Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur e.V.  

Abendvorträge 2011

Anzeige von 36 Terminen im Zeitraum vom 01.01.2011 bis 31.12.2011.
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  Programm 2011
01.01.2011 bis 31.12.2011
 
   
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Januar Seitenanfang

20. Januar 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
EIN GEOPARK FÜR DIE REGION – WELCHE GEOLOGISCHEN SCHÄTZE BIRGT DER BODEN UNTER UNSEREN FÜßEN

Referent: Kerstin Pfeiffer,
Diplom-Geologin, Geoparkinitiative

Alte Schule, Teichstraße 1, Wentorf b.H.

Der Boden, auf dem wir stehen, ist unveränderlich. Für die
meisten von uns jedenfalls. Die Geowissenschaften beschäftigen
sich unter anderem mit dem Wandel dieses Bodens im
Laufe der Erdgeschichte. Schleswig-Holstein ist vordergründig
von den jüngsten Eiszeiten geprägt, die unsere Landschaft
formten. Doch das Material hierfür ist weit älter, sodass
wir hier bis zu 3.000.000.000 Jahre alte Gesteine aus der
Frühzeit der Erdgeschichte finden. Ablagerungen aus dem
Holstein-Interglazial, Gesteine aus der Kreidezeit mit eingeschlossenen
Fossilien, Steine aus dem Kambrium mit Lebensspuren
der ersten Tiere, bis hin zu Graniten und Gneisen
aus dem Präkambrium. Unter welchen Bedingungen konnten
diese Gesteine entstehen? Der Vortrag führt anhand von
ausgewählten Beispielen in die spannende Welt der Geologie.
Beginnend mit der Neuzeit, führen die Spuren über das
Erdaltertum bis zurück in die Zeit bevor das Leben entstand.
Dabei reisen wir nicht nur in der Zeit, sondern auch über den
Globus. Denn diese Region hat auf driftenden Platten einen
weiten Weg über den Globus zurückgelegt.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

27. Januar 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
VORTRAGSREIHE: HEINRICH VON KLEIST – ZUM 200. TODESJAHR - TEIL I: DAS ERZÄHLERISCHE WERK (Schwergewicht: „Das Bettelweib von Locarno“)

Referent: Ulrike Budesheim, StDn a.D., Reinbek

Alte Schule, Teichstraße 1, Wentorf b.H.

Heinrich v. Kleist beendete vor 200 Jahren sein Leben
selbst. Sein gewaltsamer Tod und der seiner Todesgefährtin
Henriette Vogel wurde von ihnen in ihren vorangegangenen
Schriften als „Erlösung“ interpretiert. Für Außenstehende
hat der Freitod des bedeutenden Dichters etwas
Befremdendes, aber auch sein Werk, in dem es immer um
„alles“ geht, hat Zerstörerisches. Kleist teilte die romantische
Zerrissenheit, aber er geht in einigen Werken weiter
und schafft Gestalten, die in der Verworfenheit der Welt
bestehen. Seine Sprache, die wegen der Komplexität berühmt
ist und als schwierig gilt, wurde von Franz Kafka
als „ganz klar“ bezeichnet. Er sah bei Kleist die Wurzel
der modernen deutschen Sprachkunst.
Im Vortrag soll die Biographie Kleists in einigen wesentlichen
Punkten betrachtet und in Bezug zu seinem Werk
dargestellt werden. Anhand von Textbeispielen aus der Novelle
„Das Bettelweib von Locarno“ soll die Sprachkunst
und die Weltsicht Kleists erschlossen werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)


Februar Seitenanfang

16. Februar 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
COSTA RICA – ATEMBERAUBENDE NATUR ZWISCHEN ZWEI KONTINENTEN UND ZWEI OZEANEN

Referent: Dr. Jan Michels, Kiel

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Das kleine mittelamerikanische Land Costa Rica liegt
auf der schmalen Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika.
Es ist stark von Vulkanismus geprägt und weist
eine große Ökosystemvielfalt auf. Während im Tiefland
feuchtwarme Regenwälder, Küstenwälder und tropischer
Trockenwald die Landschaft prägen, sind die ausgedehnten
Gebirgszüge von dichten Bergregenwäldern, üppigen
Nebelwäldern und beeindruckenden Vulkanlandschaften
überzogen. Durch diese Vielzahl unterschiedlicher Ökosysteme
hat sich in Costa Rica eine riesige Zahl von Pflanzen-
und Tierarten entwickelt, durch die das Land trotz
seiner geringen Größe zu den artenreichsten Gebieten der
Erde gehört. In diesem Vortrag werden die wichtigsten
und interessantesten Ökosysteme Costa Ricas beschrieben und in ihnen lebende Tiere und Pflanzen vorgestellt, die
beeindruckende Anpassungen an die jeweiligen Umweltbedingungen
besitzen. Blattnasenfledermäuse, gelbe
Lanzenottern, faszinierende Laub- und Glasfrösche, ungewöhnliche
Insekten, samtig wirkende Stummelfüßer, bunte
Helikonien und viele andere Organismen werden dabei
einen Einblick in die Wunderwelt der atemberaubenden
Natur Costa Ricas geben.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

24. Februar 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
VORTRAGSREIHE: HEINRICH VON KLEIST – ZUM 200. TODESJAHR - TEIL II: FRAUENGESTALTEN IN KLEISTS WERK

Referent: Ulrike Budesheim, StDn a.D., Reinbek

Alte Schule, Teichstraße 1, Wentorf b.H.

