Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur e.V.  

Abendvorträge 2009

Anzeige von 30 Terminen im Zeitraum vom 01.01.2009 bis 31.12.2009.
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  Programm 2009
01.01.2009 bis 31.12.2009
 
   
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Januar Seitenanfang

29. Januar 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
DIE KAUKASUSKONFLIKTE – HISTORISCHE, ETHNISCHE UND RELIGIÖSE WURZELN

Referent: Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Die Welt blickte während der Olympischen Spiele in Peking wie gebannt auf Georgien: doch nicht nur der Südkaukasus, sondern auch der Nordkaukasus steht in Flammen: die Autonomen Republiken Daghestan. Tschetschenien, Inguschetien und Kabardino-Balkarien sind in Aufruhr, was die russische Presse allerdings tunlichst verschweigt.
Die Wurzeln der Konflikte um den Kaukasus reichen tief in die Geschichte: von den frühchristlichen Staatskirchen Armeniens, Georgiens und Albanias (heute Aserbaidschan) spannt sich ein konfliktträchtiger historischer Bogen bis zu den Folgen der Auflösung der UdSSR.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)


Februar Seitenanfang

5. Februar 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
POSAUNENENGEL UND BACCHUSKINDER – ORGELPROSPEKTE UM 1600

Referent: Prof. Dr. Dorothea Schröder, Musikwissenschaftlerin

Alte Schule, Teichstraße 1, Wentorf b.H.

Am Bau von Orgelgehäusen waren im 16./17. Jahrhundert Kunsttischler, Intarseure, Bildhauer und Maler beteiligt – dennoch werden sie von der kunsthistorischen Forschung nicht beachtet. Dabei gibt es so viel zu entdecken: Gerade in Norddeutschland entstanden in der Spätrenaissance Orgelprospekte von enormer Vielfalt und unübertroffener kunsthandwerklicher Qualität. Sie galten nicht nur als Zierde des Gotteshauses, sondern repräsentierten auch den Kulturanspruch ihrer städtischen oder höfischen Auftraggeber.
Der Vortrag zeigt einige der schönsten Beispiele im Kontext der bildenden Kunst ihrer Zeit, darunter die wohl kostbarste jemals gebaute Orgel, die vor fast genau 400 Jahren in Wolfenbüttel angefertigt wurde, und den 1604-09 datierten, unlängst prachtvoll restaurierten Prospekt in der Flensburger Nikolai-Kirche aus der Werkstatt von Heinrich Ringerink.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

10. Februar 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
„LIFE WITH UNCLE“ – DAS BILD DER USA IN DER KANADISCHEN LITERATUR

Referent: Dr. Maria Moss, Literaturwissenschaftlerin, Leuphana – Universität Lüneburg

Krügersches Haus, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht

Das Verhältnis USA – Kanada ist seit jeher ein angespanntes. Während Kanada von den USA kaum als historisch und kulturell eigenständiges Land wahrgenommen wird, stellt sich das kanadische USA-Bild in Literatur und Gesellschaft als meist zweischneidige Mischung aus Bewunderung für die amerikanische (Geschäfts-) Tüchtigkeit und Befremden angesichts einer vermeintlichen Yankee-Überheblichkeit dar.
Diese gezielte Abgrenzung Kanadas vom südlichen Nachbarn hat eine lange Tradition und reicht von ersten romantisierenden Balladen und Legenden mit amerikakritischem Tenor zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis ins 21. Jahrhundert, in dem vor allem die wirtschaftspolitische und kulturelle Dominanz der USA sowie die ökologische Beeinträchtigung durch den Nachbarn im Süden das Amerikabild der kanadischen Gesellschaft nachhaltig beeinflusst und ihr wichtige Impulse verliehen hat.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)

17. Februar 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
SIND TIERE LEIDENSFÄHIGE WESEN? – EINFÜHRUNG IN FRAGEN DER TIERETHIK

Referent: Prof. Dr. Barbara Brüning, Philosophin und Slawistin, Universität Hamburg

Krügersches Haus, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht

Bereits vor 2000 Jahren wurde in der Ethik darüber nachgedacht, wie Menschen Tiere behandeln sollten. So war sich der chinesische Philosoph Hsjan Hsui nicht ganz sicher, ob Tiere eher als eine Sache gelten, die der Mensch benutzt, um seine Interessen zu befriedigen, oder ob sie vom Menschen völlig unabhängige Lebewesen sind. Diese Frage bildet auch noch heute das Herzstück der Tierethik, die das Verhältnis von Mensch und Tier untersucht.
Im Vortrag sollen verschiedene tierethische Überlegungen vorgestellt werden, u.a. von René Descartes, Mary Wollstonecraft, Peter Singer und Ursula Wolf. Darüber hinaus soll über Konsequenzen für den Tierschutz, insbesondere über Massentierhaltung und Tierversuche, nachgedacht und diskutiert werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)

18. Februar 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
VERFÜHRUNGSKÜNSTE DER LEBENSMITTELINDUSTRIE: WIE VERBRAUCHER AUSGETRICKST WERDEN UND WAS SIE DAGEGEN TUN KÖNNEN

