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6. April 2017 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
DER KAMPF UM DEN NORDEN – DÄNEN UND FRANKEN UND DIE BURG ESESFELTH AN DER STÖR

Referent: Dr. Thorsten Lemm, Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie, Schleswig

Hauptstraße 18 d - Angerhof - 21465 Wentorf b. H

Es war Karl der Große, auf dessen Befehl hin an der Stör in der Nähe des heutigen Itzehoe im Jahr 809 die erste fränkische Ringwallanlage im Norden gebaut worden sein soll: Die Burg Esesfelth. Sie sicherte den hier endenden Teil des Cimbrischen Land- oder Heerwegs, der die gesamte jütische Halbinsel durchzog und dessen anderer Zweig in Wedel an der Elbe (das bedeutet Furt) lag. Über Stör, Elbe und Schwinge wurden Menschen und Waren mit dem Schiff in den sächsischen Burgwall bei Groß Thun (heute ein Ortsteil von Stade) transportiert und von dort weiter verhandelt.
804 hatte Karl den nordelbischen Raum bis zur Eider in die „Obhut“ der ihn damals unterstützenden Abotriten gegeben, obwohl es zum Einzugsbereich des dänischen Königs zählte. Der Ur- und Frühgeschichtler Dr. Thorsten Lemm schildert in seinem Vortrag, welche Rolle die Burg Esesfelth in der Auseinandersetzung zwischen Franken und Dänen einnahm. In einer spannenden Rekonstruktion / Simulation schildert er anhand der von ihm ermittelten Ausgrabungsergebnisse den großen dänisch-abodritischen Angriff auf die Burg im Jahr 817. Sie verfiel nach dem Kampf und verschwand im letzten Jahrhundert durch Sand- und Kiesabbau sowie durch Straßenbau vollends.

Thorsten Lemm, der über frühmittelalterliche Ringwälle im westlichen und mittleren Holstein promovierte, thematisiert in seinem Vortrag auch jene Burganlagen, die bereits vor der Zeit der Franken im heutigen Holstein existierten und wohl vor allem die Flussübergänge sicherten und (durch die Erhebung von Zoll) kontrollierten. Eine davon, eine Doppelgrabenanlage, befand sich direkt unter der Burg Esesfelth…


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