Heinrich v. Kleists zweihundertster Todestag jährt sich
2011, und man gedenkt seiner. Aber dieser Gedenktag wäre
kaum nötig, um ihn in die Erinnerung zurückzurufen,
da er wie kaum ein anderer Dichter im deutschen Kulturbetrieb
äußerst präsent ist. Es gibt kein Theater, das ihn
nicht im Repertoire hat oder eine Premiere plant.
Kleist hat in seinen Theaterstücken neben großartigen Helden
auch entsprechende „Heldinnen“ geschaffen, die genauer
betrachtet werden sollen. Sie heißen Penthesilea,
Käthchen,, Eve oder Alkmene, unterscheiden sich im
Stand und werden von Kleist in verschiedenen historischen
Kontexten angesiedelt. Während Eve und Alkmene
Gestalten in mehr komischen Werken sind, gehören
Käthchen und Penethsilea ins Tragische. Obwohl die Frauen
zuerst recht unähnlich erscheinen, ergibt sich auch Verbindendes,
was im Vortrag erläutert werden soll.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)


März Seitenanfang

3. März 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE GRIECHEN UND DER ORIENT

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin, Lauenburg

Krügersches Haus, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht

Nach dem Zusammenbruch der mykenischen Kultur und
Zivilisation in der ausgehenden Bronzezeit entwickelte
sich die griechische Kultur im ersten Jahrtausend v. Chr.
vollkommen neu und schuf die Grundlage unserer europäischen
Kultur. Allerdings ist diese Entwicklung nicht ohne
den intensiven Kontakt mit den Hochkulturen der Phönizier,
Ägypter, Babylonier und Perser möglich gewesen.
Ob die Übernahme des phönizischen Alphabets und dessen
Anpassung an die griechische Sprache, Mythologie und
Dichtkunst, Architektur und bildende Kunst oder Philosophie
und Religion – überall ist der Einfluss der östlichen
Nachbarn spürbar und hat sich befruchtend auf die Herausbildung
der eigenständigen griechischen Kultur bemerkbar
gemacht. In diesem Vortrag wird auf dem Hintergrund
der politischen Geschichte der ersten Hälfte des ersten vorchristlichen
Jahrtausends der befruchtende Einfluss der altorientalischen
Kultur auf die griechische Kultur anhand ausgewählter
Beispiele vorgestellt.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)

10. März 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DEUTSCHE SPRACHE – SCHÖNE SPRACHE

Referent: Ernst Jordan, Verein Deutsche Sprache e.V.

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Die deutsche Sprache ist gegenwärtig eines der meistdiskutierten
Themen in unserem Land. Nicht nur Sprach- und
Literaturwissenschaftler, sondern auch Politiker und Journalisten
bewegt der Zustand und die Zukunft unserer Muttersprache,
die einst die führende Sprache in Kultur und
Wissenschaft im Herzen Europas und in den bedeutendsten
kulturellen Zentren der Welt war. Ihre Entwicklung und ihre Wandlung in mehr als einem
Jahrtausend soll speziell am Beispiel des dichterischen
Kunstwerks veranschaulicht werden: Klang und Form als
wesentliche Elemente der Gestaltung verleihen unserer
Muttersprache ihre besondere ästhetische Qualität, über
die der spanische Dichter Salvador de Madariaga einmal
urteilte: „Deutsch ist eine der musikalischsten Sprachen
überhaupt und kommt an Klangfülle der Orgel, ja dem vollen
Orchester vielleicht am nächsten.“
Ein Blick auf die deutsche Sprache der Gegenwart soll
die Bedeutung von Sprachentwicklung und ihren Zusammenhang
mit gesellschaftlichen Veränderungen sichtbar
machen.
Im Anschluss: Fragen, Diskussion

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)

17. März 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
BETEN UND ARBEITEN – Die Funktion des Klosters im Mittelalter

Referent: Stephanie Gans, M.A.,
Kunsthistorikerin

Wentorf b.H., Angerhof 18 d

Die mittelalterlichen Klöster waren durch Jahrhunderte
zentrale Bildungsstätten der jeweiligen Regionen. Sie
funktionierten wie kleine Städte mit sämtlichen Abläufen
des profanen und religiösen Lebens. Welche ordensspezifischen
Architekturmerkmale entwickelten sich? Welche
Hierarchien gab es im Kloster? Wie sahen Leben und Aufgabe
der einfachen Mönche und Nonnen aus, was hingegen
war die Funktion der Äbte? Was sind die Besonderheiten
der verschiedenen Orden? Und welche Kunstwerke
finden sich innerhalb des Klosterbaus? Der Vortrag behandelt
das komplexe Thema Bedeutung, Funktion und Aufgabe
des Klosters im Mittelalter und bietet gleichzeitig
wichtige Aspekte für unsere Exkursion Klöster/Mecklenburg
III am 14. Mai und nach Løgumkloster am 18. Juni.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

24. März 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
PARIS IN DER BELLE EPOQUE – EINE METROPOLE IM SPIEGEL DER KUNST

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann,
Kunsthistorikerin, Hamburg

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Position
von Paris als Weltkulturhauptstadt immer noch unbestritten.
Gleichzeitig ist Paris eine Metropole der Vergnügungen:
Cabarets, Café Concerts und Varietés wie das „Moulin
Rouge“ prägen das Stadtbild. In der Kunst werden diese
neuen, unmittelbar gegenwärtigen Themen immer wieder
aufgegriffen - und in ihren Licht- wie Schattenseiten
reflektiert. Künstler: Edouard Manet, Edgar Degas, Henri
de Toulouse-Lautrec, Claude Monet und andere.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)


April Seitenanfang

7. April 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
DIE DEUTSCHEN LÄNDER (UND DIE VERLORENEN OSTPROVINZEN) IM SPIEGEL IHRER WAPPEN