Referent: Renate Frank, Dipl.-Oecotrophologin, Roseburg

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Neben vitaminisierten, kalorienverminderten, ballaststoffangereicherten und nährstoffkonzentrierten Nahrungsmitteln und Getränken gibt es kinder-, sportler- und seniorengerechte Produkte. Es hört sich toll an, was die Werbung verspricht. Aber spüren Sie nicht auch manchmal ein Gefühl der Verunsicherung, wenn Sie durch den Supermarkt gehen und vor einem fast unüberschaubaren Angebot an Produkten mit den verschiedenartigsten Verlockungen, Versprechungen und Werbebotschaften stehen?
In dem Vortrag wird gezeigt, was der Verbraucher auf dem Etikett eines Produktes ablesen kann und was ihm verschwiegen wird. Sie erfahren, wie sie leichter die Produkte finden, die mit Ihren Vorstellungen übereinstimmen.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

19. Februar 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE UNGEZÄHMTE FRAU - GORGO, SPHINX, SIRENE, KIRKE UND MEDEA

Referent: Prof. Dr. Lambert Schneider, Institut für Klassische Archäologie, Universität Hamburg

Alte Schule, Teichstraße 1, Wentorf b.H.

Kaum eine Kultur hat so zahlreiche, künstlerisch anspruchsvolle und einen gesellschaftlich hohen Status verkörpernde Frauenbilder hervorgebracht wie die altgriechische: Zeichen relativer Gleichberechtigung und Selbstbestimmtheit von Frauen? Zugleich wurde von den Griechen das Weibliche dämonisiert und fand in schreckenerregenden Phantasiewesen seinen Ausdruck: Sphinx, Medusa, Amazonen, Mänaden und gefährliche Zauberinnen wie Medea und Kirke. War die Frau für die (männlichen) Griechen doch ein bedrohliches, weil unkontrollierbares Wesen? Der Vortrag beleuchtet ausgewählte Aspekte dieses Fragenkomplexes und verfolgt seine Wandlungen von der archaischen Periode des 7. und 6. Jahrhunderts bis zur Klassik des 5. Jahrhunderts v. Chr. Auch neuzeitliche Aktualisierungen der Mythisierung des Weiblichen werden in die Betrachtung mit einbezogen.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

26. Februar 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
WAS IST „DEUTSCH“? – ÜBER DIE ENTWICKLUNG DER DEUTSCHEN SPRACHE

Referent: Dr. Werner Budesheim

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Es geht über die Entstehung und Bedeutung des Wortes „deutsch“, was war „althochdeutsch“, „mittelhochdeutsch“ und was unterscheidet „hochdeutsch“ und „plattdeutsch“. Anhand von Textbeispielen sollen die Unterschiede erläutert werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)


März Seitenanfang

5. März 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
ZUR „GOTTORFISCHEN KUNSTKAMMER“ UND ZU IHRER BEDEUTUNG IN DER FRÜHEN NEUZEIT

Referent: Dr. Jan Drees, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Gottorf

Alte Schule, Teichstraße 1, Wentorf b.H.

Verstehen wir heute unter dem Begriff „Museum\" öffentlich zugängliche Sammlungen von künstlerischen Werken, historischen Zeugnissen der Kulturgeschichte oder bemerkenswerten Objekten aus der Natur, so bezeichnete ursprünglich dieser aus dem Lateinischen stammende Begriff die den Musen gewidmete Studierkammer eines Gelehrten; neben den Büchern gehörten dazu wissenschaftliche Instrumente und die zu untersuchenden Gegenstände. Unter Kunst- und Wunderkammern hingegen verstand man die entsprechenden Sammlungen von Fürsten oder Königen, die in der Regel zwar vornehmlich deren privateren Interessen dienten, letztlich aber doch Repräsentationscharakter besaßen. Man holte sich ferne Welten in die Studierstube, vereinte die große Welt im Kleinen. Sowohl die Studierstuben der Gelehrten wie die fürstlichen Kunst- und Wunderkammern waren im Gegensatz zum öffentlichen Museum der Gegenwart exklusive Einrichtungen, über die man sich nur mit Gleichgesinnten austauschte.
Eine der weithin berühmten Kunstkammern der frühen Neuzeit befand sich auf Schloss Gottorf. Der erste Bericht des Gottorfer Hofgelehrten Adam Olearius (1599-1671) über die „Gottorfische Kunst-Kammer / Worinnen Allerhand ungemeine Sachen / So theils die Natur / theils künstliche Hände hervor gebracht und bereitet Vor diesem Aus allen vier Theilen der Welt zusammen getragen ...“ aus dem Jahr 1666 ist einer der ersten deutschsprachigen Museumskataloge überhaupt. Mit der Vertreibung der Gottorfer Herzöge von ihrem Stammschloss durch die dänische Krone verschwanden die Gottorfer Kunstkammer und die reichen Gottorfer Kunstsammlungen nach Kopenhagen, wo sie in die dortigen königlichen Sammlungen integriert wurden. Fortan kündete nur noch die Fama von dieser europaweit berühmten Institution. In der Vorbereitung der großen Gottorf-Ausstellung von 1997 in Schleswig konnte auch die Geschichte der Gottorfer Kunstkammer mit großzügiger Unterstützung der dänischen Museumskollegen endlich näher erforscht werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

