ab Bergedorf S-Bahnhof, Bushaltestelle vor dem Parkhaus Ecke Weidenbaumsweg – B 5
Rückfahrt ab 15.00 Uhr

Teilnehmerkosten:
45, -- EUR für Mitglieder
55, -- EUR für Gäste
Eintritte und Führungen sind enthalten.
Die Anmeldung wird bis zum 15. Okt. erbeten.

 

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DER ANDERE ANDERSEN – HANS CHRISTIAN ANDERSEN ALS KÜNSTLER
Weltberühmt ist Hans Christian Andersen mit seinen Märchen geworden, die in mehr als 150...

19. November 2018 - 26. November 2018 In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
ME-VÖ I
VENEDIG IM WINTER – MIT TAGESAUSFLUG NACH MANTUA (Gruppe 1)

Leitung: Dr. Stefan Vöhringer, Kunsthistoriker, Kiel

In diesem Winter ist die Reise in die Serenissima besonders lohnenswert, denn Venedig erinnert an zwei der berühmtesten Künstler seiner Geschichte: 1518 – vor 500 Jahren – erblickte Jacopo Robusti, später Tintoretto, der Färber, genannt, das Licht und der Welt; 1768 – vor 250 Jahren – starb Giovanni Antonio da Canal, der als Canaletto Eingang in die Kunstgeschichte gefunden hat.
Während Tintoretto seine Zeitgenossen mit seiner furiosen, religiös aufgeladenen Hell-Dunkel-Malerei in ihren Sehgewohnheiten herausforderte, bediente Canaletto im 18. Jahrhundert mit seinen Stadtansichten das europaweit gefragte Bild des heiteren Venedigs der Rokoko-Zeit.
Auf die Spuren dieser beiden Großmeister unter den venezianischen Malern wollen wir uns in 2018 begeben. Der obligatorische Tagesausflug auf das Festland führt dabei in eine der kunsthistorisch interessantesten Städte Norditaliens: nach Mantua, der einstigen Residenz der Familie Gonzaga. Ihnen gelang es als einzigen Auftraggebern überhaupt Jacopo Tintoretto aus seiner Heimatstadt herauszulocken, um für sie künstlerisch tätig zu werden.

(Die Reisedaten können sich bis um drei Tage verschieben. Sie hängen ab von den Flugplänen, die erst Mitte des Jahres 2017 veröffentlicht werden)

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

VENEDIG IM WINTER – MIT TAGESAUSFLUG NACH MANTUA (Gruppe 2)
In diesem Winter ist die Reise in die Serenissima besonders lohnenswert, denn Venedig erinnert an...

21. November 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
HEUTE RICHTIG EINKAUFEN – DAMIT WIR MORGEN GUT ESSEN KÖNNEN

Referent: Dipl. Oecotrophologin Renate Frank, Roseburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Was und wie wir heutzutage einkaufen, entscheidet nicht nur über unsere momentane Gesundheit, sondern auch darüber, welche Lebensmittel unsere Kinder und Kindeskinder in Zukunft vorfinden werden. Zu keiner Zeit hat sich die Lebensmittelproduktion so grundlegend verändert wie in den letzten Jahren. Viele Nahrungsmittel enthalten nicht mehr das, was Käuferinnen und Käufer erwarten. - Wie man Werbung und Marketingtricks durchschaut und woran man erkennt, was in den Lebensmitteln wirklich steckt, wird in diesem Vortrag erklärt.

22. November 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
MEHR RUHE – MEHR LEBENSQUALTITÄT

Referent: Prof. Dr-Ing. Martin Jäschke, HafenCity Universität Hamburg, Professur „Immissionsreduzierung in Urbanen Räumen“

Hauptstraße 18 d-Angerhof- 21465 Wentorf b. H.

Lärm wird schon seit langem bekämpft. Seit 2007 besteht für den Staat eine völlig neue gesetzliche Verpflichtung: Er soll auch die Ruhe schützen und zu diesem Zwecke „Ruhige Gebiete“ ausweisen. Und das nicht nur draußen auf dem Land, sondern auch mitten in der Stadt. Aber wozu brauchen Menschen Ruhe? Was ist das überhaupt? Wie und wo lassen sich Ruhige Gebiete finden? Der Vortrag gibt einerseits Antworten und spricht andererseits manche noch offene Frage an.

26. November 2018 - 3. Dezember 2018 In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
ME-VÖ II
VENEDIG IM WINTER – MIT TAGESAUSFLUG NACH MANTUA (Gruppe 2)

Leitung: Dr. Stefan Vöhringer, Kunsthistoriker, Kiel

In diesem Winter ist die Reise in die Serenissima besonders lohnenswert, denn Venedig erinnert an zwei der berühmtesten Künstler seiner Geschichte: 1518 – vor 500 Jahren – erblickte Jacopo Robusti, später Tintoretto, der Färber, genannt, das Licht und der Welt; 1768 – vor 250 Jahren – starb Giovanni Antonio da Canal, der als Canaletto Eingang in die Kunstgeschichte gefunden hat.
Während Tintoretto seine Zeitgenossen mit seiner furiosen, religiös aufgeladenen Hell-Dunkel-Malerei in ihren Sehgewohnheiten herausforderte, bediente Canaletto im 18. Jahrhundert mit seinen Stadtansichten das europaweit gefragte Bild des heiteren Venedigs der Rokoko-Zeit.
Auf die Spuren dieser beiden Großmeister unter den venezianischen Malern wollen wir uns in 2018 begeben. Der obligatorische Tagesausflug auf das Festland führt dabei in eine der kunsthistorisch interessantesten Städte Norditaliens: nach Mantua, der einstigen Residenz der Familie Gonzaga. Ihnen gelang es als einzigen Auftraggebern überhaupt Jacopo Tintoretto aus seiner Heimatstadt herauszulocken, um für sie künstlerisch tätig zu werden.

(Die Reisedaten können sich bis um drei Tage verschieben. Sie hängen ab von den Flugplänen, die erst Mitte des Jahres 2017 veröffentlicht werden)

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

VENEDIG IM WINTER – MIT TAGESAUSFLUG NACH MANTUA (Gruppe 1)
In diesem Winter ist die Reise in die Serenissima besonders lohnenswert, denn Venedig erinnert an...


Dezember Seitenanfang

4. Dezember 2018 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
STUDIENREISE: WASHINGTON D.C.

Referent: PD Dr. Maria Moss, Leuphana Universität Lüneburg

Hotel Bellevue, Blumenstraße 29, 21481 Lauenburg

Der Vortrag mit Power-Point-Präsentation wird eine Studienreise in die Hauptstadt der USA dokumentieren, die ich im September 2018 mit Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg durchführen werde. Im Mittelpunkt dieser Studienreise steht Washingtons unvergleichliche Museenlandschaft, die sog. Smithsoninan Institution. Dieser weltweit größte Museumskomplex beherbergt u.a. das National Air and Space Museum, das National Museum of Natural History, das National Museum of the American Indian sowie das erst 2016 eröffnete National Museum of African American History and Culture. Doch auch die unzähligen Denkmäler (z.B. Lincoln Memorial, Vietnam Veterans Memorial) sowie die politischen Instanzen des krisengeschüttelten Washington und Schauplätze der Weltpolitik (z.B. White House, United States Capitol, Supreme Court, Library of Congress) stehen auf der Tagesordnung.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)


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