Referent: Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Deutschland ist ein Land des Föderalismus: Seit Heinrich
I. (919) bis heute bestimmen die fünf Stammesherzöge,
die 25 – 30 Reichsfürsten, die 7 (9) Kurfürsten und die 16
Ministerpräsidenten bzw. Bürgermeister wesentlich deutsche
Politik. Die Länder hatten stets die Masse der Beamten,
Reichs- oder Bundesverwaltung war rar. Die Föderalsgeschichte
spiegelt sich in den Wappen, welche meist die
Dynastien der Landesherren einbrachten. Der kurpfälzische
goldene Löwe erscheint z.B. in den Wappen von Bayern,
Rheinland-Pfalz, Saarland sowie in großen Staatswappen
von Baden-Württemberg.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)

12. April 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
DIE PRÄRAFFAELITEN

Referent: Dr. Stefan Vöhringer,
Europäische Akademie Sankelmark

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Die Präraffaeliten waren eine in der Mitte des 19. Jahrhunderts
zusammengekommene Gruppe von Malern. Sie schufen einen
Stil, der unverkennbar und einzig in der Geschichte der Malerei
und nur in England beheimatet ist. Die Maler des italienischen
Trecento und Quattrocento standen Pate. Das Ziel dieser
Künstlergruppe war es, die Natur wieder zu entdecken, sich
von jeglicher Form des Manierismus abzuwenden und durch
Ausdruck und Farben ein ganz eigenes Genre zu schaffen.

(in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein / Akademie Sankelmark und dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg)

14. April 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
ZUR GESCHICHTE UND ARCHÄOLOGIE DER EHEMALIGEN KAISERPFALZ WERLA BEI SCHLADEN

Referent: Elke Frobese, M.A., Historikerin, Braunschweig

Hotel Quellenhof, Hindenburgstraße 16, 23879 Mölln

Als Vorbereitung auf den Besuch der Ausgrabungsfläche am
07. Mai (siehe: Tagesexkursionen) soll zunächst ein Blick auf
die Familie der Liudolfinger bzw. Ottonen geworfen werden,
die die Pfalz Werla auf ihrem Weg durch das Reich mehrfach
aufsuchten. Heinrich I. konnte hier die Ungarn erfolgreich abwehren,
wodurch der Ort Werla im Jahr 926 erstmals schriftlich
erwähnt wurde. Nachdem der letzte der Ottonen, Heinrich
II., 1017 die Pfalzfunktion nach Goslar verlegt hatte, verlor die
Werla zwar ihre Bedeutung als königlicher Aufenthaltsort, aber
auch danach wurde das Gelände mehrfach aus- und umgebaut
und diente im 12. Jahrhundert als Wirtschaftsstandort der Welfen.
Hier wurde von Barbarossa 1180 Gericht über Heinrich den
Löwen gehalten. Die seit 2007 andauernde Grabung lieferte bereits
viele neue Erkenntnisse über die wechselhafte Geschichte
des Geländes. Sie sollen anhand von Bildern vorgestellt werden.


Mai Seitenanfang

17. Mai 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB V
HAVANNA – WELTKULTURERBE AM ABGRUND (?)

Referent: Dr. habil. Martin Pries, Leuphana-Universität Lüneburg

„Zum Halbmond“, Halbmond 30, 21481 Lauenburg

1982 wurde Havannas Altstadt zum Weltkulturerbe ernannt.
Schon damals bröckelten die prachtvollen Gebäude
aus der Kolonialzeit. Viel Geld ist seitdem für deren Renovierung
ausgegeben worden. Davon zeugen nicht nur die
weitgehend restaurierte Innenstadt, sondern auch vielfältige
kulturelle Einrichtungen. Wer sich aber abseits der Touristenströme
in die Nebengassen begibt, steht häufig vor
Ruinen. Bröckelnde Fassaden, abgestützte Häuserwände
– der pure Verfall offenbart sich hier. Und dennoch. Überall
ist das Leben zu spüren, klingt die kubanische Musik
aus den Bars, Buena Vista Social Club an jeder Ecke. Natürlich
fahren auch die wunderbar restaurierten Oldtimer
über die Avenidas, gefolgt von den neugierigen Kameras
der Touristen. Im Vortrag wird die Vielfalt und Widersprüchlichkeit
Kubas gezeigt und am Beispiel Havannas
Möglichkeiten einer zukünftigen Entwicklung diskutiert.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

19. Mai 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
VON STEINFIGUREN AUF DER OSTERINSEL UND KLÖSTERN IN SPANIEN – GEOMATIK-INGENIEURE VERMESSEN KULTURSCHÄTZE DER WELT

Referent: Prof. Thomas Kersten
Dipl.-Ing. Carlos Acevedo Pardo
Prof. Dr. Thomas Schramm
(HafenCity Universität Hamburg – Studiengang Geomatik)