17. März 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB V
DAS „ALTE WERK“ MELBECK / EMBSEN – SPRENGSTOFF UND DÜNGER FÜR NORDDEUTSCHLAND

Referent: Antje Seidel und Sabine Arendt, Geographinnen Leuphana – Universität Lüneburg

„Zum Halbmond“, Halbmond 30, 21481 Lauenburg

Das „Alte Werk“ kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. In den 1930er Jahren als Salpetersäurewerk gebaut und wichtiger Lieferant der Sprengstoff-fabriken in Düneberg und Krümmel, wurde die Produktion nach 1945 um die Herstellung von Düngemitteln erweitert. Trotz mehrfacher Besitzerwechsel konnte das Werk kontinuierlich ausgebaut werden. Erst 1992 kam das Aus für die Anlage. Viele Betriebsteile wurden abgerissen, andere umgenutzt. Die Samtgemeinde Ilmenau bemüht sich jetzt, die noch vorhandenen Relikte zu erhalten. In diesem Zusammenhang ist das Werk grundlegend erforscht; es sind viele Zeitzeugen befragt worden, der Vortrag wird davon berichten.
Aktuell wird das Gelände überplant. Die Vision der Samtgemeinde Ilmenau ist es, zunächst einen Museumsbahnhof und später weitere Einrichtungen zusammen mit dem ADAC-Trainingszentrum zu einem Verkehrszentrum aufzubauen, in dem auch die Geschichte des Werkes erzählt und vorhandene Spuren erhalten werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

18. März 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
PFLANZEN AUF WEGEN UND PLÄTZEN – ERFOLGREICHE ANPASSUNGEN AN EINEN EXTREMEN STANDORT

Referent: Dr. Erich Lüthje, Kiel

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Getreten, übergangen, übersehen – so geht es unseren „ständigen Begleitern“ in der Pflanzenwelt. Wie z.B. der Wegerich folgen sie als „Fußspur des weißen Mannes“ der Zivilisation rund um die Welt. Gut haben sie es an ihren Standorten zwischen Pflastersteinen und Gehwegplatten nicht gerade – aber Unkraut vergeht nicht.
Der Lichtbildervortrag führt die kennzeichnenden Mitglieder dieser Pflanzengesellschaft vor und zeigt ihre Anpassungsleistungen auf. Dabei werden auch Blicke in das Innere des Pflanzenkörpers geworfen, welche die entscheidenden „Tricks“ der Natur enthüllen, die zur Überlebensfähigkeit der Arten unter den ständigen Tritten des Menschen führten. Ohne Frage halten die Allerweltspflanzen unter diesem Aspekt für den interessierten Betrachter eine Fülle von Überraschungen bereit.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen)

26. März 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
DER RÖMISCHE STÜTZPUNKT BEI HEDEMÜNDEN AN DER WERRA UND SEINE NEU ENTDECKTEN AUßENLAGER

Referent: Dr. Klaus Grote, Kreisarchäologe, Göttingen

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Der 2003 entdeckte römische Stützpunkt im Werratal bei Hedemünden (Ldkr. Göttingen), das bislang einzige Römerlager in Niedersachsen, gilt als die am weitesten nach Osten vorgeschobene Anlage aus den Germanienfeldzügen unter Kaiser Augustus. Über Münzfunde ist die Datierung in die Jahre zwischen 11 und 8 v. Chr. gesichert. Demnach ist der historische Zusammenhang mit den Feldzügen unter Nero Claudius Drusus (maior), einem Stiefsohn des Kaisers, gesichert. Aber auch in den späteren Jahren der römischen Okkupation, bis zur katastrophalen Schlacht im Teutoburger Wald (der sog. Varusschlacht) im Jahr 9 n. Chr., dürfte Hedemünden eine wichtige strategische Rolle eingenommen haben.
So steht auch Hedemünden 2009 für die 2000-Jahre-Gedenkfeiern dieser Schlacht im erhöhten öffentlichen Interesse. Nach intensiven Geländeforschungen hat sich über weitere Entdeckungen, Grabungen und viele Neufunde das Bild eines mehrteiligen, komplexen Stützpunktes ergeben. Der Vortrag beschreibt den aktuellen Forschungsstand zur Struktur der Innenbebauung und zu den überraschend vielseitigen und gut erhaltenen Funden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Forschungen zu den römischen Wegen und daran aufgereihten Außenposten. Hier zeigt sich das ganze Potenzial zukünftiger Erkenntnisse. Die Waldgebiete um Hedemünden haben beispielsweise die Wegetrassen Richtung Südwesten (Nordhessen, von Mainz kommend) und Richtung Nordosten (Leinetal, Richtung Harz und Elbe) mit zahlreichen militärischen Fundstücken konserviert. Zu erwähnen ist besonders ein komplett erhaltener Legionärsdolch. Von den Posten an diesen Wegstrecken ist der sog. Kring, ein Ringwall im Kaufunger Wald, sogar als weiteres Kleinlager zu bezeichnen. Auch hier fanden sich herausragende Funde, unter denen eine große eiserne Fessel für Gefangene bemerkenswert ist. Vom Stützpunkt Hedemünden ausgehend können nun fundierte Überlegungen zum Verlauf der augusteischen Feldzüge ins Innere Germaniens angestellt werden. Sie betreffen auch die Suche nach weiteren Vorratslagern im Netzwerk der Logistik, besonders an den Schifffahrts- und Überlandwegen. Gleiches gilt für die Suche nach den eher kurzzeitigen Marschlagern der vorrückenden Armeen. Der Vortrag beleuchtet auch dieses - momentan spekulative - Feld und die ersten Ergebnisse.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)