Kernkraftwerk Krümmel, Elbuferstraße 80, Geesthacht

Geomatik-Teams der HafenCity Universität Hamburg erfassen
und modellieren weltweit archäologische Objekte mit
modernster Technologie, um sie detailliert 3D zu dokumentieren. Prof. Thomas Kersten berichtet über die Erfassung
und Modellierung archäologischer Grabungsstätten und der
monumentalen Steinfiguren auf der Osterinsel. Langfristiges
Ziel ist die Dokumentation aller wieder aufgerichteten Kolossalfiguren,
die in zunehmendem Maße durch Verwitterung
oder tierische und menschliche Einwirkung gefährdet sind.
Über ein weiteres aktuelles Projekt berichten Dipl.-Ing. Carlos
Acevedo und Prof. Dr. Thomas Schramm. Zusammen
mit Studierenden und Wissenschaftlern aus 6 Ländern wurde
die über 1000 Jahre alte Ruine des Zisterzienserklosters
„Monasterio de San Prudencio“ im Norden Spaniens erstmals
vollständig erfasst. Ziel dieser 3D-Aufnahmen ist die
Dokumentation und 3D- Modellierung der Objekte, die oft
vor dem vollständigen Verfall stehen. Solche Modelle helfen
die Objekte zu restaurieren, nachzubilden oder zumindest
der Nachwelt zu bewahren. Dazu werden modernste Verfahren
des Laserscannings und der Photogrammmetrie eingesetzt,
die im dritten Teil des Vortrags vorgestellt werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)

26. Mai 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
EHRFURCHT VOR DEM LEBEN – DIE KULTURÜBERGREIFENDE ETHIK ALBERT SCHWEITZERS

Referent: Prof. Dr. Barbara Brüning
Philosophin und Slawistin, Universität Hamburg

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Albert Schweitzer (1875-1965) war Arzt, Theologe und Philosoph.
Achtung und Mitgefühl für „alles, was lebt“ war
nicht nur eine praktische Maxime seines Urwaldhospitals in
Zentralafrika. Sie war auch die wichtigste These seiner kulturübergreifenden
Ethik, die er vor allem auf der Grundlage
buddhistischer und chinesischer Philosophie entwickelte.
Der Vortrag der Hamburger Philosophin Barbara Brüning
wird diese vielfältigen kulturellen Wurzeln in Schweitzers
Ethik herausarbeiten.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)


Juni Seitenanfang

7. Juni 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DAS UNBEKANNTE SAARLAND

Referent: Dr. Werner Budesheim

Wentorf b. H., Angerhof 18 d

Nach den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen ist das
Saarland der kleinste Flächenstaat unter den Bundesländern
Deutschlands. Als Urlaubsland ist das Saarland im Unterschied
zu den Alpen und Küstengebieten oder den großen
Städten mit ihren Attraktionen fast unbeachtet. Gegensätze
prägen das Land. Auf der einen Seite haben wir eine liebliche
Mittelgebirgslandschaft mit bewaldeten Buntsandsteinhöhen
und offenen Muschelkalkflächen, die für den Ackerbau genutzt
werden, idyllische Täler mit reizvollen kleinen Städten,
auf der anderen Seite sind die dahinrostenden Relikte von
Kohlebergbau und Stahlindustrie unübersehbar. Beachtenswert
sind die in den letzten Jahren besonders herausgearbeiteten
Zeugen aus der römischen Vergangenheit wie kleinere
städtische Ansiedlungen, große Landhäuser mit ihren antiken
Ausschmückungen an Wandmalereien und Mosaiken.
Auch der Weinanbau, der von den Römern ins Land gebracht
wurde, an der Einmündung der Saar in die Mosel,
ist von nicht unerheblicher Bedeutung.

Der Vortrag dient auch der Vorbereitung der Exkursion
vom 08. bis 14. Juli. Gäste, die an der Exkursion nicht teilnehmen,
sind auch herzlich willkommen.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

DAS UNBEKANNTE SAARLAND
1.Tag (Fr, 08. Juli): 07.45 Uhr ab Bergedorf (ZOB) Lohbrügger Seite...

9. Juni 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
STEINZEIT UNTER WASSER - ARCHÄOLOGISCHE FORSCHUNG ZU SPÄTEN JÄGERN UND FISCHERN UND FRÜHEN BAUERN VOR 6000 JAHREN AN DER SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN OSTSEEKÜSTE

Referent: Dr. Sönke Hartz,
Archäologisches Landesmuseum Schleswig-Holstein

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Von 2000 bis 2006 wurden von Mitarbeitern des Archäologischen
Landesmuseums Schleswig in Zusammenarbeit
mit verschiedenen naturwissenschaftlichen Instituten
der Universität Kiel in Ostholstein archäologische Ausgrabungen
zur Erforschung steinzeitlicher Siedlungen an der
Ostseeküste durchgeführt. Ziel der Untersuchungen ist es,
erste Spuren von Ackerbau und Viehhaltung im 5. Jahrtausend
v. Chr. auf ehemaligen Küstensiedlungen nachzuweisen,
die durch den starken nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstieg
heute in Wassertiefen zwischen 3-4 m unter
NN liegen.
Ein bedeutender Fundplatz liegt an der ehemaligen Ostseeküste
vor Neustadt, wo schon vor etwa 6000 Jahren Wildbeuter
lebten, die sich hauptsächlich von Jagd und Fischfang
ernährten. Die Archäologen benennen sie nach einer
Fundstelle im nördlichen Jütland Ertebölle-, Muschelhaufen-
oder Kökkenmöddingerkultur. Ihre Siedlungsplätze
waren im südwestlichen Ostseegebiet in der Zeit von
5500 bis 4000 v. Chr. zwischen Dänemark im Westen, Südschweden
im Norden und Westpolen im Osten verbreitet.
Die Ergebnisse der mehrjährigen und z.T. schwierigen
Grabungen und Untersuchungen sollen in dem Vortrag
vorgestellt werden.

(in Zusammenarbeit mit und dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg)

16. Juni 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
ALTE FUNDE UND NEUE FORSCHUNGEN ZUR BRONZEZEIT IN MECKLENBURG-VORPOMMERN

Referent: Dr. Jens-Peter Schmidt,
Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege, Schwerin

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Die Bronzezeitforschung hat in Mecklenburg-Vorpommern
eine lange Tradition und reicht bis in das 18. Jahrhundert
zurück. Schon früh wurden hier Grabhügel wissenschaftlich
untersucht und Hortfunde aufgekauft, so dass
die Museen heute über ein bemerkenswert umfangreiches
Fundmaterial für diese Epoche verfügen. Dieser Fundus
konnte aber gerade in den letzten 20 Jahren durch zahlreiche, teilweise spektakuläre Neufunde wie z.B. dem Grab
von Thürkow, Lkr. Güstrow, oder dem Hort von Stolpe,
Lkr. Ostvorpommern, vermehrt werden. Teilweise kamen
diese Funde zufällig zutage, nicht selten wurden sie aber
bei Grabungsarbeiten im Rahmen großer Infrastrukturbauvorhaben
wie z.B. dem Bau der A 20 entdeckt. Im Vortrag
sollen einige dieser Neuentdeckungen ausführlicher vorgestellt
werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg)


August Seitenanfang

18. August 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
KÜNSTLERKOLONIEN UM 1900, BARBIZON, WORPSWEDE, AHRENSHOOP, SKAGEN

Referent: Dr. Helga de Cuveland,
Kunsthistorikerin

Wentorf b. H., Angerhof 18 d

Einschneidende technische und soziale Veränderungen
durch eine zunehmende Industrialisierung führten gegen
Ende des 19. Jahrhunderts zu einem erstaunlichen Phänomen:
Künstler und Künstlerinnen begaben sich damals
in großer Zahl fort aus dem städtischen und akademischen
Kulturbereich, um aufs Land zu ziehen und dort
zu arbeiten. Diese Bewegung war nicht auf Deutschland
beschränkt, sondern umfasste in elf europäischen Staaten
über achtzig ländliche Künstlergemeinschaften wie
Barbizon in Frankreich, Worpswede und Ahrenshoop in
Deutschland. In Dänemark bildeten sich Künstlerkolonien
im jütländischen Skagen und auf Fünen. Der Vortrag
behandelt Philosophie, Lebensweise und künstlerischen
Ausdruck dieser Gruppen, auch vorbereitend für den Besuch
des Skagener Kunstmuseums auf unserer Reise im
September.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

22. August 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
LIEBESMÄRCHEN VOM MITTELMEER

Referent: Heidrun Awuko, StR\\\\\\\'

- Angerhof - Hauptstraße 18 d, 21465 Wentorf bei Hamburg

Es geht um die Liebe in ihren vielfältigen Erscheinungsformen, um unstllbares Verlangen, Qual und Pein, ebenso um jene Emotionen, die der Wunscherfüllung der Liebenden im Wege stehen.
Die Märchen stellen diesen inneren Konflikt dar. Die europäischen Märchen bedienen sich dabei einer reichen Symbolik und Bildsprache, erotische und sexuelle Gefühle werden unterkühlt dargestellt. Kulturhistorisch lässt sich diese Tatsache mit dem prüden 19. Jahrhundert erklären, in dem viele Märchensammlungen erst entstanden sind.
Die Liebeskonflikte gehen stets gut aus, und am Ende wird Hochzeit gehalten.
Die Referentin trägt die Märchen frei vor.

25. August 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
DIE 20er JAHRE IN DEUTSCHLAND

Referent: Dr. Gabriele Himmelmann,
Kunsthistorikerin, Hamburg

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Im Anschluss an die Katastrophe des 1. Weltkrieges hat
sich die Weltwahrnehmung in Deutschland nachdrücklich
verändert. Vor dem Hintergrund einer zumeist instabilen
politischen Situation in der Weimarer Republik suchen die
Künstler nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Die Suche
nach dem neuen Menschen, Utopie und Zukunftshoffnung,
aber auch Resignation und Stagnation kennzeichnen ihre
Werke. Künstler: Otto Mueller, Ernst Ludwig Kirchner,
Otto Dix, Christian Schad, Anita Rée, Elfriede Lohse-
Wächtler und andere.“

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)


September Seitenanfang

8. September 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB V
„KULTURHAUPTSTADT EUROPAS“ UND „UNESCO-KULTURERBE DER MENSCHHEIT“
Aufwertung und Schutz industrieller Kulturlandschaften durch Verleihung touristisch wirksamer Titel
Das Beispiel Liverpool

Referent: Stephan Bergmann,
Dipl.-Geogr., Universität Hamburg

Krügersches Haus, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht

Das Jahr 2010, in dem das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt
Europas war, hat gezeigt, dass allein durch diesen Titel eine
immense mediale Aufmerksamkeit und das große Interesse
einer breiten Öffentlichkeit hervorgerufen werden
können. Doch was bleibt nach dem Jahreswechsel und
wenn der Hype verflogen ist? Besonders für im Wandel begriffene
altindustrielle Landschaften, Regionen und Städte
sind international bedeutende Titel wie jene der Kulturhauptstadt
und des UNESCO-Weltkulturerbes für eine nachhaltige Entwicklung von herausragender Bedeutung.
Am Beispiel der nordwestenglischen Stadt Liverpool soll
gezeigt werden, wie sich diese beiden Titel auf den Tourismus,
den Städtebau und die Architektur ausgewirkt haben.
Für die Bemühungen im Denkmalschutz und hinsichtlich
der Bewahrung und Inwertsetzung der einzigartigen
maritimen Kulturlandschaft entlang des innerstädtischen
Mersey-Ufers wurde die „Stadt am schlammigen Pfuhl“
2004 von der UNESCO mit Aufnahme in die Welterbeliste
belohnt. 2008 feierte die ehemals wichtigste Hafenstadt
Großbritanniens ein fulminantes Kulturhauptstadt-
Jahr. Die tiefgreifenden Entwicklungen fanden damit jedoch
keinen Abschluss, sondern sind nur ein Zwischenzeugnis
der grundlegenden Veränderungen der Industrieund
Hafenstadt.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)