April Seitenanfang

2. April 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
„BONNE ANNIVERSAIRE“ – DER EIFFELTURM WIRD 120

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Akademie Sankelmark

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Mit seinen 324 m Höhe und einem Gesamtgewicht von über 1000 Tonnen ist der Eiffelturm das Statussymbol von Paris. 1889 eröffnet, feiert er 2009 seinen 120. Geburtstag. Dabei war Gustave Eiffels Schöpfung ursprünglich nur eine kurze Lebensdauer bestimmt – als vorübergehende Attraktion auf der Pariser Weltausstellung. Der große Publikumszuspruch jedoch bewog die Verantwortlichen, den Turm zu erhalten - sehr zum Unwillen einer Reihe nicht unbekannter Künstler, die vehement seinen Abriss forderten. Noch heute existiert in Paris ein Verein, dessen Ziel die Entfernung des Eiffelturms aus dem Stadtbild der französischen Kapitale ist.
Geschichte und Geschichten rund um Paris bekanntestes Bauwerk sind Gegenstand des Lichtbildervortrages.

(in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein / Akademie Sankelmark und dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg)

22. April 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB III
VOR 2000 JAHREN IM TEUTOBURGER WALD – DIE VERNICHTENDE NIEDERLAGE DER RÖMER

Referent: Prof. Dr. Reinhard Wolters, Historiker und Archäologe, Universität Tübingen

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Im Herbst 9 n. Chr. geriet der römische Feldherr Publius Quinctilius Varus mit drei Legionen im Teutoburger Wald in einen mörderischen Hinterhalt, den Arminius, Fürst der Cherusker, gelegt hatte. In mehrtägigen Kämpfen fielen annähernd 18.000 Römer. Varus nahm sich noch auf dem Schlachtfeld selbst das Leben.
Prof. Dr. Reinhard Wolters ist einer der besten Kenner der römisch-germanischen Beziehungen. Er rekonstruiert anhand aktueller Forschungen den politischen Hintergrund und das militärische Geschehen. Was wissen wir über Varus und Arminius wirklich? Wo fand die Schlacht statt und welch legendenumranktes Nachleben war ihr beschert?

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)

28. April 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB V
„ALOHA STATE“ HAWAII WEISE STRÄNDE – SCHWARZE LAVA

Referent: Prof. Dr. Frank N. Nagel, Geographisches Institut,. Universität Hamburg

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Hawaii gehört erst seit 1959 als 50. Bundesstaat zu den USA. Die geologische Geschichte des Archipels ist etwas älter, dabei jedoch für die Wissenschaft genauso interessant wie für die Touristen, die aus dem „benachbarten“ Kalifornien, aber auch besonders aus Japan nach Hawaii kommen. Die vulkanische Inselkette wird von West nach Ost immer jünger und die Inseln unterscheiden sich auch sonst stark voneinander. Kauii im Westen erhält die stärksten Niederschläge, hat einen weltberühmten Küstentrail mit tropischer Vegetation (Kalalau-Trail) und viele weiße Strände aufzuweisen – hier filmte Elvis Presley - dazu Kaffee und Taro-Anbau. Weinbau und Zuckerrohr sind hingegen vor allem auf Maui anzutreffen, Ananas auf Oahu.
Die Hauptresidenz des vereinigten Königreiches Hawaii wurde von König Kamehameha III im Jahre 1845 von Lahaina (Maui) nach Honolulu (Oahu) verlegt. Honolulus weltberühmter Strand von Waikiki hat sich inzwischen zu einer Glitzermeile entwickelt, Pearl Harbor stellt den historischen Kontrapunkt dar. Die Überfahrt zum gesunkenen Schlachtschiff USS Arizona, dessen Aufbauten teils sichtbar sind und über dem eine Kapelle errichtet wurde, macht nachdenklich. Der Museumshafen ist informativ und attraktiv, gerade auch für japanische Besucher.
Das Inselreich Hawaii als Bestandteil der Polynesischen Inselwelt und -Kultur wird vor Ort in verschiedener Form touristisch aufbereitet, in Oahu besonders durch das „Polynesian Cultural Center“, in Hawaii durch den „PU´UHONUA O HONAUNUA National Historic Park“, einem alten Zufluchtsort für Gesetzesbrecher.
Hawaii selbst, im Osten der Inselkette ist aus fünf größeren Vulkankomplexen zusammengesetzt. „Big Island“ beeindruckt weniger durch weiße Strände als durch seine ausgedehnten, frischen Lavafelder und Kraterlandschaften. Der südlichste der Schildvulkane, der Kilauea , fördert seit 25 Jahren als einer der aktivsten Vulkane der Erde dünnflüssige Lava, die Orte verschlang, Straßen überwalzte und sich noch immer glühend ins Meer ergießt, um die Insel kontinuierlich zu vergrößern.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)

30. April 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB V
ROSTOCK – URBANE KULTURLANDSCHAFT VON DER HANSE ZUR POSTMODERNE

Referent: Timon Hoppe, Dipl.-Geograph, Geogr. Inst. Univ. Hamburg

Krügersches Haus, Bergedorfer Str. 28, Geesthacht

Rostock war nicht nur früh eine der größten Vertreter der aufstrebenden Hanse, sie war vielmehr nach Lübeck die wirtschaftlich wichtigste Stadt und blieb trotz Niedergang des Handels „Die größte und bedeutendste Stadt in Mecklenburg“ (W. Raabe 1896). Damit verwies Rostock gar die Residenzstädte Schwerin, Ludwigslust oder Güstrow - immerhin einmal Regierungssitz Wallensteins! - in ihre Grenzen. Außerdem war Rostock in der Phase des Staatssozialismus\' einer der am stärksten ausgebauten Wirtschafts- und Wohnstandorte der DDR und zugleich ein Vorreiter bei der industriellen Wohnungsfertigung insbesondere in den späteren Jahren.
Die hochmittelalterliche Handelsstadt Rostock besaß zu DDR-Zeiten Beispielcharakter, der die Bezirksstadt für viele Tendenzen und Projekte in der sozialistischen Stadtentwicklung Vorreiter werden ließ, nur wenige andere Großprojekte in der gesamten DDR wie z. B. Stalinstadt, das jetzige Eisenhüttenstadt, sind entsprechend aufwendig durchgeführt. Rostock bietet daher eine urbane Kulturlandschaft, die in zwei jahrhunderteweit auseinanderliegenden, grundverschiedenen und stadtgestalterisch ungemein aktiven Epochen eine der herausragendsten Positionen unter den ‚deutschen’ Städten der jeweiligen Zeit innehatte, was sich im heutigen Stadtbild noch widerspiegelt. Verstärkt werden die strukturellen Diskrepanzen durch moderne Umbaumaßnahmen im Zuge des gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozesses seit der Wiedervereinigung.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Geesthacht)


Mai Seitenanfang

7. Mai 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
HIGH-TECH MEETS ARCHAEOLOGY – ODER – WIR WAREN DANN MAL WEG

Referent: Prof. Dr. Thomas Schramm, Physiker, HafenCity Universität Hamburg – Studiengang Geomatik<br />Dipl.-Ing. Carlos Acevedo Pardo, Vermessungsingenieur, HafenCity Universität Hamburg

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Klassische Vermessungstechniken sind in der Archäologie seit langem gebräuchlich und unverzichtbar. Allerdings eröffnet der Einsatz neuerer hochtechnologischer Verfahren ganz neue Perspektiven.
Wir berichten über die ERASMUS-Partnerschaft der HCU Hamburg mit der Universidad Politécnica Madrid und der Universidad Nacionale de Educatión a Distancia. Jährlich findet ein Sommercamp in Spanien statt, in dem Studierende, Ingenieure und Archäologen beider Länder gemeinsam moderne Laserscanning- und photogrammetrische Methoden einsetzen, um dreidimensionale Modelle archäologischer Grabungen zu erhalten. Wir zeigen erste Ergebnisse aus Atapuerca und Hellín und stellen einen Laserscanner im Betrieb vor. Die Karsthöhlen bei Atapuerca, einem kleinen Ort am Jakobsweg, gehören wegen ihrer bedeutenden Hominidenfunde - darunter die ältesten Europas - zum Weltkulturerbe, ebenso wie die Überhänge bei Hellín/Minateda mit ihren bedeutenden, teilweise unveröffentlichten, steinzeitlichen Malereien.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)

12. Mai 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
WIE MAN GUTE LAUNE ESSEN KANN

Referent: Renate Frank, Dipl.-Oecotrophologin, Roseburg

Alte Schule, Teichstraße 1, Wentorf b.H.

Ob das Gehirn fit und unsere Laune gut ist, hängt in starkem Maße davon ab, was wir essen. Viele Lebensmittel können die Stimmung verbessern und Angstgefühle, Nervosität, Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Schmerzen verringern. Auch Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit werden durch die Ernährung beeinflusst. In dem Vortrag wird erklärt, was Glückshormone sind und wie das Gehirn durch geschickte Kombination von Lebensmitteln, Heilpflanzen, Kräutern und Gewürzen jung bleiben kann.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

28. Mai 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
VINCENT VAN GOGH IN SÜDFRANKREICH

Referent: Detlef Stein, Kunsthistoriker, Bremen

Festsaal Rathaus Schwarzenbek, Ritter-Wulf-Platz 1

Im Süden Frankreichs hat Vincent van Gogh die wohl produktivste Zeit seines Künstlerlebens verbracht. Zahlreiche seiner Hauptwerke verdanken ihre Entstehung den Besonderheiten – dem Licht, der Atmosphäre – dieser Landschaft.
Der Vortrag folgt den Spuren des Malers van Gogh und vergleicht seine Werke mit den Gegebenheiten vor Ort.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek)