22. September 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
„RUNDLINGE“ IM LAUENBURGISCHEN

Referent: Dr. Werner Budesheim

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Über die sog. Rundlinge im Hannoverschen Wendland gibt
es eine große Anzahl von Veröffentlichungen, jedoch über
die Rundlinge im Lauenburgischen ist so gut wie nichts
geschrieben.
Es sollen im Vortrag einige ehemalige oder noch heute
an der Dorfform erkennbare lauenburgische Runddörfer
vorgestellt und in ihrer besonderen Ortslage, die in einem
wirtschaftlichen Zusammenhang steht, vorgestellt und erläutert
werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)

28. September 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB V
DIE TREIBENDE KRAFT - Energiewirtschaft in Mittelalter und Neuzeit

Referent: Dr. Carsten Walczok, Historiker und Archivar

Angerhof, Haupstr. 18 d, Wentor b. H.

NIcht erst seit der Debatte über den Atomausstieg wird über das Thema Energieversorgung in unserer Gesellschaft heftig diskutiert. Das Problem einer sicheren Versorgung ist nicht so neu wie es scheinen mag.
Auch in der Vergangenheit standen die Menschen vor dem Problem, sich mit Kraft bzw. Energie zu versorgen. Vielfach bestimmte die Verfügbarkeit von Energie die Möglichkeit menschlichen Handelns. Welche Wege wurden zur Energiegewinnung bzw- -sicherung eingeschlagen? Welche Zusammenhänge zwischen Verfügbarkeit von Kraft und wirtschaftlicher Entwicklung bestanden bereits damals? Der Vortrag möchte auf die verschiedenen Aspekte der Energiesicherung im MIttelalter und in der Neuzeit eingehen und deutlich machen, dass diese Fragen auch schon vor Jahrhunderten von großer Bedeutung waren. Weiterhin soll deutlich werden, welche Antworten die Menschen auf diese Herausforderungen fanden.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf und dem Forum für Kultur und Umwelt im Kreis Herzogtumm Lauenburg)

29. September 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB V
OFFSHORE-WINDENERGIE
CHANCEN UND GEFAHREN DER ERSCHLIESSUNG NEUER ENERGIEN

Referent: Pascal Sommer,
Geograph, Universität Hamburg

Wentorf b. H., Angerhof 18 d

Die heutige Energiepolitik bewegt sich in einem mehrdimensionalen
Spannungsfeld. Es gilt Energiewirtschaftlichkeit,
eine Energieversorgungssicherheit und den Klimaschutz
zu garantieren. Dies führte in den letzten Jahren
zu erhöhten Anstrengungen auf der Suche nach neuen
Energiequellen. Ein enormes Potential findet sich auf den
Meeren. Inzwischen erfahren diese Energiepotentiale eine
neue Aufmerksamkeit, und aufgrund steigender Energiepreise
lohnen sich die Investitionen in regenerative Offshore-
Energien. Mit zunehmendem Eifer wird nun die Erschließung
dieser Potentiale vorangetrieben.
In Deutschland ist es insbesondere die Offshore-Windenergie,
die seit Ende der 1990er Jahre für große Hoffnungen
sorgt. Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020
den Anteil der regenerativen Energien am Primärenergieverbrauch
auf 20 Prozent zu erhöhen, hängt unweigerlich
vom Auf- und Ausbau der Offshore-Windenergie ab.
Offshore-Windparks beinhalten jedoch ein nicht zu unterschätzendes
Konfliktpotential. Natur- und Umweltschützer
sehen durch die Windfarmen auf See Schutzgebiete
für Vögel und Meeressäuger gefährdet, erkennen aber wie
wichtig die Windkraft für den Klimaschutz ist. Fischerei-
und Tourismusverbände fürchten, dass ihre Mitglieder
durch die aktuellen Entwicklungen an und vor den Küsten
finanzielle Einbußen erleiden oder gar ihre Existenz verlieren
könnten. Auf der anderen Seite werden durch die
Offshore-Windenergie viele Arbeitsplätze im sekundären
und tertiären Sektor in den Küstenregionen geschaffen.
Der Vortrag möchte die aktuellen Entwicklungen, Perspektiven,
Chancen und Gefahren der Offshore-Windenergie
nachzeichnen und verdeutlichen.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)


Oktober Seitenanfang

4. Oktober 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
Venezianische Malerei

Referent: Dr. Günter W. Hartmann,
Kunsthistoriker, Hamburg

Wentorf b.H., Angerhof 18 d

Im 14. Jh. überwinden Paolo und Lorenzo Veneziano die
Tradition der byzantinischen Ikonenmalerei zugunsten des
Stils der Gotik. Vertreter des Schönen Stils, der von der Eleganz
der burgundischen und französischen Hofkunst geprägt
wird, sind Jacobello del Fiore und Michele Giambono.
Jacopo Bellini ist Schüler des bedeutendsten Vertreters
dieser Stilrichtung Gentile da Fabriano. Die Wiederentdeckung
der Antike in Padua bewirkt jedoch die entscheidende
Wendung. Jacopo Bellini und sein Schwiegersohn Andrea
Mantegna begründen die Renaissancemalerei Venedigs. Der
Sohn Gentile Bellini geht als Bildnismaler sogar nach Istanbul,
um den Sultan zu porträtieren. Er beteiligt sich auch an
Historienbildern. Wichtigster Vertreter dieser Bildgattung
ist Vittore Carpaccio mit der Ursulalegende. Bedeutender
hingegen ist der jüngere Bruder Giovanni Bellini, der Lehrer
Giorgiones und Tizians und der eigentliche Begründer
der zu Recht gepriesenen Venezianischen Schule. Ihm gelingt
der entscheidende Schritt von dem durch Mantegna
bestimmten harten Stil zur malerisch weichen Darstellung
mit poetisch-lyrischer Wirkung.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