Juni Seitenanfang

9. Juni 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
AN DER SAALE HELLEM STRANDE …

Referent: Dr. Werner Budesheim

„Zum Halbmond“, Halbmond 30, 21481 Lauenburg

Den Saalelauf umgibt eine der schönsten Kulturlandschaften deutschen Landes. Im Quellbereich des Fichtelgebirges liegen auch unweit voneinander entfernt die Quellen der Eger, des Weißen Mains und der Naab. Reich ist die Saale an wunderschönen Landschaften und bedeutenden historischen Städten an ihren Ufern. Als Beispiele der Örtlichkeiten seien nur genannt Hof, Saalfeld, Rudolstadt, Jena, Weißenfels, Orlamünde, Naumburg, Merseburg, Halle, Bernburg, Wettin und abschließend Calbe und Barby mit der Mündung in die Elbe. - Der Vortrag dient auch der Vorbereitung der Exkursion vom 20. bis 27. Juli. Gäste, die an der Exkursion nicht teilnehmen, sind herzlich willkommen.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)

 

Schauen Sie sich bitte auch folgende Information an:

AN DER SAALE HELLEM STRANDE …
1. Tag: Fahrt nach Jena, Bezug des Hotels, Jena-Optik, Stadtführung 2. Tag: Fahrt zur...

16. Juni 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
OSCAR WILDE – DIE VERSCHWENDUNG EINES GENIES - historische Collage von und mit Annegret Arndt -

Referent: Annegret Arndt, Rezitatorin, Isernhagen

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Oscar Fingal O’Flahertie Wills Wilde betrat am 16. Oktober 1854 in Dublin die Bühne der viktorianischen Zeit und sollte ihr schillerndster, originellster und leider auch tragischster Akteur werden.
In ihrer farbigen, spannungs- und abwechslungsreichen Collage begleitet Annegret Arndt Oscar Wilde durch die Studienzeit in Dublin und Oxford, wo er bereits durch wortgewandte, geschliffene Konversation auffällt. Hier kreiert er die ästhetische Bewegung „Ein Leben in Schönheit“ und erklärt sich selbst zum Apostel des Vergnügens und der Extravaganz. Als Dandy erobert er die Salons der feinen Londoner Gesellschaft. Er glänzt als Erzähler und Kunstkenner von Witz und scharfem Verstand und unwiderstehlichem Charme. Schriftstellerischen Ruhm erlangte Wilde zunächst durch „Salome“ und seinen Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“, später durch seine spritzigen, sozialkritischen Komödien.
Verarmt stirbt Oscar Wilde 1900 in Paris, nachdem er in England zu zwei Jahren Zuchthaus und Zwangsarbeit verurteilt wurde.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)


September Seitenanfang

8. September 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
EIN LEBEN FÜR DIE KUNST – DER KÜNSTLER UND DOZENT ALFRED MAHLAU

Referent: Kirsten Beuster, Historikerin, Hamburg

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Der Künstler Alfred Mahlau galt als ein bescheidener und zurückhaltender Mensch. Sein umfangreiches Oeuvre entstand vor dem Hintergrund der heftigen Turbulenzen des 20. Jahrhunderts, zeigt eine Fülle herausragender Druckgrafiken, besticht durch unzählige Illustrationen, zahlreiche Aquarelle oder Genreskizzen sowie vielfältige Zeichnungen. Innerhalb seiner 13-jährigen Dozentur an der damaligen Landeskunstschule in Hamburg gelang es ihm mit seiner hohen Qualität, seiner Erfahrung und nicht zuletzt als ein unermüdliches Vorbild,
vielen herausragenden Künstlerpersönlichkeiten wie Horst Janssen oder Vicco v. Bülow einen künstlerischen Weg zu weisen.
Dieser Vortrag möchte nach mehr als 40 Jahren sein fast vergessenes Werk in Erinnerung rufen, einige seiner Schüler vorstellen sowie das ambivalente Leben eines Künstlers vor dem Hintergrund zweier Weltkriege und den Nachkriegsjahren reflektieren.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg)

22. September 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DIE GROßE WUT DES CHRISTOPH MARTIN WIELAND – eine Dichterlesung von