5. Oktober 2011 20:00 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
ALLE MACHT DEN KINDERN - EIN SELBSTVERSUCH (eine Lesung)

Referent: Jochen Metzger, Literat

- Angerhof - Hauptstraße 18 d, 21465 Wentorf bei Hamburg

\"Kinder an die Macht\" ist spätestens seit Grönemeyers Hit ein gängiger Slogan. Was aber passiert, wenn man wirklich die Verantwortung in der Familie komplett auf die Kinder überträgt? Jochen Metzger wagte mit seiner Frau Helga den Selbstversuch. Einen Monat lang übernehmen Tochter Lara,13, und Sohn Johnny,10, das Kommando. Sie verwalten die Familienkasse, entscheiden, was es zu Mittag gibt, wann die Eltern Fernsehen dürfen und zu Bett gehen müssen. Ein Buch über leere Kühlschränke, knurrende Mägen und stapelweise Abwasch, aber auch über Freiheit, Verantwortung und Vetrauen.
Jochen Metzger ist nach einem Studium der Germanistik und Psychologie als freier Journalist für verschiedenen Zeitschriften tätig, u.a. für \"Psychologie heute\".

6. Oktober 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
WAS IST ZEIT?

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm

Angerhof, Hauptstr.18 d, Wentorf b. H.

Jeder scheint es zu wissen, es sei denn, er denkt darüber nach. Eine der fundamentalsten Fragen überhaupt entzieht sich nach wie vor der befriedigenden Antwort. Theologen und Philosophen wissen Vieles und Spekulatives darüber zu sagen, aber erst mit Einsteins Relativitätstheorie wird die Zeit von der Vorbedingung der Naturwissenschaft zu einem Gegenstand. Wir folgen diesem Weg vom zyklischen, mythischen Zeitbegriff hin zur linearen Zeit der Physik, die sich aber vom Alltagsbegriff der fließenden Zeit mit ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft weit entfernt. Trotzdem versuchen wir uns den Fragen nach der Richtung, dem möglichen Anfang und Ende der Zeit aus naturwissenschaftlicher Zeit zu nähern.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf)

25. Oktober 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
GEOTOPE – ERDGESCHICHTLICHE BILDUNGEN DER UNBELEBTEN NATUR

Referent: Prof. Dr. Ulf Amelung,
Leuphana - Universität Lüneburg

„Zum Halbmond“, Halbmond 30, 21481 Lauenburg

Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten
Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde
vermitteln. Sie sind als Aufschlüsse von Gesteinen, als
Böden, Mineralien und Fossilien sowie als einzelne Naturschöpfungen oder natürliche Landschaftsteile Fenster in
die Entwicklungsgeschichte der Erde. Im Jahr 2005 hat die
Akademie der Geowissenschaften 77 Geotope in Deutschland
als „Nationale Geotope“ ausgewählt. Der Vortragende
will versuchen, einen Überblick über die bedeutendsten
dieser Geotope zu geben.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

27. Oktober 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VIII
EDVARD MUNCH – LEBEN, LIEBE UND TOD

Referent: Detlef Stein,
Kunsthistoriker, Bremen

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Schon früh mit dem Tod konfrontiert, hat der norwegische
Maler Edvard Munch wie kein zweiter ein Werk geschaffen,
das Fragen nach der menschlichen Existenz, der Liebe
und dem Tod in einer zuvor ungekannten Intensität behandelt.
Der Bremer Kunsthistoriker Detlef Stein stellt Leben
und Werk Munchs im kunst- und zeitgeschichtlichen Kontext
vor. - Der Vortrag ist auch eine Vorbereitung für die
Exkursion zur Munch-Ausstellung in der Kunsthalle Bremen
am Sonntag, dem 13. Nov. - Es führt dort Herr Stein.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)


November Seitenanfang

1. November 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
STILLLEBEN – Die Kunst steckt in der Natur (Dürer)

Referent: Dr. Helga de Cuveland,
Kunsthistorikerin

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Stillleben nennt man Gemälde, die still liegende Gegenstände
darstellen, die nicht tot sein müssen, sondern nur
unbewegt. Im 17. Jahrhundert waren die Holländer die
größten Meister dieses Genres. Die Führungsschicht der
1579 als protestantische Republik gegründeten Niederlande war eine bürgerliche kaufmännische Elite mit großem
wirtschaftlichen Erfolg für die Nation. Die Künstler
hatten zwar die katholische Kirche und den Adel als Auftraggeber
verloren, aber wohlhabende Bürger schmückten
nun ihr Heim mit Bildern. Historische und biblische
Themen waren nicht mehr gefragt, vielmehr waren nun
meisterhaft dargestellte Blumen, Früchte, Vögel, Fische
oder Wild die Motive, ferner Jagd und Waffen, Tafelgeschirr
und Silber, Küchen- und Marktszenen. Die Stillleben
zeigten das üppige Wohlleben und den reichen teuren
Hausrat, verbanden damit aber gleichzeitig die Mahnung
vor Eitelkeit und Unmoral im Sinne der calvinistischen
Morallehre. Bis in die Moderne können Stillleben
eine verborgene Symbolik und Rätselhaftigkeit enthalten.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)