Referent: Dr. Hans-Jürgen Perrey, Historiker und Schriftsteller

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Christoph Martin Wieland - ist das nicht der ausgediente Rokoko-Romancier, der gemütliche Papa Wieland, der sich im Musenzirkel Anna Amalias schon mal ein Nickerchen erlauben durfte und dessen ‚schlüpfrige« Werke’ den Stürmern und Drängern die Zornesröte ins Gesicht trieben? - Zugestanden!
Aber es gibt auch den anderen Wieland: den erfolgreichen Publizisten und Aufklärer von europäischem Format, den sensiblen, reizbaren, unglaublich produktiven Künstler, der an sich, Weimar und der Welt litt. Dieser lebenswirkliche Wieland steht im Mittelpunkt dieser Novelle, die zugleich eine lebendige Zeitreise in das Weimar des Jahres 1779 darstellt.
Dabei hat der Autor weniger erfunden - er hat in den Quellen vor allem gefunden. Viele der hier geschilderten Begebenheiten, Alltäglichkeiten und Skandale haben sich tatsächlich ereignet. Und so werden die Leserinnen und Leser auch dem einen oder anderen Prominenten wiederbegegnen, ohne den Wielands Weimar gar nicht zu erzählen ist. Zum Beispiel dem Geheimen Legationsrat Dr. Johann Wolfgang Goethe.
Der Autor Hans-Jürgen Perrey, Jahrgang 1951, ist promovierter Historiker, Lehrer und Schriftsteller; er wohnt in Trittau bei Hamburg. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zur Regional-, Literatur- und Zeitgeschichte verfasst, überdies mehrere Erzählungen, Romane und Hör-CDs. Zwei seiner Jugendromane wurden auch ins Finnische und Japanische übersetzt.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)

29. September 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
ALEXANDER DER GROßE – PORTRAIT EINES HERRSCHERS

Referent: Dr. Claudia Tanck, Althistorikerin, Lauenburg

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Alexander der Große gehört zu den bemerkenswertesten Figuren der Weltgeschichte. Wie kein anderer Herrscher vor und nach ihm hat Alexander in seiner nur 12 Jahre währenden Regentschaft die Welt verändert. Kurz nachdem er 336 v. Chr. im Alter von 20 Jahren den makedonischen Thron bestiegen hatte, unterwarf er das mächtige Perserreich und drang in Regionen vor, die vor ihm kein Europäer betreten hatte. Nach seinem frühen Tod im Jahre 323 v. Chr. brach sein Reich zwar politisch schnell auseinander, doch bildeten seine Eroberungen den Nährboden für die kulturelle Durchdringung altorientalischer und griechischer Kultur, auf dem sich später das Christentum und die europäische Kultur entwickelten. – In diesem Vortrag soll ein persönliches Porträt eines außergewöhnlichen Menschen auf dem kulturellen Hintergrund seiner Zeit entworfen werden.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)


Oktober Seitenanfang

8. Oktober 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB II
DIE KUNST DES SURREALISMUS

Referent: Dr. Helga de Cuveland, Kunsthistorikerin

Alte Schule, Teichstraße 1, Wentorf b.H.

Sonderbar, phantastisch, schockierend, grotesk, unwirklich: das sind erste Eindrücke beim Betrachten surrealistischer Bildkunst. Längst sind die Werke surrealistischer Maler wie Salvador Dali, Max Ernst, Giorgio de Chirico, René Magritte, André Breton und vieler anderer, die der in den frühen zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gegründeten Bewegung angehörten, fester Bestandteil in der Geschichte der Malerei. In der öffentlichen Wahrnehmung wirken surrealistische Tendenzen bis heute in der Kunstszene nach. Was hat die Surrealisten damals bewogen, das Unbewusste, Traumhafte und Mystische als „Überwirklichkeit“ entgegen allen traditionellen künstlerischen Normen und Werten konsequent zu vertreten? Auslöser waren die in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg bestehenden gesellschaftlichen, von Rationalismus bestimmten Verhältnisse. Ihnen stellten die Künstler die ohne Kontrolle der Vernunft erfahrbaren Tiefen des Unbewussten und Irrealen gegenüber. Nicht die reale Welt ist Gegenstand ihrer Bilder, vielmehr werden die Dinge aus ihren natürlichen Zusammenhängen herausgerissen und zu neuen merkwürdigen, grotesken und vieldeutigen Koppelungen zusammengefügt.
Die schöpferischen Impulse der wichtigsten Künstler dieser Bewegung haben höchst bedeutende Werke hervorgebracht.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)

27. Oktober 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
NORDSPANIEN – LAND DER ROMANISCHEN KIRCHEN

Referent: Reinhard Helwig, OSTR a.D.

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Da Nordspanien nicht von den Mauren besetzt war, konnte sich hier eine alte Kirchenkultur entwickeln. Die Route führt ungefähr entlang des Jakobswegs nach Santiago de Compostela.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)

29. Oktober 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB I
DAS NATIONALMUSEUM OF NATURAL HISTORY IN WASHINGTON

Referent: Prof. Dr. Ulf Amelung, Leuphana – Universität Lüneburg

„Zum Halbmond“, Halbmond 30, 21481 Lauenburg

Das National Museum of Natural History der Smithsonian-Stiftung in Washington ist mit seinen 125 Millionen Objekten, davon 30 Millionen Insekten, eines der größten Naturkundemuseen der Welt. Der Vortragende hatte die Gelegenheit, es genauer kennen zu lernen. Vom Hope-Diamanten Ludwig XIV. bis zu einem Marsmeteoriten, von der Callixylon- oder Archaeopteris-Pflanze – einem der ältesten Bäume – bis zur Meerechse der Galapagos-Inseln, von den Bändererzen mit den ältesten Lebensspuren bis zum 4 Milliarden alten Gneis aus den Nordwest-Territorien Kanadas zeigt das Museum eine Fülle einzigartiger Naturobjekte. Der Vortragende möchte mit diesen Ausstellungsstücken das Museum und die Arbeit der Stiftung bekannt machen.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Lauenburg)


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5. November 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB IV
DIE KUNST ZU STEHLEN: EINE KLEINE GESCHICHTE DES KUNSTRAUBS

Referent: Dr. Stefan Vöhringer, Akademie Sankelmark

Rokokosaal im Herrenhaus, Am Domhof 12, Ratzeburg

Woher stammen die Obelisken auf den Plätzen europäischer Metropolen? In wessen Auftrag stahl ein Anstreicher 1911 die Mona Lisa? Warum nennt der Louvre die größte Kunstsammlung der Welt sein Eigen? Was war der Anlass für den Bau des Markusdoms in Venedig, und warum steht der Pergamon-Altar heute in Berlin? – Fragen, die zum Vortragsthema führen: Seit es Kunst gibt, gibt es auch ihre Diebe. Nach Schätzung des Bundeskriminalamtes zählt der Raub von Kunstwerken inzwischen zu den lukrativsten „Geschäften“ überhaupt. (Vortrag mit Lichtbildern)

(in Zusammenarbeit mit der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein / Akademie Sankelmark und dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Ratzeburg)

12. November 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VII
KARL MAY – EIN DEUTSCHER ABENTEURER

Referent: Dr. Maria Moss, Literaturwissenschaftlerin, Leuphana – Universität Lüneburg

Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10

Der Lichtbildervortrag gibt Einblick in Leben und Werk einer der wohl schillerndsten Schriftstellerpersönlichkeiten Deutschlands. Besonders mit seinen Indianerromanen, die weltweit in 33 Sprachen übersetzt wurden und eine Gesamtauflage von mehr als 200 Millionen Exemplaren erreichten, gelang es May bereits im 19. Jahrhundert, die Abenteuerlust und das Fernweh seiner Landsleute zu beflügeln und eine Indianereuphorie zu entfachen, die bis heute nichts von ihrer Intensität eingebüßt hat.

(in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg, Bezirksgruppe Schwarzenbek, und dem Freundeskreis Amtsrichterhaus)

18. November 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
MEERESSÄUGER UND SEEVÖGEL ALS OPFER DER STELLNETZFISCHEREI

Referent: Sven Koschinski, Dipl.-Biologe, Nehmten

Schule Büchen, Schulweg 1, Eingang D

Die Methoden des kommerziellen Fischfangs sind in den letzten Jahrzehnten durch verbesserte Ortungsmethoden und Fangtechniken immer effektiver geworden. Das hat mittlerweile zu einer derart enormen Reduzierung der weltweiten Fischbestände geführt, dass für viele Fischarten nur noch mit Hilfe von Fangquoten oder Schutzmaßnahmen anderer Art eine dauerhafte Bestandssicherung möglich zu sein scheint. Gefahren durch die intensiven Fangmethoden drohen aber nicht nur den Fischen, sondern auch viele Delphin-, Wal- und Seevogelarten werden speziell durch Fischerei mit Stellnetzen erheblich in ihren Beständen beeinträchtigt. In dem Vortrag werden die hauptsächlichen Ursachen für die Verluste erläutert und Vorschläge gemacht, wie sich die Situation verbessern ließe.

(in Zusammenarbeit mit dem NABU Büchen

19. November 2009 19:30 Uhr In Kalender übernehmen. Nur diesen Termin anzeigen.
FB VI
DIE SCHLAFENDE GERECHTIGKEIT - ZUR IKONOGRAPHIE DER FRÜHRENAISSANCE - SCHAUWAND IM INNENHOF VON SCHLOSS GOTTORF

Referent: Dr. Helga de Cuveland, Kunsthistorikerin

Alte Schule, Teichstraße 1, Wentorf b.H.

Bei der Erforschung der Baugeschichte von Schloss Gottorf gelang 1978 eine Entdeckung von überregionaler Bedeutung. Der Kern des Westflügels erwies sich mit seiner unter Putz zutage getretenen Schaufront zum inneren Schlosshof als das erste Werk der internationalen Frührenaissance nördlich der Elbe. Bilderzyklen in den figürlichen Reliefs, mit denen die Wand geschmückt war, zeigten biblische Themen mit Szenen aus der Passion Christi und dem Alten Testament, aber auch Darstellungen aus der Herkulesgeschichte. Darunter befand sich eine Allegorie der Schlafenden Gerechtigkeit, ein Thema, das keinesfalls lediglich einer dekorativen Wirkung wegen verwendet worden sein konnte. „Justitia dormit“ war in der durch die Wirren der Reformation geprägten ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ein durch Holzschnitte und Kupferstiche bekanntes Motiv. War das Bild als Teil der Prachtfassade am Gottorfer Schloss Ausdruck fürstlichen Repräsentationsbedürfnisses, oder verbarg sich dahinter eine zeitkritische gesellschaftspolitische Aussage, für die eine schlafende Gerechtigkeit selbst in allegorischer Verschlüsselung einen auffallend starken Akzent setzte? Der Vortrag behandelt die ikonographische Deutung der Relieftafel.

(in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Wentorf e.V.)


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