3. November 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
PATTDEUTSCHE LESUNG

Referent: Irene Schnoor, Plattdeutschbeauftragte der Stadt Stadt Schwarzenbek, und Heinrich Dreckmann, Wentorf

Angerhof, Hauptstr. 18 d, Wentord b. H.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf)

8. November 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
JUGENSTILMETROPOLE RIGA

Referent: Dr. Stefan Vöhringer,
Europäische Akademie Sankelmark

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte in Riga
ein Bauboom ein, der die lettische Hauptstadt gemeinsam
mit Brüssel, Wien oder Barcelona zu einem Zentrum des
Jugendstils in Europa gemacht hat. Noch mehr: Mit seinen
rund 800 Jugendstilgebäuden weist Riga die höchste
Konzentration an Jugendstilarchitektur überhaupt auf. Der
Vortrag stellt die schönsten Jugendstilbauten Rigas vor und
beschreibt ihre Besonderheiten, die den Bemühungen der
lettischen Architekten, eine den lettischen Nationalcharakter
und die lettische Geschichte widerspiegelnde Formensprache
zu erschaffen, zu verdanken sind.

Der Vortrag muss leider ausfallen, da der Referent erkrankt ist. (08.11.11)

(in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein / Akademie Sankelmark und dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg)

16. November 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
„WAS ESSEN WIR WIRKLICH?“ – WIE UNSER ESSEN NEU ERFUNDEN WIRD

Referent: Renate Frank,
Dipl.-Oecotrophologin, Roseburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Kochkunst entwickelt sich zunehmend zum seltenen Talent,
und tellerfertige Menüs werden zum Trend. Schätzungen
zufolge wird nur noch in jedem dritten Haushalt gekocht,
und je geringer das Alter der Haushaltenden, desto
häufiger „bleibt die Küche kalt“. Der gemeinsame familiäre
Mittagstisch hat mittlerweile seine Bedeutung als
kommunikativer Treffpunkt und Ort für gesundes Ernährungsverhalten
verloren - situatives Essen, unabhängig
von Zeit und Ort, ist angesagt. Die Lebensmittelindustrie
hat diese Entwicklung unterstützt und sich insofern darauf
eingestellt, als sie vermehrt arbeitserleichternde und lange
lagerungsfähige sogenannte Convenience-Produkte (engl.:
convenience = Bequemlichkeit) auf den Markt bringt. Diese
industriell gefertigten Lebensmittel stehen teilweise im
Widerspruch zu einer gesunden Ernährung und haben mit
konventionellen Nahrungsmitteln, wie wir sie von früher
kennen, oftmals wenig gemeinsam. In dem Vortrag wird
aufgezeigt, was sich hinter der modernen Kost verbirgt.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

22. November 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
KASTILIEN – DAS HERZ SPANIENS

Referent: Reinhard Helwig,
OStR a.D., Reinbek

Angerhof, Hauptstr.18 d, Wentorf b.H.

Im Herzen Spaniens, in Kastilien, liegen um die Hauptstadt
Madrid die historisch besonders interessanten Städte Segovia,
Avila, Salamanca und Toledo. Römer und Mauren haben dort
bis heute sichtbare Spuren hinterlassen, die der Referent anhand
von Lichtbildern vorstellen und erläutern möchte.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

29. November 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
DAS BILD DER USA IN DER KANADISCHEN LITERATUR:\\\"LIFE WITH UNCLE\\\"

Referent: Dr. Maria Moss, Literaturwissenschaftlerin

Angerhof, Hauptstr. 18 d, Wentorf b. H.

Das Verhältnis USA - Kanada ist seit jeher ein angespanntes. Während Kanada von den USA kaum als historisch und kulturell eigenständiges Land wahrgenommen wird, stellt sich das kanadische USA-Bild in der Literatur und Gesellschaft als meist zweischneidige Mischung aus Bewunderung für die amerkanische (Geschäfts-) Tüchtigkeit und Befremden angesichts einer vermeintlichen Yankee-Überheblichkeit dar.
Diese gezielte Abgrenzung Kanadas vom südlichen Nachbarn hat eine lange Tradition und reicht von ersten romatisierenden Balladen und Legenden mit amerikanischem Tenor zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis in 21 Jahrhundert, in dem vor allem die wirtschaftpolitische und kulturelle Dominanz der USA sowie die ökologische Beeinträchtigung durch die Nachbarn im Süden das Amerikabild der kanadische Gesellschaft nachhhaltig beeinflusst und ihr wichtige Impulse verliehen hat.

(in Zusamenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf)


Dezember Seitenanfang

8. Dezember 2011 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
GROSSE FRAUENGESTALTEN DER ANTIKE

Referent: Ortrud Gellert, Germanistin und Kunsthistorikerin

Angerhof, Hauptstr. 18 d, Wentorf b. H.

Schon und besonders in der Antike gab es Frauen, die selbständig oder an der Seite großer Staatsmänner und Herrscher politisch Geschichte gemacht haben. Ihre Reihe beginnt mit Hatschepsut bei den Ägyptern, setzt sich fort bei den Persern Griechen, Makedonen und Syrern bis zur byzantinischen Galla Placidia und Theodora. Dürch diese Frauen werden auch die Völker des Altertums charakterisiert. Apasia als Gemahlin des Perikles hat. z.B. für die Entwicklung des Frauenrechts gekämpft, für die damalige Zeit eine ungewöhnliche Tat und Leistung, die durch Euripides auch gewürdigt wurde.
Die Einwirkung dieser Frauen auf die Geschichte soll in dem Vortrag verdeutlicht werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf)


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